Soziales Netzwerk: Facebook ersetzt Kennzeichnung für Falschnachrichten

Statt wie bisher als falsch entlarvte Nachrichten mit einem roten Zeichen zu versehen, setzt Facebook künftig auf Aufklärung: Weiterführende Artikel sollen den Nutzern zeigen, dass der Ursprungsartikel falsch ist. Facebook zufolge soll so der Lerneffekt größer sein.

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Facebook ändert seine Vorgehensweise bezüglich Fake News
Facebook ändert seine Vorgehensweise bezüglich Fake News (Bild: Daniel Leal-Olivas/Getty Images)

Facebook hat in einem Blog-Post bekannt gegeben, dass künftig als falsch entlarvte Nachrichtenbeiträge (sogenannte Fake News) nicht mehr mit einem deutlich sichtbaren roten Zeichen markiert werden. Dieses hatte das soziale Netzwerk im Frühling 2017 eingeführt, um die Transparenz zu erhöhen.

Stattdessen werden künftig unter dem als falsch eingeschätzten Artikel weiterführende Links zu News-Beiträgen angezeigt, die über die tatsächlichen Hintergründe berichten. Facebook erhofft sich damit eine bessere Aufklärung als durch die Verwendung der Markierung alleine.

Markierung alleine bringt Facebook zufolge nicht unbedingt etwas

Facebook zufolge kann eine auffällige Markierung sogar kontraproduktiv wirken und bei Gruppen, die fest an die falsch berichtete Story glauben, deren Ansicht sogar noch festigen. Ein derartiges Argumentationsmuster ist nicht neu: Wenn alle sagen, die Geschichte sei falsch, versucht möglicherweise jemand, etwas zu vertuschen.

Mit den weiterführenden Artikeln könnte Facebook auch schneller als bisher auf als falsch angesehene Nachrichten reagieren. Bisher war für die Kennzeichnung eine übereinstimmende Überprüfung von mindestens zwei Stellen notwendig. Dies hat mitunter mehrere Tage gedauert, was bei der Schnelligkeit der Berichterstattung heutzutage zu langsam ist.

Falschnachrichten können sich schnell verbreiten

In wenigen Tagen können sich Nachrichten über Facebook schnell und weit verbreiten, auch wenn sie offensichtlich falsche Tatsachen berichten. Facebook war wegen seiner Rolle im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf 2016 in die Kritik geraten. Damals sollen zahlreiche falsche Nachrichten auf dem sozialen Netzwerk verbreitet worden sein.

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