Abo
  • Services:

Soziale Netzwerke: Deutsche Minister wollen Deutschpflicht und mehr Daten

Beim Thema Terrorbekämpfung und der Integration von Migranten gibt es immer wieder kuriose Vorschläge. Deutsche Landesminister waren mal wieder besonders kreativ. Es geht, natürlich, um Facebook.

Artikel veröffentlicht am ,
Es gibt mal wieder "kreative" Vorschläge zu Facebook.
Es gibt mal wieder "kreative" Vorschläge zu Facebook. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Die deutschen Innen- und Justizminister wollen soziale Netzwerke wie Facebook verpflichten, künftig schneller Daten an Ermittlungsbehörden zu übermitteln um terroristische Anschläge zu verhindern, wie die Welt am Sonntag berichtet. Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk, CDU, forderte zudem, dass Migranten in sozialen Netzwerken deutsch sprechen sollen.

Stellenmarkt
  1. Continental AG, Frankfurt am Main, Wolfsburg
  2. HB Technologies AG, Tübingen

Thomas Kutschaty, SPD-Justizminister von NRW, sagte der Zeitung: "Wenn es keine zehn Sekunden dauert, dass ein in Deutschland gepostetes Foto auch in Neu-Delhi zu sehen ist, erwarte ich, dass Facebook Anfragen von Strafverfolgungsbehörden innerhalb einer Stunde beantwortet. Ich begreife nicht, warum Facebook sich hier so sperrig zeigt." Was der technische Vorgang der Datenübertragung mit der Prüfung von Anfragen zu tun hat, bleibt wohl das Geheimnis des Ministers.

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann von der CDU will, "dass Unternehmen wie Facebook gesetzlich verpflichtet werden, mit den Strafverfolgungsbehörden besser zusammenzuarbeiten" Es könne nicht sein, dass solche Firmen in Deutschland viel Geld verdienten, man bei der Strafverfolgung aber auf eine langwierige internationale Kooperation beschränkt sei, schreibt die Welt am Sonntag.

Facebook beantwortete 42 Prozent der Anfragen

Aus Facebooks Transparenzbericht geht hervor, dass im vergangenen Jahr 3140 Anfragen von deutschen Behörden an das Unternehmen gerichtet wurden. In etwa 42 Prozent der Fälle seien die Anfragen beantwortet worden.

Tatsächlich reagieren Techunternehmen mitunter sehr schnell. Microsofts Chefjurist Brad Smith sagte auf der RSA-Konferenz, dass das Unternehmen nach den Anschlägen in Paris im vergangenen November auf 14 Anfragen von Regierungsstellen innerhalb von durchschnittlich 30 Minuten geantwortet habe.

Deutschpflicht für Migranten

Einen ganz eigenen Vorschlag zum Thema soziale Netzwerke machte der Verbraucherschutzminister von Baden-Württemberg, Peter Hauk. Er forderte im Interview mit der Heilbronner Stimme, dass Migranten künftig in sozialen Netzwerken auf Deutsch kommunizieren sollten. "Wer in unserem Land lebt, sollte in der Landessprache kommunizieren. Das gilt auch für soziale Medien"

Dies gelte besonders für Muslime: "Muslimische Bürger bewegen sich im Internet häufig nur innerhalb der türkischen Community", sagte der Minister. Tatsächlich gibt es auch außerhalb der Türkei Muslime, zum Beispiel in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt. Diese sprechen meist kein Türkisch.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Canon EOS M100 + Objektiv 15-45 mm + 50€ Cashback für 299€ statt 376,86€ im Vergleich...
  2. (u. a. Inferno Blu-ray Steelbook für 6,99€ und Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs King's...
  3. 16,99€ + 3,49€ Versand (Vergleichspreis ca. 30€)
  4. (u. a. NieR Automata für 20,99€ und Dead in Vinland für 12,49€)

mnementh 09. Aug 2016

Im Film 'Four Lions' geht es um vier islamistische Terroristen in Großbritannien, die...

User_x 09. Aug 2016

kenne nur Hauptwörter auf portugiesisch: Cabraun, Cona, Karaljo... hat mir mal einer...

Der Held vom... 08. Aug 2016

Gar nicht auszudenken, wenn es Kriminelle geben sollte, die sich nicht via Facebook...

Der Held vom... 08. Aug 2016

Sech ma ees ...

AngryFrog 08. Aug 2016

Da hat man jetzt beim nächsten MIA SAN MIA gröhlenden Bajuwaren gleich doppelt Grund in...


Folgen Sie uns
       


Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht

Die Ajax-Arena in Amsterdam wird komplett aus eigenen Akkureserven betrieben. Die USVen im Keller des Gebäudes werden von Solarzellen auf dem Dach und parkenden Elektroautos aufgeladen. Golem.de konnte sich das Konzept genauer anschauen.

Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

    •  /