Soziales Netzwerk: Facebook bringt Instagram das Filmen bei

Filme aufnehmen oder Filter über Bilder legen: Instagram-Nutzer können demnächst beides mit dem Programm machen, denn Facebook hat für seine Fotosharing-App eine Videofunktion vorgestellt. Die ist ab heute für iOS und Android verfügbar.




Die Ankündigung kommt nicht zufällig. Der Videodienst Vine von Konkurrent Twitter, der Anfang des Jahres startete, ist äußerst erfolgreich. In Apples App Store ist er unter den beliebtesten Apps(öffnet im neuen Fenster) . Vine ist eine Standalone-App, mit der sechs Sekunden lange Videos aufgezeichnet und veröffentlicht werden können. Wie bei animierten Gifs wird die Aufnahme ständig wiederholt.
Mit Instagram können nun 15 Sekunden lange Videos aufgezeichnet werden. Um eine Aufnahme zu starten, muss der Nutzer wie bei Konkurrent Vine nur den Touchscreen des iOS-Geräts berühren. Lässt er ihn wieder los, stoppt die Aufnahme. Beim erneuten Berühren wird die Aufnahme fortgesetzt.
Instagram erlaubt es, mehrere Clips zu einem Video zusammenzufügen. Die Mindestlänge liegt bei 3 Sekunden für das Gesamtvideo, einzelne Clips können aber sehr kurz sein. Die Aufnahmen exportiert Instagram in voller Auflösung beispielsweise über Camera Roll von iOS, so dass sie weiterverarbeitet werden können.
Bildstabilisierung soll Videos grundlegend verändern
Instagram hat eine Bildstabilisierung in die Software integriert, Cinema genannt. Geht es nach Kevin Systrom, wird dies Videos grundlegend verändern und die ersten Videos, die Facebook mit Cinema gezeigt hat, sehen durchaus beeindruckend aus.
Die neue Videofunktion von Instagram soll ab heute für iOS und Android verfügbar sein. Wann Instagram für Windows Phone erscheint, wollte Systrom nicht verraten, nannte die Plattform aber interessant und deutete an, dass sein Team zusammen mit Microsoft an einer Umsetzung arbeitet.

Instagram gehört seit April 2012 zu Facebook. Im Dezember 2012 kündigte das Unternehmen eine Änderung seiner Datenschutzrichtlinien an . Instagram wollte sich das Recht herausnehmen, die von den Nutzern hochgeladenen Bilder zu verkaufen. Nach empörten Reaktionen seiner Nutzer erklärte das Unternehmen , die angekündigten Änderungen in den Nutzungsbedingungen wieder rückgängig zu machen. Daraufhin gab es Gerüchte über einen Nutzerrückgang. Instagram dementierte die Berichte(öffnet im neuen Fenster) .
Twitter hatte Vine im Oktober 2012 gekauft, noch bevor das Unternehmen den Dienst gestartet hatte. Im Januar dieses Jahres veröffentlichte Twitter Vine. Anfangs hatte der Videodienst ein Problem mit der Verbreitung von Pornoclips . Apple bewarb die App daraufhin nicht mehr in seinem App Store. Mittlerweile wird das Programm unter anderem von Prominenten genutzt(öffnet im neuen Fenster) oder von Menschen, die in Krisengebieten(öffnet im neuen Fenster) kurze Filme machen.



