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Soziale Netzwerke: Offline-Freund bleibt wichtiger als Online-Freund

Für Kinder und Jugendliche sind Offline-Freunde wichtiger als die Kontakte in sozialen Netzwerken wie Facebook . Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Bielefeld unter Schülern der fünften bis zehnten Klasse.
/ Steve Haak , dpa
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Bild: Nicolas Asfouri/Getty Images

Auch in Zeiten sozialer Netzwerke wie Facebook hat der "echte" Freund noch lange nicht ausgedient. Einer Studie zufolge bewerten Kinder und Jugendliche den Wert von Freunden, die sie auch außerhalb des Internets treffen, höher als den von überwiegend online gepflegten Freundschaften.

Entwicklungspsychologe Michael Glüer von der Universität Bielefeld will die Ergebnisse(öffnet im neuen Fenster) auf einem fünftägigen Kongress der Deutschen Psychologen Gesellschaft(öffnet im neuen Fenster) vorstellen, der am heutigen Sonntag an der Ruhr-Universität in Bochum beginnt.

"Interaktion findet heute nicht mehr nur untereinander, sondern auch über das Smartphone statt" , sagte Glüer. Die Befragung von rund 1.900 zufällig ausgewählten Schulkindern der fünften bis zehnten Klassen soll Aufschlüsse darüber geben, wie sich dieser Wandel auf die Lebenswelt der Kinder auswirkt. 72,1 Prozent der Befragten gaben an, Mitglied in einem Netzwerk zu sein, mehr als ein Drittel pflegt dort auch enge Freundschaften.

Dabei stuften die jungen Netzwerk-User Freunde, die sie vorwiegend offline treffen, auf einer neunstufigen Skala mit durchschnittlich 7,7 Punkten bedeutsamer ein als Freundschaften, die sie vorwiegend über das Internet pflegen (6,9 Skalenpunkte). "In einem Sozialen Netzwerk lässt sich nicht dieselbe Nähe herstellen. Mimik und Gestik helfen, die Situation zu verstehen" , sagte Glüer. So hätten die Kinder auch angegeben, dass sie Offline-Freunden eher ihre Geheimnisse anvertrauten als den Online-Freunden.


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