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Soziale Netzwerke: Twitter schafft ersten Gewinn der Firmengeschichte

Zwölf Jahre hat es gedauert, nun kann Twitter feiern: Das Unternehmen kann erstmals einen Gewinn verbuchen. Die Anzahl der Nutzer ist in den vergangenen zwölf Monaten um 11 Millionen gestiegen - eigentlich nicht viel für eine Firma, die täglich weltweit in den Nachrichten vorkommt.

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Twitter kann feiern - der erste Quartalsgewinn ist geschafft.
Twitter kann feiern - der erste Quartalsgewinn ist geschafft. (Bild: Twitter/Screenshot: Golem.de)

Das im März 2006 gegründete Unternehmen Twitter hat im vergangenen Geschäftsquartal erstmals einen Nettogewinn ausgewiesen. 91 Millionen US-Dollar waren es in den Monaten Oktober bis Dezember 2017. Im gleichen Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 167 Millionen US-Dollar angefallen. Der Quartalsumsatz ist um 2 Prozent auf 732 Millionen US-Dollar gestiegen. Im gesamten Geschäftsjahr hat Twitter einen Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar generiert und dabei Verluste in Höhe von 108 Millionen US-Dollar verbucht.

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Die Aktionäre hat der erste Quartalsgewinn offenbar positiv überrascht: Der Kurs der Aktie schoss kurzfristig um fast 30 Prozent in die Höhe. Etwas weniger Begeisterung dürfte bei den meisten Analysten und Investoren allerdings der Blick auf das Nutzerwachstum auslösen. Im Jahresvergleich hat sich die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (Monthly Active Users, kurz: MAU) von 319 auf nun 330 Millionen erhöht.

Gegenüber dem letzten Quartal ist die Anzahl gleichgeblieben. Die Firma deutet eher zwischen den Zeilen an, dass das auch am verstärkten Aussieben von Fake-Accounts liegen könnte; Zahlen werden nicht genannt.

Mehr Zeichen und mehr Aufmerksamkeit

Die Anzahl der täglich aktiven Nutzer (Daily Active Users, kurz: DAU) ist nach Firmenangaben um 12 Prozent gestiegen - absolute Zahlen kommuniziert Twitter schon seit Jahren nicht. Auch wenn das Wachstum bei den Nutzern durchaus beachtlich ist: Gegenüber Konkurrenten wie Facebook mit seinen mittlerweile 2,2 Milliarden Mitgliedern kann Twitter nicht mithalten. Und das, obwohl der Firmenname allein schon dank des aktuellen US-Präsidenten omnipräsent in den Nachrichten ist.

Schon etwas länger versucht Twitter-Chef Jack Dorsey deshalb, die Benutzung von Twitter einfacher zu gestalten. So hat er die Anzahl der pro Beitrag verfügbaren Zeichen kürzlich von 140 auf 280 erhöht. Einen der größten Wünsche seiner Mitglieder im Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit ignoriert Twitter aber seit Jahren: Nach wie vor ist nicht möglich, Beiträge wenigstens innerhalb der ersten paar Minuten nach der Veröffentlichung zu editieren, etwa um Tippfehler auszubessern.



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