Soundwave: Microsoft entwickelt Gestenerkennung per Ultraschall

Soundwave ist ein von Microsoft Research entwickeltes System zur Gestenerkennung. Es nutzt den Lautsprecher und das Mikrofon eines mobilen Gerätes, um zu erkennen, wie der Nutzer seine Hände bewegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Soundwave: Gesten verändern Frequenz eines Ultraschalltons
Soundwave: Gesten verändern Frequenz eines Ultraschalltons (Bild: Microsoft Research/Screenshot: Golem.de)

Mit der Kinect hat Microsoft ein ausgeklügeltes und vielseitig einsetzbares System zur Gestenerkennung entwickelt. Nachteil: Der Nutzer braucht einen speziellen Sensor dafür. Diesen in ein Smartphone zu integrieren, sei relativ teuer, erklären vier Entwickler bei Microsoft Research. Sie haben ein neues System zur Gestenerkennung erdacht, das ohne einen solchen Sensor auskommt: Es nutzt das Mikrofon des Gerätes.

Stellenmarkt
  1. SAP-Applikationsmanager (w/m/d) Logistik- und Instandhaltungsprozesse
    Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
  2. Digital Operation Manager (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden
Detailsuche

Soundwave haben Sidhant Gupta, Dan Morris, Shwetak Patel und Desney Tan das System genannt, das sich den Dopplereffekt zunutze macht. Der Effekt, benannt nach dem österreichischen Physiker Christian Doppler, bezeichnet die Veränderung der Frequenz von Wellen - in dem Fall von Schallwellen -, wenn sich die Schallquelle und ein Beobachter relativ zueinander bewegen.

Unhörbarer Ton

Das System nutzt die Lautsprecher und das Mikrofon eines Notebooks oder eines Smartphones. Die Lautsprecher senden dauerhaft einen Ton im Frequenzbereich zwischen 20 und 22 Kilohertz aus, der für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar ist. Das Mikrofon des Gerätes hingegen hört ihn. Vollführt der Nutzer Gesten vor dem Computer, verändern sich die Frequenzen: Bewegt er die Hand in Richtung der Schallquelle, wird sie höher, bewegt er sie davon weg, sinkt die Frequenz.

Das Mikrofon des Gerätes fängt die Veränderungen auf, eine Software interpretiert diese und setzt sie in Steuerbefehle um. Das System ist dabei unempfindlich gegen andere Schallquellen: Der Nutzer kann also durchaus gleichzeitig Musik über sein Notebook hören und das Soundwave-System einsetzen. Auch von der Geräuschkulisse in einem Café hat sich Soundwave laut den Wissenschaftlern nicht stören lassen.

Tetris per Geste

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    , Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das System versteht bereits mehrere Gesten: So kann der Nutzer durch Auf- und Abbewegen der Hand durch das Dokument scrollen. Die Richtung ändert er durch eine Art Doppelklick, also durch ein kurzes zweifaches Bewegen der Hand. Auch ein waagerechtes Blättern durch Wischen oder zweihändige Gesten sind möglich. Der Nutzer kann sogar Tetris per Gestensteuerung spielen. Schließlich haben die Microsoft-Mitarbeiter eine Sicherheitsfunktion entwickelt: Erkennt Soundwave, dass sich der Nutzer von seinem Computer entfernt, versetzt das System diesen in den Ruhezustand.

Ihr Konzept stellen die Microsoft-Entwickler auf der ACM SIGCHI Conference on Human Factors in Computing Systems vor, die gegenwärtig in Austin im US-Bundesstaat Texas stattfindet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


amp amp nico 22. Dez 2012

Auftragen - Polieren! Auftragen - Polieren!

amp amp nico 22. Dez 2012

Nicht nur die. Vermutlich keine Technik für Hunde- und Katzenbesitzer.

Hu5eL 09. Mai 2012

schafft das dann auch noch günstige hardware?

Endwickler 08. Mai 2012

Ehe noch jemand mit Autovergleichen kommt, vergleiche ich hier mal Autofahrer: Einer...

Bouncy 07. Mai 2012

Die Trottel von MS hatten wahrscheinlich den absurden Gedankengang, dass dieses Programm...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
MS Satoshi
Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
Von Elke Wittich

MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
Artikel
  1. Gigafactory Berlin: Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung
    Gigafactory Berlin
    Tesla verzichtet für Akkufertigung auf staatliche Förderung

    Tesla verzichtet für die geplante Akkufertigung in Grünheide bei Berlin auf eine mögliche staatliche Förderung in Milliardenhöhe.

  2. Microsoft: Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt
    Microsoft
    Xbox-Spieler in Halo Infinite von Crossplay genervt

    Im Multiplayer von Halo Infinite gibt es offenbar immer mehr Cheater. Nun fordern Xbox-Spieler eine Option, um gemeinsame Partien mit PCs zu vermeiden.

  3. 50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen
     
    50 Prozent bei IT-Weiterbildung sparen

    Die Black Week 2021 in der Golem Karrierewelt läuft weiter: 50 Prozent bei zahlreichen Live-Workshops, Coachings und E-Learnings sparen - noch bis Montag!
    Sponsored Post von Golem Akademie

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Heute ist Black Friday • Corsair MP600 Pro XT 1TB 167,96€ • Apple Watch Series 6 ab 379€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /