Soziale Pornos: Facebook verliert Klage gegen Faceporn

Ein US-Bundesgericht hat eine Klage Facebooks gegen die norwegische Website Faceporn abgelehnt. Jeffrey White entschied(öffnet im neuen Fenster) in Kalifornien, dass die Marke Faceporn nicht an Facebook übergeben werden müsse. Facebook hatte auch gefordert, dass die Gegner die Anwaltskosten des weltgrößten sozialen Netzwerks übernehmen.
Das Gericht erklärte sich als nicht zuständig, weil Facebook nicht nachweisen konnte, dass sich der Besitzer Faceporns an kalifornische Bürger gewandt hatte.
Faceporn bietet pornografische Inhalte, die in persönlichen Nutzerprofilen abgelegt sind. Facebook begann die Klage im Oktober 2010.
Facebook geht juristisch gegen Unternehmen vor, die die Begriffe "Face" oder "Book" im Namen führen und besitzt auch die Rechte an dem Begriff "Wall" . Facebook forderte auch die Herausgabe von Faceporn.com, Faceporn.net und Faceporn.org, die User auf Faceporn.no weiterleiten.
Facebook sieht sein Seitenlayout durch Faceporn kopiert
Im März 2012 hatte ein US-Gericht unter Richter Nathaniel Cousins entschieden, Facebook könne nicht nachweisen, dass das norwegische Unternehmen der kalifornischen Firma absichtlich Schaden zugefügt habe. Nicht bewiesen worden sei, dass Faceporn bestehende oder künftige Facebook-Nutzer mit Absicht auf sein Angebot gelockt habe. Faceporn habe das Firmenlogo Facebooks, die Seite und die Marke "Wall" kopiert, hieß es in der Klage Facebooks. Statt dem "Poking" Facebooks sendeten Faceporn-Nutzer "Flirts" .
Dem Pornobranchenmagazin Xbiz(öffnet im neuen Fenster) sagte Pedersen: "Es ist erleichternd, dass das jetzt endlich ausgeräumt ist und wir uns auf die Zukunft und die weitere Entwicklung unseres Unternehmens konzentrieren können." Pedersen sei von Anfang an davon überzeugt gewesen, dass Kalifornien nicht der richtige Ort für einen Rechtsstreit sei, weil er nicht in den USA lebe. Nach der Zunahme von Beschlagnahmungen von Domains durch die USA sei er sich aber nie sicher gewesen, wie die Sache ausgehen werde.



