SourceDNA: iOS-Apps spionieren Nutzer aus

IT-Analysten warnen, dass 256 iOS-Apps widerrechtlich Nutzerdaten sammeln könnten. Apple reagiert und nimmt die verdächtigen Apps aus seinem App Store. Eine chinesische Werbefirma soll die fraglichen Apps manipuliert haben - fast eineinhalb Jahre lang unbemerkt.

Artikel veröffentlicht am , Franziska Schwarz/Süddeutsche.de
Ein Code-Fragment, das für das auslesen der Apple-ID verantwortlich sein soll.
Ein Code-Fragment, das für das auslesen der Apple-ID verantwortlich sein soll. (Bild: Sourcedna)

In Apples App Store sind IT-Analysten zufolge Hunderte Apps im Angebot gewesen, die unerlaubt Nutzerdaten sammelten. 256 der Anwendungen konnten etwa E-Mail-Adressen oder Smartphone-Seriennummern abgreifen, wie die Firma SourceDNA mitteilte. Damit verstießen die Apps gegen die Richtlinien des US-Konzerns. Bei der Prüfung, die Apps vor der Zulassung zum Store unterlaufen, seien die verdächtigen Programme jedoch nicht aufgefallen.

Die Apps sollen vor allem von chinesischen Entwicklern stammen - die vermutlich nicht ahnten, dass ihre Programme die Daten sammelten. SourceDNA geht davon aus, dass sie ein Software Development Kit (SDK) nutzen, das die chinesische Werbefirma Youmi ihnen anbot. Die soll die privaten Nutzerdaten dann verwertet haben. Das Kit der Firma soll schon seit eineinhalb Jahren im Umlauf sein.

Apple: "Mehrere fragliche Apps identifiziert"

Apple hat inzwischen auf den Bericht von SourceDNA reagiert. Der US-Konzern bestätigte den Experten, die Apps mit der fraglichen SDK gefunden zu haben und aus seinem Angebot zu entfernen. Man arbeite nun eng mit den Entwicklern zusammen, um ihre Apps den Richtlinien des Stores anzupassen.

Die SourceDNA-Mitarbeiter vermuten, dass bereits mehr als eine Million der verdächtigen Apps heruntergeladen wurden. Das seien zwar zunächst vergleichsweise wenig, schreiben sie, sie fürchteten jedoch, dass weitere Apps manipuliert sein könnten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /