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Würden Hacker Züge entgleisen lassen? Die Frage will das Honeytrain-Projekt beantworten.
Würden Hacker Züge entgleisen lassen? Die Frage will das Honeytrain-Projekt beantworten. (Bild: Sophos)

Wie weit würden Cyberkriminelle gehen?

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Für Sophos dient Honeytrain aber eher als Studienobjekt. Das Unternehmen will erfahren, was Angreifer täten, wenn sie auf ein solches System Zugriff hätten. Es will zudem wissen, wie viele Hacker welche Ziele anvisieren, etwa wie viele davon tatsächlich die Weichen oder eher die Fahrkartenpreise zu ihren Gunsten manipulieren würden. Anhand von Angriffsmustern und Uhrzeiten wollen die Experten bei Sophos so viel wie möglich über die Hacker erfahren, die auf Honeytrain zugreifen.

Tausende Angriffe in wenigen Stunden

Das Experiment, das Sophos zusammen mit dem IT-Sicherheitsunternehmen Koramis zunächst als Pilotprojekt auf der Cebit 2014 vorgestellt hatte, soll ab jetzt sechs Wochen laufen. Die Angriffe selbst erfolgen unter anderem auf Komponenten von Siemens, die als Steuerungssystem weit verbreitet zum Einsatz kommen. Letztendlich lägen die Schwachstellen aber in der Konfiguration und nicht unbedingt in den Komponenten selbst, sagte der für Honeytrain zuständige Experte Marco di Filippo.

Insgesamt gibt es zwölf Schwachstellen in dem System, die allerdings bereits bekannt sind. Die IP-Adressen des Honeytrain-Projekts würden auf der Cebit zwar öffentlich gemacht, deshalb würden die Ergebnisse der Untersuchung aber nicht verfälscht, sagte di Filippo. Ohnehin sei die Honeytrain in wenigen Minuten von Hackern als offenes System entdeckt und die IP-Adressen seien bereits im Internet verbreitet worden. Von neun Uhr morgens bis zum Mittag am ersten Tag habe es bereits mehrere Tausend Angriffe auf das System gegeben - von Hackern aus aller Welt. Es waren so viele, dass die dafür bereitgestellte Leitungskapazität kaum ausreichte.

Offenes System entdeckt

Die Liste der Herkunftsländer, aus denen die Hackerangriffe stammen, führten bis 14 Uhr die USA und China an. Auf die Herkunft der Angreifer ließen sich daraus aber keine Rückschlüsse ziehen, sagte di Filippo. Denn fast alle Angreifer nutzten VPN-Zugänge, um ihre eigene Herkunft zu verschleiern. Genaueres lasse sich erst später sagen, etwa wenn Uhrzeit und Position mit weiteren Analysen verglichen würden.

Welche Ergebnisse das Honeytrain-Experiment tatsächlich bringen wird, wissen die Experten bei Sophos noch nicht. Wie wichtig die Analyse von solchen Angriffen ist, zeigte sich während einer ersten Live-Demonstration des Honigtopfs. Über die Suchmaschine Shodan entdeckte di Filippo gleich ein zum Internet hin offenes echtes System, dessen Aufbau dem Honeytrain-Projekt ähnelte.

 Sophos: Honeytrain soll Hacker in die Falle locken

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redwolf 18. Mär 2015

http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment Genauso moralisch fragwürdig.

UristMcMiner 18. Mär 2015

der "Falle" Wie so ein Experiment, das sicher nicht darauf abzielt, "echte" Hacker bzw...

Menplant 18. Mär 2015

Da gibts eine schöne Show von Louis C.K. "If Murder Was Legal" (findet man bei youtube).

x-beliebig 18. Mär 2015

ich glaube es wird Zeit für eine neue Disziplin: Der Honeyhacker oder vielleicht auch...

User_x 17. Mär 2015

wäre das projekt beteits 6 monate gelaufen und in der schlussphase hätte ichs noch...



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