Soziales Netzwerk: Facebook blockiert Werbung von Falschmeldern

Seitenbetreiber, die wiederholt bereits angezweifelte Inhalte auf Facebook geteilt haben, dürfen künftig keine Werbeanzeigen mehr in dem sozialen Netzwerk schalten. Das teilen die Facebook-Manager Satwik Shukla und Tessa Lyons in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) mit.
Verbreitung von Falschmeldungen soll unwirtschaftlich werden
Die Neuerung soll dazu beitragen, das Verbreiten von Falschmeldungen weiter zu reduzieren, da eine weitere Verbreitung durch Seitenbetreiber auf diese Weise unwirtschaftlich werde, heißt es in dem Blogeintrag. "Wir haben gesehen, dass es Seitenbetreiber gibt, die Werbeanzeigen auf Facebook gezielt dazu nutzen, ein großes Publikum aufzubauen und somit eine größere Reichweite für Falschmeldungen zu erzielen."
Bisher hat Facebook bereits einzelne Anzeigen blockiert, die Geschichten und Inhalte bewerben, deren Wahrheitsgehalt von unabhängigen Faktenprüfern bereits angezweifelt wurde. Mit der neuen Richtlinie geht Facebook nun noch einen Schritt weiter: Seitenbetreiber, die als systematische Fake-News-Verbreiter aufgefallen sind, können künftig generell keine Werbeanzeigen mehr schalten. Auch beworbene Beiträge wahrer Geschichten wären dann nicht mehr möglich.
Überführte Täter können wieder in das System zurückkehren
Facebook ermöglicht den so gesperrten Seitenbetreibern allerdings auch eine Rückkehr in das Werbesystem: "Unterlassen die Seiten die weitere Verbreitung von Falschmeldungen, wird diese Einschränkung wieder aufgehoben" , heißt es in dem Blogpost. Die Frage ist, wie Facebook einen Missbrauch dieses Mechanismus' verhindern will.
Facebook steht seit Monaten in der Kritik, weil dort immer wieder Falschmeldungen kursieren. So wurde dem weltgrößten sozialen Netzwerk vorgeworfen, dass auf Facebook verbreitete erfundene oder manipulierte Nachrichten die US-Präsidentschaftswahl 2016 beeinflusst hätten. Die Social-Media-Plattform hat in den vergangenen Monaten ihre Bemühungen verstärkt, Spam-Beiträge sowie Hassbeiträge einzudämmen.



