Sound Wallet: Private Schlüssel, auf Schallplatte gepresst

Für 0,09 Bitcoin lässt sich der private Schlüssel zum eigenen Bitcoin-Vermögen auf eine Schallplatte pressen. Wer sie abspielt, hört nur Rauschen. Ausgelesen wird der Schlüssel wieder über ein Spektrometer.

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Mit Sound Wallet lassen sich Bitcoin-Schlüssel auf Schallplatte pressen.
Mit Sound Wallet lassen sich Bitcoin-Schlüssel auf Schallplatte pressen. (Bild: Sound Wallet/Screenshot: Golem.de)

Seine Crowdfunding-Kampagne bei Startjoin schlug fehl. Trotzdem bietet Theodore Goodman weiterhin seinen Dienst Sound Wallet an. Damit lassen sich private Bitcoin-Schlüssel in Audiodateien verwandeln und beispielsweise auf Schallplatte pressen. Die Tonspur eines solchen Schlüssels ist meist weniger als eine Minute lang. Der Rest der Schallplatte wird mit elektronischer Musik aufgefüllt.

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Der in Offenbach wohnende Goodman nimmt dafür aber nicht den privaten Schlüssel selbst entgegen, denn der ist der Schlüssel zum Bitcoin-Vermögen und sollte nur seinem Besitzer bekannt sein. Stattdessen muss der Anwender den Schlüssel selbst nochmals verschlüsseln, etwa mit dem kryptographischen Protokoll BIP38 samt einem Passwort. Das Passwort sollte möglichst lang und komplex sein, denn es gibt dafür bereits Bruteforce-Cracker, die zumindest 4-stellige PINs in weniger als zwei Tagen knacken können.

Der nochmals verschlüsselte private Schlüssel wird von Goodman in Empfang genommen, der aus dem Bild der Zeichenkette eine Audiodatei macht. Mehr als ein Rauschen ist darin nicht zu hören. Anschließend erhält der Besitzer des Schlüssels eine WAV-Datei für eine beliebige Spende, eine CD für 0,015 Bitcoin oder eben eine, weitaus kultigere, Schallplatte für 0,09 Bitcoin inklusive Versand. Nach aktuellem Wechselkurs sind das etwa 35 Euro.

Damit landet das Bitcoin-Vermögen in einem sogenannten Cold Storage, also fernab von einem Netzzugang - etwa in einem Schallplattenregal in einem Cover von AC/DC, Heintje oder Frank Zappa, wo es niemand vermutet. Sie könnte auch gerahmt an die Wand gehängt oder in einem Safe weggesperrt werden, schreibt Goodman. Über Sound Wallet lässt sich eine hochqualitative Schallplatte pressen. Goodman zeigt aber auch, wie ein Anwender selbst eine Audiodatei erstellen kann. Die Zeichenkette kann dafür zunächst in einen Texteditor eingegeben werden, zur Sicherheit mehrfach untereinander. Davon wird ein Screenshot erstellt. Im kostenlosen Software-Synthesizer Virtual ANS lässt sich eine Bilddatei dann in Klang verwandeln und umgekehrt.

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Der Schlüssel lässt sich aus dem so erzeugten Rauschen auch mit einem Spektroskop wieder auslesen. Für Android gibt es dafür die App Androspectro. Dass sie funktioniert, zeigt das Video von der Crowdfunding-Webseite. Alternativ lässt sich auch Audacity verwenden. Der eigentliche private Schlüssel muss dann wieder per Passwort aus der BIP38-Verschlüsselung extrahiert werden. Wer allerdings einen Kratzer in der Schallplatte hat, ist sein Bitcoin-Vermögen los.

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soundwallet 06. Dez 2014

Man -muß- nicht diese android app benuzten, es gibt viel andere moglichkeiten, audacity...

soundwallet 06. Dez 2014

ich wird sagen ein backup als paper sowohl als auch sound wallet konnte sinn machen...

soundwallet 06. Dez 2014

ich habe kassetten im angebot, "DARK TAPE" Schallplatte kann viel langer als kassette...

soundwallet 06. Dez 2014

stimmt, ein kratz oder mehrige krazer sollte kein problem sein, man muß selber mit ihre...



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