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Soziale Netzwerke: Big Data soll Suizide verhindern helfen

Mit Hilfe von Big Data will der Staat Kanada gemeinsam mit dem Unternehmen Advanced Symbolics die Suizidprävention verbessern. Dazu sollen rund 160.000 öffentlich zugängliche Profile in sozialen Medien ausgewertet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Ausstellung zum Thema Big Data mit Bildern aus Facebook, London 2016.
Ausstellung zum Thema Big Data mit Bildern aus Facebook, London 2016. (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images for Somerset House)

Der Staat Kanada heuert zur Suizidprävention ein Unternehmen an, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Trends im Internet aufspürt: Advanced Symbolics aus Ottawa. Ziel ist es nicht, einzelne Nutzer etwa auf Facebook oder Twitter ausfindig zu machen, die möglicherweise vor einem Suizidversuch stehen. Vielmehr soll festgestellt werden, in welchen Regionen des Landes eine besondere Gefährdung besteht. Das soll mit einem Vorlauf von zwei bis drei Wochen möglich sein. Dann sollen dort gezielt Präventionsprogramme angeboten und entsprechend geschulte Psychologen tätig werden.

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In einem ersten Schritt wollen Advanced Symbolics und die staatlichen Gesundheitsstellen eine Reihe von Kriterien für "mit Suizid verbundene Verhaltensweisen" entwickeln, nach denen die Algorithmen in den Netzwerken suchen. Das könnten etwa auffällige Diskussionen zu dem Thema sein, berichtet unter anderem der kanadische Nachrichtensender CBC.ca. Danach sollen dann gezielt öffentlich zugängliche Profile analysiert und die Daten so von den Algorithmen ausgewertet werden, dass bei Auffälligkeiten die zuständigen Experten tätig werden können.

Manuelle Meldung statt Big Data in Europa

Bislang gibt es unter anderem bei Facebook ein von Algorithmen gesteuertes System, das Selbsttötungsabsichten in Textbeiträgen und Live-Videos möglichst frühzeitig erkennen soll, um Freunde oder Einsatzkräfte zu informieren. Allerdings kommt das Verfahren derzeit zwar in den USA und in einer Reihe anderer Länder zum Einsatz, aus Datenschutzgründen aber nicht in Europa.

Hierzulande können sich Nutzer bei den Betreibern der meisten sozialen Netzwerke melden, sobald sie etwa in ihrer Timeline entsprechende Absichten bei einem Kontakt zu erkennen glauben. Eine Analyse, die Suizide in geografischen Regionen wie in Kanada finden soll, gibt es nach aktuellem Stand nicht.



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tph 06. Jan 2018

Häufige Nutzung von "sozialen" Netzwerken führt u.U. zu Depressionen u.a. https://www...

SchreibenderLeser 04. Jan 2018

Nö.

Hotohori 04. Jan 2018

Am Ende geht es eben doch immer nur darum andere kontrollieren zu wollen.


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