Abo
  • Services:

Soziale Netzwerke: Sächsische Polizei will per Facebook fahnden

In einigen Bundesländern wie Niedersachsen gehört die Fahndung nach Verbrechern per Facebook bereits zum Polizeialltag. In Sachsen noch nicht - Überlegungen dazu gibt es.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Bild einer Karriere-Kampagne der Polizei Sachsen
Bild einer Karriere-Kampagne der Polizei Sachsen (Bild: Polizei Sachsen)

Die sächsische Polizei wird voraussichtlich bald auch auf Facebook nach Verbrechern fahnden. Das Innen- und das Justizministerium sowie die Gewerkschaft der Polizei stehen Überlegungen dazu positiv gegenüber, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn

Allerdings verweisen sie genauso wie der sächsische Datenschutzbeauftragte darauf, dass sensible Daten besonders geschützt werden müssten. Von den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter versprechen sich die Behörden eine höhere Reichweite bei der Fahndung nach Straftätern oder der Suche nach Vermissten.

"Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen", sagte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Strunden. Innerhalb des Hauses werde darüber diskutiert, welche Medien für polizeiliche Zwecke wie genutzt werden könnten. Er verwies darauf, dass die Polizei im Freistaat derzeit eine Facebook-Seite zur Nachwuchsgewinnung einsetze.

Sachsens Innenminister aufgeschlossen gegenüber Facebook

"Die Resonanz darauf ist gut", sagte der Sprecher. Dass Innenminister Markus Ulbig (CDU) den sozialen Netzwerken gegenüber aufgeschlossen sei, zeige die Tatsache, dass er bei Facebook eine eigene Seite habe. Deshalb gebe es auch Überlegungen, eine Seite für die Fahndung einzusetzen.

Auch Justizminister Jürgen Martens (FDP) kann sich das vorstellen. "Eine Nutzung von sozialen Netzwerken zur Fahndung nach Straftätern sollte aus verfassungs- und datenschutzrechtlichen Gründen im Einzelfall auf schwerwiegende Straftaten beschränkt bleiben", erklärte er aber. Vor allem müsse sichergestellt werden, dass die personenbezogenen Daten auf Servern der Strafverfolgungsbehörden verbleiben. "Außerdem dürfen die Daten nicht länger als nötig zugänglich sein."

Mit diesen Forderungen trifft der Minister beim Datenschutzbeauftragten des Landes auf Zustimmung. Plattformen, die den geltenden Datenschutzbestimmungen nicht entsprechen, sollten nicht genutzt werden, hieß es aus der Behörde.

"Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt die Nutzung neuer Medien durch die Polizei", erklärte der GdP-Landesvorsitzende Hagen Husgens. Für Facebook spreche, dass damit schnell und aktuell eine große Zahl - vor allem auch junger - Menschen erreicht werden könne. Für die Öffentlichkeitsarbeit, die Nachwuchsgewinnung und auch die Fahndung könnte dieses Instrumentarium eingesetzt werden.

Niedersachsen fahndet erfolgreich per Facebook

In anderen Bundesländern gehört die Verbrecherjagd per Facebook bereits zum Polizeialltag. Niedersachsens Polizei ist mit der sogenannten Facebook-Fahndung äußerst zufrieden. Mehr als ein Dutzend Fahndungserfolge seien unmittelbar auf Hinweise auf der Facebook-Fanpage der niedersächsischen Polizei zurückzuführen, heißt es. Personenbezogene Daten würden aber nicht auf den US-Datenbanken landen, versichert die Strafverfolgungsbehörde.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 25,99€
  2. 2,99€
  3. 2,49€

Sharkuu 23. Jun 2014

tut mir leid, facebook bashen ist nicht erst jetzt im trend, es haben bereits mehr als...

Sharkuu 23. Jun 2014

der witz daran ist, das sie selber sagen, das sie keine plattform verwenden dürfen, die...

Himmerlarschund... 23. Jun 2014

Glashaus... ;-P

Himmerlarschund... 23. Jun 2014

Ja, so wird's wohl gemeint sein. Ich glaube weniger, dass FB zur Analyse verwendet wird...

Galde 22. Jun 2014

Ich war ja schon immer für den "Dislike-Button" ...


Folgen Sie uns
       


Artifact - Fazit

Valve schuldet der Spielerschaft eigentlich noch Half-Life 3. Das Unternehmen will aber anscheinend dafür erst einmal genügend Geld durch das neue Sammelkartenspiel Artifact sammeln.

Artifact - Fazit Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
Machine Learning
Wie Technik jede Stimme stehlen kann

Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
  2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
  3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /