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Nach der 20. Staffel folgt das 20-jährige Jubiläum.
Nach der 20. Staffel folgt das 20-jährige Jubiläum. (Bild: South Park Studios)

South Park: 20 Jahre vulgäre, gelungene Gesellschaftskritik

Nach der 20. Staffel folgt das 20-jährige Jubiläum.
Nach der 20. Staffel folgt das 20-jährige Jubiläum. (Bild: South Park Studios)

Vor zwei Jahrzehnten haben Matt Stone und Trey Parker die erste Episode von South Park auf Comedy Central veröffentlicht. Wie die gelbe Konkurrenzfamilie üben die Macher seither bissige Kritik an gesellschaftlichen Missständen, greifen dabei allerdings auf eine anfangs ungewöhnliche Wortwahl zurück.
Von Andreas Sebayang

Am 13. August 1997 haben Matt Stone und Trey Parker die erste Episode von South Park auf Comedy Central veröffentlicht. Nach 20 Jahren und 20 Staffeln ist die Trickserie zu einer festen Institution in der Fernsehlandschaft geworden. Aber nicht nur dort, denn die Macher streamen seit 2008 ihre Episoden auch kostenlos im Netz, wenngleich sich das Angebot mittlerweile von Region zu Region unterscheidet und mitunter mit Geoblocking gearbeitet wird. South Park war aber durchaus ein populärer Vorreiter des Streamings. Geschaffen wurde das Streamingprojekt, weil Stone und Parker selbst keine Lust mehr hatten, ständig ihre Episoden auf fragwürdigen Wegen zu beziehen.

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Mit "Cartman Gets an Anal Probe" startete die Serie seinerzeit und deutete schon mit dem Titel an, dass South Park äußerst frech sein wird. Zudem wurde der überwiegende Teil der Charaktere von Stone und Parker selbst eingesprochen, was auch für viele weibliche Charaktere gilt.

In Deutschland startete die Serie auf RTL mit "Cartman und die Analsonde" mit einer etwas quietschigen Synchronisation erst ein paar Jahre später. Das Internet gab es zwar schon und damit auch den ein oder anderen Weg, um sich die Episoden zeitnaher anzuschauen, doch damals wartete das Gros der Zuschauer noch auf die Synchronisation und deutsche Fernsehsender sträubten sich gegen eine zeitnahe Ausstrahlung. Das hat sich im Laufe der Jahre geändert.

Immer aktuell, oft versaut

Im Laufe der Jahre gab es zahlreiche Highlights der Serie. Viele davon setzten aber eine gehörige Vorkenntnis voraus, vor allem, wenn es um die politischen Entwicklungen in den USA geht. Eine gute Nachrichtenkenntnis vor der Ausstrahlung einer Episode war immer gut. Und auch nach der Ausstrahlung lohnt sich noch eine Suche nach Nachrichten, auf die sich South Park bezieht, um alle Gags zu verstehen.

Alle Highlights aufzuzählen, würde den Rahmen des Artikels sprengen. Vielen in Erinnerung ist sicherlich noch die 6. Episode der 12. Staffel, in der bei South Park das Internet ausfiel (Over Logging), und sei es nur, weil South-Park-Charakter Randy nach langer Pornografie-Abstinenz einen PC-Raum neu dekorierte. Ein paar Jahre davor hat South Park in Episode 8, Staffel 10 zudem ein regelrecht episches Werk mit "Make Love, not Warcraft" geschaffen.

Weg vom Blut, hin zum Binge Watching

In den vergangenen Jahren vollzogen die Macher von South Park eine erstaunliche Wandlung. Während Schimpfwörter und Gewaltdarstellungen immer populärer wurden, mäßigten sich die South-Park-Macher und wurden dadurch gewissermaßen wieder anders. Zudem fanden Stone und Parker Gefallen an einer durchgehenden Geschichte über die gesamte Staffel, was sich vor allem an der 18. und sehr IT-lastigen Staffel zeigte. Trotz der vielen Jahre zeigt die Serie keine Alterserscheinungen oder Müdigkeit der Macher. Allerdings wurde die Anzahl der Episoden je Staffel stark reduziert und somit kann die Serie nicht mehr so oft zeitnahe Gesellschaftskritik üben. Wer die Folgen in englischer Sprache schaut, sieht in der Regel nur wenige Tage nach einem Geschehen mindestens eine kleine Referenz in der Serie.

Zudem hat sich die Serie auch bei der Darstellung gewandelt. In Zeiten von Game of Thrones, wo das Blut schon fast literweise fließt, nimmt sich South Park ein wenig zurück und konzentriert sich auf Story-Elemente, die mitunter nur funktionieren, wenn der Zuschauer auch die vorherigen Episoden kennt. Eine der neueren South-Park-Staffeln lässt sich locker am Stück als eine große Geschichte genießen.

Auch dieses Jahr bleibt es spannend in South Park. Die 21. Staffel wird Mitte September 2017 anlaufen. Erneut nur noch mit zehn Episoden. Ein Teil der schöpferischen Kraft wird offensichtlich für das mehrfach verschobene nächste South-Park-Spiel benötigt, das voraussichtlich während der 21. Staffel auf den Markt kommt. Die Erwartungen dürften nach Der Stab der Wahrheit hoch sein.


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Baertiger1980 16. Aug 2017

South Park bietet seit Jahren das selbe, nur eben auf einer Ebene die offensichtlich...

Baertiger1980 16. Aug 2017

+1

LordSiesta 15. Aug 2017

Geht mir ähnlich; dass James Cameron im Maeiannengraben war, habe ich auch zuerst in...

LordSiesta 15. Aug 2017

Die wurden nach eigener Aussage total von Trumps Wahlsieg überrascht und mussten die...

LordSiesta 15. Aug 2017

Ja, diese Zeiten vermisse ich gar nicht. Wehe, wenn der Videoplayer die Internetleitung...



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