• IT-Karriere:
  • Services:

Sorm statt Prism: Russischer Geheimdienst will Totalüberwachung in Sotschi

Einem Bericht des Guardian zufolge plant der russische Inlandsgeheimdienst FSB die flächendeckende Überwachung von Kommunikation bei den Winterspielen 2014 in Sotschi. Dafür soll das System Sorm sorgen, das Provider direkt anzapft.

Artikel veröffentlicht am ,
Präsident Putin empfängt das Olympische Feuer in Moskau am 6. Oktober 2013.
Präsident Putin empfängt das Olympische Feuer in Moskau am 6. Oktober 2013. (Bild: Sergei Karpukhin/Reuters)

Der russische Geheimdienst FSB will bei den Winterspielen von Sotschi sämtliche Kommunikation per Telefon, Smartphone und Internet überwachen. Dies geht aus einem Bericht des Guardian hervor, der sich auf Unterlagen von russischen Journalisten stützt. Sowohl Teilnehmer an den Olympischen Spielen als auch Besucher sollen demnach ausgespäht werden.

Stellenmarkt
  1. Vodafone GmbH, Düsseldorf
  2. Komm.ONE Anstalt des öffentlichen Rechts, verschiedene Standorte

Dazu soll die Infrastruktur des Urlaubsorts in den vergangenen Monaten durchgehend an das System "Sorm" angeschlossen worden sein. Hinter dem Kürzel, das frei übersetzt für ein "System für operative Ermittlungsaktionen" steht, verbirgt sich eine ausgeklügelte Infrastruktur des Inlandsgeheimdienstes. Basierend auf seit 1995 immer wieder geänderten russischen Gesetzen zur Fernmeldeüberwachung müssen Provider dem FSB direkte Schnittstellen zu Sorm zur Verfügung stellen.

Wie Prism, nur schlimmer

Dazu gehört laut Guardian mittlerweile auch die Paketüberwachung (deep packet inspection), so dass sich der unverschlüsselte Datenverkehr im Internet in Echtzeit überwachen lässt. Dabei soll es auch möglich sein, direkt nach bestimmten Stichwörtern zu suchen. Der kanadische Bürgerrechtsexperte Ron Deibert, Leiter des Citizen Lab an der Universität von Toronto, bezeichnete Sorm und seine Funktionen gegenüber der britischen Zeitung als ein "Prism auf Steroiden".

Zur Zielsetzung der Totalüberwachung stellt der Guardian eine naheliegende Spekulation an. So soll mit dem System wohl unter anderem die Einhaltung der neuen Gesetze gegen "homosexuelle Propaganda" gewährleistet werden. Mögliche Solidaritätsbezeugungen mit homosexuellen Menschen während der Spiele will Russlands Regierung unter allen Umständen verhindern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-47%) 21,00€
  2. (-91%) 2,20€
  3. 58,48€ (PC), 68,23€ (PS4) 69,99€ (Xbox One)

GrannyStylez 08. Okt 2013

Ich danke dir auf jeden Fall für deinen Tipp ich glaub ich werde mich da bisschen...

Endwickler 08. Okt 2013

Das gilt für die ganze Welt. Aber da die Menschen nicht besser werden sondern sie nur...

Andre S 07. Okt 2013

Ich würde sagen beides ist schlimm aber du kannst "Antihomo" Gesetze nicht "Kinderkram...

actionjaxor 07. Okt 2013

das ist jetzt modern. siehe den beitrag des geliebten ex-nsa-chefs michael hayden...

teenriot 07. Okt 2013

http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/warum-ich-in-den-hungerstreik-getreten-bin...


Folgen Sie uns
       


Elektrifizierte Tiefgarage von Netze BW angesehen

Wir haben uns ein Testprojekt für eine elektrifizierte Tiefgarage im baden-württembergischen Tamm zeigen lassen.

Elektrifizierte Tiefgarage von Netze BW angesehen Video aufrufen
Telekom, Vodafone: Wenn LTE schneller als 5G ist
Telekom, Vodafone
Wenn LTE schneller als 5G ist

Dynamic Spectrum Sharing erlaubt 5G und LTE in alten Frequenzbereichen von 3G und DVB-T. Doch wenn man hier nur LTE einsetzen würde, wäre die Datenrate höher.
Ein Bericht von Achim Sawall

  1. Telekom Große Nachfrage nach Campusnetzen bei der Industrie
  2. Redbox Vodafone stellt komplettes 5G-Netz in einer Box vor
  3. 5G N1 Telekom erweitert massiv das 5G-Netz mit Telefónica-Spektrum

Außerirdische Intelligenz: Warum haben wir noch keine Aliens gefunden?
Außerirdische Intelligenz
Warum haben wir noch keine Aliens gefunden?

Seit Jahrzehnten gucken wir mit Teleskopen tief ins All. Außerirdische haben wir zwar bisher nicht entdeckt, das ist aber kein Grund, an ihrer Existenz zu zweifeln.
Von Miroslav Stimac


    Unix: Ein Betriebssystem in 8 KByte
    Unix
    Ein Betriebssystem in 8 KByte

    Zwei junge Programmierer entwarfen nahezu im Alleingang ein Betriebssystem und die Sprache C. Zum 50. Jubiläum von Unix werfen wir einen Blick zurück auf die Anfangstage.
    Von Martin Wolf


        •  /