Soziale Netzwerke und E-Mail: 500 Milliarden Euro Schaden durch Ablenkung am Arbeitsplatz

Die permanente Ablenkung am Arbeitsplatz durch E-Mails, Instant Messages und soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter kostet die Weltwirtschaft durch Produktivitätsverlust rund 500 Milliarden Euro pro Jahr. Das ergaben Berechnungen(öffnet im neuen Fenster) des Providerverbands Eco. "Der Konzentrationsverlust" durch Ablenkungen habe mittlerweile ein Niveau erreicht, das beginne, "die Vorteile der elektronischen Kommunikation" zu überwiegen, sagte Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa.
Der Produktivitätsverlust durch ständige digitale Störungen an einem Büroarbeitsplatz wurde auf dem Eco-Jahreskongress 2013 in Köln mit über 12.000 Euro jährlich bezeichnet.
E-Müll in Unternehmen
"Die Firmen müssen Verantwortung für den E-Müll in ihren Betrieben übernehmen, um dem Konzentrationsverlust und letztlich dem drohenden Burnout in der Arbeitnehmerschaft vorzubeugen" , sagte Summa.
Schon heute kämen in jeder dritten Scheidungsklage die Worte Smartphone und Facebook vor. Laut einer Modellrechnung des Eco hat ein 75-Jähriger rund acht Monate seines Lebens mit dem Sichten und Löschen von E-Mails verbracht. Sechs Lebensjahre hat sich die Person rechnerisch in sozialen Netzwerken wie Facebook aufgehalten.
Während Beschäftigte von E-Mails und sozialen Netzwerken von der Arbeit abgelenkt werden, sind sie im Gegenzug auch am Feierabend ständig erreichbar. 77 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Vorgesetzte, Kunden oder Kollegen per Handy oder E-Mail zu erreichen. 30 Prozent sind jederzeit erreichbar und 32 Prozent zu bestimmten Zeiten, weitere 15 Prozent sind in Ausnahmefällen verfügbar, nur 16 Prozent gar nicht. Das war das Ergebnis der Studie des IT-Branchenverbands Bitkom "Arbeiten in der digitalen Welt".



