Wie hören wir?

Der Mensch hört im Frequenzbereich von etwa 16 Hertz bis 20.000 Hertz. Allerdings nimmt er nicht alle Frequenzen gleich gut wahr. Bei sehr tiefen Tönen etwa ist es schwierig zu erkennen, aus welcher Richtung sie kommen - für eine sicherheitsrelevante Anwendung ist das keine gute Voraussetzung. Im hohen Frequenzbereich hingegen kann der Mensch das Hörvermögen verlieren - altersbedingt oder aufgrund von Lärmschäden.

  • Wie soll sich ein Elektroauto anhören? Hugo Fastl in seinem Soundlabor an der TU München. (Foto: Uli Benz/ TUM)
  • Leise Elektrautos sollen Geräusche abstrahlen, damit sie gehört werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Elektro-Porsche soll wie ein Porsche klingen ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und nicht wie ein E-Smart, hier das Konzept Vision EQ Fortwo.  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Leise Elektrautos sollen Geräusche abstrahlen, damit sie gehört werden. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Im physikalischen Sinne gleich laute Töne, also Töne mit gleichem Pegel, würden trotzdem anders wahrgenommen, sagt Fastl. Das hänge mit der Klangfarbe zusammen: Breitbandige Signale mit viele Frequenzen werden bei gleichem Pegel viel lauter wahrgenommen als schmalbandige Signale. Die Unterschiede der empfundenen Lautstärke seien eklatant: bis zu einem Faktor von 2 bis 3.

Lautheit statt Lautstärke

Die Psychoakustiker messen deshalb auch eine andere Größe: die Lautheit, die die empfundene Lautstärke beschreibt. Die Maßeinheit dafür ist Sone. "Das ist das Gehör-richtige Maß für die Lautstärke. Das hängt zwar mit dem dB-Maß zusammen, aber es ist nicht das Gleiche", erläutert Fastl.

Die Forscher experimentieren sowohl mit breitbandigen als auch schmalbandigen Signalen. Aber, sagt Fastl, sie müssten sich dabei auch an den technischen Möglichkeiten orientieren. Für tiefe Töne bedürfe es großer Lautsprecher: "Auf den Rockkonzerten für die Bässe sind das dann meterhohe Lautsprechertürme. Das ist an einem Auto nicht sinnvoll."

Das Auto tönt nur bei Gefahr

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Der Lärmpegel der Autos soll nicht dem eines Rockkonzerts gleichen - auch das ist eine Vorgabe der EU: Der Lärmpegel soll gegenüber dem aktuellen sinken. Auf lange Sicht, sagt Fastl, würden die Elektroautos nur noch dann einen Ton abstrahlen, wenn Gefahr bestehe, also ein Fußgänger oder Radfahrer gewarnt werde müsse. Die dafür nötige Sensorik werde mehr und mehr Standard. "Da ist schon noch ein gewisser Weg zu gehen. Aber wir halten das für machbar und auch für finanzierbar."

Apropos Rockkonzert: Eine naheliegende Möglichkeit wäre es, statt ein Fahrzeuggeräusch zu erzeugen, die Musik, die ohnehin meist im Auto läuft, zu nutzen, um Fußgänger zu warnen. Fastl winkt ab: Das sei von Staats wegen nicht vorgesehen - und auch nicht wünschenswert: Während einer Gastprofessur in Japan habe er einen Drucker entwickelt, der beim Drucken eine Melodie spielte. "Zunächst ist das ein sehr netter Gag und jeder hat gesagt: 'Wunderbar, der Drucker spielt eine kleine Melodie.' Aber nach spätestens zwei Wochen kann das keiner mehr hören."

Also keine Musik, sondern ein anderer emotionaler Klang.

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 Sounddesign: Wie vertont man ein geräuschloses Auto?Klang erweckt Emotion 
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interlingueX 28. Mai 2018

Mir persönlich würden leise Städte auch wesentlich besser gefallen &#8211...

dantist 27. Mai 2018

Dachte ich mir auch. Auf meinem Fahrradweg zur Arbeit gibt es einen Abschnitt, auf dem...

RipperFox 25. Mai 2018

Gelungener Fahrzeugsound: https://youtu.be/FyinD6ZDqeg?t=11 Für E-Roller gibt's auch...

dmark 24. Mai 2018

Lanz Bulldog rulez! https://www.youtube.com/watch?v=fFrDA11ysyg

cpt.dirk 19. Mai 2018

Darwin sortiert nicht, der verleiht nur die Awards ^^



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