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South Park Staffel 19: Gentrifizierung, fiese Yelp-Kritik und gefährliche Werbung

Die 19. Staffel von South Park zeigt wie keine andere Serie, wie man Kritik an modernen Entwicklungen in der Gesellschaft übt. Parker und Stone schaffen es mit heftiger Medienschelte und einem erneut staffelübergreifenden Handlungsstrang, South Park spannender denn je zu machen.

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Butters nach seinem Social-Media-Schutzauftrag
Butters nach seinem Social-Media-Schutzauftrag (Bild: South Park Studios/Screenshot: Golem.de)

Ob Schutz vor Social-Media-Reaktionen, massive Gentrifizierung und Hipster-Hochburgen oder die Macht von Yelp-Kritikern: Die Produzenten Trey Parker und Matt Stone thematisieren mit der aktuellen 19. Staffel wie keine andere Serie gesellschaftliche Probleme im Fernsehen. Sie kombinieren dies zum zweiten Mal mit einem die Staffel durchziehenden Handlungsstrang und einer grundsätzlichen Kritik. Die wird gleich mit der ersten Folge angelegt: mit der Einführung des Charakters von PC Principal als neuem Schulleiter. PC steht für politische Korrektheit - und PC Principal verkörpert diese herrlich übertrieben in praktisch jeder Folge.

Inhalt:
  1. South Park Staffel 19: Gentrifizierung, fiese Yelp-Kritik und gefährliche Werbung
  2. Die 19. Staffel von South Park lohnt sich

Mit der aktuellen Staffel konzentrieren sich Parker und Stone nicht mehr so sehr auf EDV-Themen wie bei der 18. Staffel. Es gibt aber einige Schmankerl: In der vierten Folge, "You're not Yelping", werden selbsternannte Restaurantkritiker ordentlich aufs Korn genommen, die sich auf dem Yelp-Portal zu ernst nehmen und besser behandelt werden wollen.

Als sich die Restaurants dagegen wehren, kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Parker und Stone gehen sogar so weit, Yelp-Kritiker mit ISIS-Kämpfern zu vergleichen. Gewürzt, im wahrsten Sinne des Wortes, wird die Folge am Ende mit einer etwas ekligen Musikeinlage. Yelp-Kritiker bekommen für ihre Leistungen nämlich ganz besondere Zutaten auf ihr Essen.

Pflicht für jeden Social-Media-Interessierten

Sehr gut gelungen ist auch die fünfte Folge, "Safe Space". Sie nimmt sich des Themas Social Media an. Der arme Schüler Butters muss auf Anweisung von PC Principal diverse Persönlichkeiten und ausgerechnet den unbeliebten Cartman vor negativen Social-Media-Kommentaren schützen, indem er nur die guten Kommentare aussortiert und ausgedruckt weitergibt. In der Folge ist Cartman glücklich, dass er nur noch gute Reaktionen auf seine Social-Media-Beiträge bekommt. Butters muss hingegen mit der Realität kämpfen, die ihn bald überfordert. Auch diese Folge zeichnet sich durch ein schönes Musikstück aus:

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Den Höhepunkt findet South Park mit der 8. Folge der 19. Staffel: Sie heißt "Sponsored Content" und ist eine bissige Kritik an unserem Medienverhalten wie auch den Erzeugern der Medien. Der gehbehinderte Jimmy, Herausgeber der Super School News, wird vom Schulleiter PC Principal zurechtgewiesen, weil er den Abdruck des Wortes "retarded" (zurückgeblieben) zugelassen hat. Doch Jimmy, der politische Korrektheit auch als Waffe begreift, will sich seine Integrität als Herausgeber der Schulzeitung nicht nehmen lassen und wirft PC Principal vor, sich in Gegenwart von Behinderten nicht wohlzufühlen. Das bringt diesen natürlich aus dem Konzept, und was folgt, ist ein medialer Machtkampf zwischen PC Principal und Super School News, South Parks letztem Blatt ohne Werbung und Beeinflussung durch Werbung.

Werbung zerstört in der Folge nach und nach die Medienlandschaft in der kleinen Stadt und macht es den Bewohnern immer schwerer, echte Nachrichten zu finden. Die Werbung wird immer intelligenter und passt sich dem Ausweichverhalten der Konsumenten an, bis sie die Inhalte bestimmt: Sponsored Content, der von Werbeblockern nicht mehr erfasst wird und auch von den Konsumenten nicht mehr als Werbung wahrgenommen wird.

Diese sich anpassende Werbung, die gewollt vom Nutzer nicht mehr als solche erkannt wird, sehen Parker und Stone als große Gefahr für die Gesellschaft und halten sie für gefährlicher als Terrorismus. Und weil die beiden South-Park-Macher nichts von politischer Korrektheit halten, muss PC Principal im Staffelfinale feststellen, dass er eigentlich nur benutzt wurde. Gelöst wird die Situation ausgerechnet durch den Umstand, dass in den USA jeder an Waffen kommen kann.

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Die 19. Staffel von South Park lohnt sich 
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Analysator 20. Dez 2015

Hier auch, gar nicht mal dumm :)

borgfish 18. Dez 2015

als antwort zum post über mir huch... waynetrain to somewhere ? ich game dann noch ein...

Muhaha 15. Dez 2015

Es benutzt aber nicht jeder Adblocker. Wird auch nie.

Dwalinn 15. Dez 2015

Golem macht sowas nicht (laut eigener Aussage) Und Golem gehört für mich zu den wenigen...

_warheart_ 15. Dez 2015

Genau meine Meinung. Bei den älteren Staffeln fand ich das zwischendurch mal nett, wenn...


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