Dezentrale Netzwerke sind am sichersten

Keine zentralen Strukturen wie bei Facebook, Whatsapp oder Google+: Dezentrale Netzwerke bieten das. Der Nutzer allein hat die Kontrolle über seine Daten. Wer so eine Alternative zu den kommerziellen Netzwerkanbietern sucht, wird fündig, aber vielleicht nicht glücklich. Denn dezentrale Netzwerke bieten viel Sicherheit, aber wenig soziale Erlebnisse.

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Diaspora ist so ein dezentrales soziales Netzwerk, das von vier US-amerikanischen Informatikstudenten entwickelt und mit Spenden über das Crowdfunding-Portal Kickstarter.com unterstützt wurde. Im Jahr 2012 zog sich das Entwicklerteam aus seiner Führungsposition zurück und übertrug die Weiterentwicklung auf die Community.

Im vergangenen Jahr erschien die Version 0.4.1.2 des sozialen Netzwerks mit neuen Funktionen wie Permalinks für Kommentare unter Beiträgen und das Melden von Spam oder unangemessenen Inhalten. Die meisten Änderungen entfielen auf das Beheben von Fehlern und die Umstrukturierung des grundlegenden Codes.

Diaspora hat über eine Million registrierte Nutzer, die sogenannte Pods - eigene Serverknoten - bereitstellen. Wie bei Facebook können sich Mitglieder zwar miteinander verbinden und Nachrichten schreiben. Während Facebook wie eine Telefonzentrale zwischen den Mitgliedern vermittelt, bilden die Nutzer der dezentralen Netzwerke jedoch ein verteiltes System - jeder kann einen eigenen Server betreiben.

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Um Diaspora zu nutzen, gibt es eine Liste von nutzerbetriebenen Pods. Der bekannteste Diaspora-Pod ist Joindiaspora.com.

Die Daten bleiben beim Nutzer

Vor allem seit den Enthüllungen durch den US-Whistleblower Edward Snowden rücken der Datenschutz und damit dezentrale Lösungen wieder in den Vordergrund. Dezentrale Netzwerke haben einen großen Vorteil: Sie bieten einen Schutz der eigenen Daten - ohne zentrale Strukturen. Denn die Daten eines Nutzers befinden sich nicht auf einem fremden Server und die Software auf dem eigenen Server kann der Nutzer vollständig kontrollieren.

Das bietet zwar Sicherheit und Kontrolle über die eigenen Informationen, macht aber das Finden von anderen Mitgliedern schwierig.

Für Einzelgänger?

Bisher wird das als Facebook-Alternative gestartete Diaspora von vergleichsweise wenig Nutzern verwendet. Die dezentrale Struktur macht das Vernetzen zwischen fremden Menschen unmöglich. Eine Suchfunktion wie Facebooks Social Graph gibt es nicht.

Ein weiterer Grund für die geringe Verbreitung ist auch, dass die Einrichtung von eigenen Diaspora-Knoten nur von erfahrenen Computernutzern bewältigt werden kann. Deshalb ist das Netzwerk nur etwas für Nutzer, die Entwicklerkenntnisse besitzen und ein besonders sicheres Netzwerk haben wollen.

Weitere dezentrale Netzwerke sind Friendica, Freedombox, Buddycloud und Secushare.

Ein oder mehrere Netzwerke

Ob zentral oder dezentral - die meisten Internetnutzer haben sich bereits für ein Netzwerk entschieden. Laut dem Branchenverband Bitkom sind vier von fünf Internetnutzern in Deutschland auf einer Plattform angemeldet und zwei Drittel aller Mitglieder nutzen diese auch aktiv. Wie viele Nutzer auf mehreren Plattformen angemeldet sind, ist nicht bekannt. Da die vielen verschiedenen Plattformen zum Teil unterschiedliche Angebote haben, ist anzunehmen, dass viele Nutzer auf mehreren Netzwerken aktiv sind. Sie sollten sich jedoch genau überlegen, welche Netzwerke sie wirklich benötigen - denn netzwerken kostet eine Menge Zeit: Laut einer Umfrage verbringen deutsche Internetnutzer zwei bis vier Stunden täglich in sozialen Netzen.

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mcnesium 21. Apr 2015

Genau wie verteilte Mailserver keinen Sinn machen, he? ok, die meisten setzen heutzutage...

herzmeister 10. Mär 2015

Anscheinend ist das wohl nicht rübergekommen, was ich sagen wollte. Nochmal, *ein* Pod...

motzerator 08. Mär 2015

Der Vorteil von Sozialen Netzwerken liegt doch auf der Hand: 1. Fahrtzeit- und...

motzerator 08. Mär 2015

Ebenfalls vergessen wurden Gayromeo/Planetromeo, das eine Mischung aus Datingplattform...



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