Soziale Medien: Trump stellt sich hinter gesperrte Rechtsextreme
US-Präsident Donald Trump hat sich nach der Sperrung rechtsextremer Accounts durch die Dienste Facebook und Twitter hinter die betroffenen Nutzer gestellt. "Ich beobachte weiterhin die Zensur amerikanischer Bürger auf den Plattformen sozialer Medien. Das sind die Vereinigten Staaten von Amerika – und wir haben etwas, das Meinungsfreiheit genannt wird. Wir überwachen und beobachten genau!!", twitterte Trump (öffnet im neuen Fenster) am 3. Mai 2019. Zudem kritisierte er, dass der konservative Schauspieler James Woods von Twitter vorübergehend gesperrt worden war.
Hintergrund der Äußerungen Trumps ist das schärfere Vorgehen der sozialen Medien gegen rechtsextreme Accounts. So hat Facebook Anfang Mai 2019 eine Reihe von ultrarechten Kommentatoren aus den USA und Großbritannien von seinen Seiten verbannt. Von der Sperre betroffen ist unter anderem der amerikanische Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der die Website Infowars betreibt. Blockiert wird außerdem der britische Provokateur Milo Yiannopoulos, der immer wieder mit frauenfeindlichen Sprüchen und rassistischen Bemerkungen an die Öffentlichkeit gegangen ist. Von dem Facebook-Bann betroffen ist auch Louis Farrakhan, Chef der radikalen religiös-politischen Organisation "Nation of Islam", wie es in einer Stellungnahme des Unternehmens hieß.
Twitter beharrt auf Tweet-Löschung
Twitter wiederum sperrte den Account des Schauspielers Woods, der nach Angaben verschiedener Medien einen Tweet zu dem Bericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller mit dem Hashtag "#HangThemAll" ("Hängt sie alle") versehen haben soll. Trump fragte in diesem Zusammenhang(öffnet im neuen Fenster): "Wie kann es sein, dass James Woods (und viele andere), eine starke, aber verantwortungsbewusste konservative Stimme, von Twitter verbannt wurde? Soziale Medien & Fake News, zusammen mit ihrem Partner, der Demokratischen Partei, haben keine Vorstellung davon, welche Probleme sie sich selbst verursachen. Sehr unfair".
Nach Angaben des britischen Guardian(öffnet im neuen Fenster) verwies Twitter hingegen darauf, dass Woods mit seinem Tweet gegen die Nutzungsregeln verstoßen habe. Sein Account werde erst dann wieder freigeschaltet, wenn er den Tweet gelöscht habe.
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