• IT-Karriere:
  • Services:

Soziale Netzwerke: Starinvestor George Soros warnt vor Facebook

Altes Geld schimpft über (relativ) neue Technologiefirmen: Starinvestor George Soros hat sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausgiebig über Facebook geäußert. Auch vom Bitcoin hält der Milliardär herzlich wenig.

Artikel veröffentlicht am ,
George Soros ist nicht gut auf Facebook zu sprechen.
George Soros ist nicht gut auf Facebook zu sprechen. (Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)

"Bergbau- und Ölunternehmen beuten die physische Umwelt aus, Social-Media-Unternehmen beuten die soziale Umwelt aus." Das hat der milliardenschwere Starinvestor George Soros (87 Jahre) in einer viel beachteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt. Durch soziale Netzwerke werde das Denken und das Verhalten von uns Menschen beeinflusst, ohne dass wir uns dessen bewusst seien, findet Soros. "Das hat weitreichende negative Auswirkungen auf das Funktionieren der Demokratie, insbesondere auf die Integrität von Wahlen."

Stellenmarkt
  1. Migratec Netzwerktechnik GmbH, Backnang bei Stuttgart
  2. Melitta Business Service Center GmbH & Co. KG, Minden

In seiner Rede - die er als Transkript auf seiner Webseite veröffentlicht hat - sagt Soros, dass Facebook und vergleichbare Unternehmen die Aufmerksamkeit der Nutzer manipulierten und sie auf ihre eigenen kommerziellen Zwecke ausrichteten. Wie das konkret seiner Auffassung nach geschieht, sagt Soros nicht. Er ist allerdings überzeugt, dass die sozialen Netzwerke "gezielt eine Abhängigkeit für die von ihnen erbrachten Dienstleistungen entwickeln". Das könne besonders für Jugendliche sehr schädlich sein.

George Soros ist nicht der einzige Manager, der sich wegen der Social-Media-Firmen öffentlich um die Zukunft der Gesellschaft sorgt. Am 21. Januar 2018 hatte Apple-Chef Tim Cook laut einem Bericht des Guardian in einer Rede gesagt, dass er seinem Neffen keine sozialen Netzwerke erlaube.

Im November 2017 hatte Sean Parker - Gründer von Napster und langjähriger Manager bei Facebook - erklärt, dass Facebook seinen Mitgliedern ab und an einen Dopaminkick verpasse. Das "ändert buchstäblich euren Umgang mit der Gesellschaft und untereinander", so Parker. Und Ende 2016 hatte der ehemalige Facebook-Vertriebsmanager Antonio García Martínez über seinen früheren Arbeitgeber in einem Interview gesagt: "Eigentlich ist Facebook ein Hack des Staates. Der Gemeinschaft an sich.".

Mittlerweile zeigt die Kritik möglicherweise Wirkung: Anfang 2018 hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg einige Probleme eingeräumt und erklärt, dass er das Netzwerk "reparieren" wolle. Der Firmenchef will die Mitglieder besser vor "Missbrauch und Hass schützen", sein Unternehmen gegen die "Einmischung von Nationalstaaten verteidigen" und "sicherstellen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit sinnvoll verbrachte Zeit ist". Auf die weitergehende Kritik, etwa an der subtileren Manipulation der Aufmerksamkeit und den Auswirkungen auf die Gesellschaft, geht Zuckerberg nicht ein.

George Soros wiederum fordert die Regulierungsbehörden auf, die Gesellschaft aktiv vor den Unternehmen zu beschützen - wie das konkret geschehen könnte, sagt der Milliardär nicht. Er hat sich stattdessen auch zu einem weiteren Technologiethema geäußert, dem Bitcoin. Den hält er für eine Blase, ähnlich wie die in diesem Zusammenhang schon dutzendfach zum Vergleich herangezogene niederländische Tulpenmanie im 17. Jahrhundert.

Statt einem Crash erwartet Soros allerdings einen eher langsamen Verfall der Kryptowährung. Zumindest derzeit liegt er damit einigermaßen richtig, denn seit ein paar Tagen tritt der Bitcoin ohne allzu auffällige Bewegungen auf der Stelle, tendenziell eher mit einer Bewegung nach unten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 52,99€
  2. (-72%) 8,50€
  3. 29,99€
  4. (u. a. F1 2019 Anniversary Edition für 26,99€, Jurassic World Evolution Deluxe Edition für 15...

burzum 30. Jan 2018

Ja, denn in den ÖR sind bisher nur die Etablierten vertreten. :)

Emulex 29. Jan 2018

Es ist der Wahnsinn, wie die Merkel das Land gespalten hat. Man kann nichtsmehr sagen...

violator 27. Jan 2018

Es kommt nicht aufs Netzwerk an, sondern auf die User, mit denen man zu tun hat. Und da...

tearcatcher 27. Jan 2018

Kinder und Jugendliche sind was Medien und Konsum angeht immer gefährdet fängt bei der...

stevefrogs 26. Jan 2018

Ja, vermutlich musste er feststellen, dass es durch geschickten Einsatz von Social Media...


Folgen Sie uns
       


Death Stranding - Fazit

Das Actionspiel Death Stranding schickt uns in eine düstere Welt voller Gefahren - und langer Wanderungen. Das aktuelle Werk von Stardesigner Hideo Kojima erscheint für Playstation 4 und Mitte 2020 für Windows-PC.

Death Stranding - Fazit Video aufrufen
Threadripper 3970X/3960X im Test: AMD wird uneinholbar
Threadripper 3970X/3960X im Test
AMD wird uneinholbar

7-nm-Fertigung, Zen-2-Architektur und dank Chiplet-Design keine Scheduler-Probleme unter Windows 10: AMDs Threadripper v3 überzeugen auf voller Linie, die CPUs wie die Plattform. Intel hat im HEDT-Segment dem schlicht nichts entgegenzusetzen. Einzig Aufrüster dürften sich ärgern.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Via Technologies Centaur zeigt x86-Chip mit AI-Block
  2. Nuvia Apples Chip-Chefarchitekt gründet CPU-Startup
  3. Tiger Lake Intel bestätigt 10-nm-Desktop-CPUs

Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
Cloud Gaming im Test
Leise ruckelt der Stream

Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
Von Peter Steinlechner

  1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
  2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
  3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
Energiewende
Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

    •  /