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Die Floppy überlebt die teure MO-Technik

Gegen die magneto-optische Technik sprach immer die komplizierte Technik, die billige Laufwerke unmöglich machte und zu dem Preis führte, der vielen Kunden zu hoch war. Da half auch das Argument nicht, dass die Medien 30 Jahre und mehr durchhalten würden, um den Anwender davon zu überzeugen, mehr Geld auszugeben - auch wenn die Technik in den vergangenen 20 Jahren bewiesen hat, dass sie ihr Geld wert war.

  • Hi-MD-Player samt Medium (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • TDK-Medium vor der Hi-MD-Zeit mit 74 Minuten Spielzeit (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber schützt Ober- und Unterseite der MD. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Minidisc wird im Unterschied zur verwandten MO-Disk mit einem c geschrieben. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier greift der Motor hinein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es in gut sortierten Audioabteilungen auch vorbespielt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Diese MDs werden nur auf einer Seite geöffnet. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Links gut zu sehen: der Mechanismus, der den Schieber festriegelt. Mit Fingernageleinsatz bekommt man MDs trotzdem auf. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schreibschutz einer MD (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es häufig in transparenten Hüllen. Die Technik sah damals so spannend aus! (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es gab aber auch Medien, die nicht zeigten, was in ihnen steckte. Sharps 60-Minuten-Disk wirkt wie ein Fremdkörper. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MD-Hülle versus Kassettenhülle. Beide Formate sind viel handlicher als das der CD. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die MD ist deutlich kleiner als eine Kassette. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Trotzdem konnte sich die Minidisc nicht weit genug durchsetzen, um selbst die Kassette zu verdrängen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu einer Schallplatte wirkt die MD wirklich mini. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schallplatten werden heute noch gepresst, auch wenn es nur noch wenige Maschinen gibt und diese mittlerweile gesucht werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Auftragsbücher einiger Schallplattenhersteller sind gut gefüllt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Schallplattenhülle muss nicht viereckig sein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Mit acht Ecken geht es auch. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Verwirrte unsere Leser in sozialen Netzwerken: Viele dachten, es sei eine 5,25-Zoll-Diskette. Tatsächlich hat sie aber 2,75 Zoll mehr. Im Bild sind übrigens 2,5-Euro-Stücke. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Mac mit Laserdisc-Slot-In-Laufwerk? Schön wär's! Obwohl die Displays mittlerweile groß genug sind, kam niemand auf die Idee, das zu verwirklichen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber einer 5,25-Zoll-MO wird von einem 10-Mark-Stück aufgehalten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eines der ersten ZIP-Laufwerke... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... für 100-MByte-Medien mit parallelem Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik hielt sehr lange auf dem Markt durch. Hier das 750-MByte-Modell... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... mit USB-Anschluss. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Diesen Film muss man noch mittendrin umdrehen, es sei denn, der Nutzer hat einen LD-Player mit zwei Köpfen. Diese Star-Wars-Version wurde übrigens noch nicht von George Lucas überarbeitet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Eine UDO in unserer Sammlung. Mangels Laufwerk haben wir sie nie ausgepackt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD wurde von Microsoft mit dem zusätzlichen Xbox-Laufwerk unterstützt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Artverwandt: Die MO-Technik, hier mit einem Fujitsu-Laufwerk mit USB-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik ist leider sehr langsam beim Schreiben. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Jaz-Laufwerke gehören zu den Wechselplattensystemen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Hier ein Modell mit externem SCSI-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD war Gegenspieler zu Sonys Blu-ray, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... die nur kurz auf dem Markt war. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Clik-Laufwerk. Ja, es ist noch eingeschweißt. Wir warten auf die richtige Gelegenheit, um es auszupacken und den Duft eines fabrikneuen Clik-Laufwerks einzuatmen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Für Besitzer von MO-Laufwerken interessant... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ...ist dieser Adapter. Damit sollten von der Kamera direkt die Bilder auf eine kleine MO gesichert werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Travan-Band, das mal zur Sicherung verwendet wurde. Dieses Band hatte zu viele Schreibzyklen und wurde vom mittlerweile entsorgten Laufwerk nicht mehr erkannt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Verschiedene Diskettengenerationen (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • MOs im Großformat... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... sind schwer, unhandlich, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... aber dafür ziemlich robust. Rechts ist ein 9,1-GByte-Medium zu sehen. Die Laufwerke gab es wie hier zu sehen in halber Bauhöhe. Auch in voller Bauhöhe waren die schweren und ziemlich heiß werdenden Laufwerke verfügbar.  (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die kleine 3,5-Zoll-MO... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... war schön leicht. Hier zu sehen ist ein OW-Medium, das beim Schreiben ohne Löschvorgang auskommt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Medien waren der Vorläufer der DVD-RAM. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Sie existierten etwa zur gleichen Zeit wie Caddy-basierte CD-Laufwerke. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Unsere Fotografin ist so jung, dass sie nicht einmal wusste, wie sie den Datenträger in den Caddy legen muss. Das wird für die Nachwelt hier dokumentiert. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Gut zu sehen: der Schieber, damit der Laser auf die CD gerichtet werden kann. Der Deckel ist aus anderen Gründen transparent. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Caddy-Laufwerk von Plextor (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Laufwerk von Panasonic. Eine LED zeigt an, ob eine PD oder CD eingelegt wurde. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Darunter befindet sich das Caddy-Laufwerk. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die DVD-RAM kam mit Caddy. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Schon damals war absehbar, dass die Caddys nur im professionellen Umfeld gebraucht werden. Deswegen konnten die Medien bei einigen Caddys herausgenommen werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Minidisc-Recorder MXD-D3 beim schnellen Kopieren. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
  • Display des Sony MXD-D3 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Schon damals war absehbar, dass die Caddys nur im professionellen Umfeld gebraucht werden. Deswegen konnten die Medien bei einigen Caddys herausgenommen werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
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Der Caddy und die aufwendigen Lademechanismen kosten nun einmal Geld und sind sicher auch ein Grund dafür, dass erst die Daten-CD und später auch die DVD-RAM sowie beschreibbare Blu-rays ohne Schutzhülle benutzt wurden. Und ein weiterer Grund sprach gegen die MO-Technik: Sie ist beim Beschreiben prinzipbedingt sehr langsam. Beim Lesen waren die Laufwerke auch nicht besonders fix. Fujitsus Dynamo 2300U2 (PDF-Datenblatt) erreichte höchstens 8,5 MByte/s (2,3 GByte Gigamo). Schreibwerte gab Fujitsu lieber gar nicht an. Wir können leider nur Werte unseres Gigamo-Laufwerks der ersten Generation nennen: Bei einem 1,3-GByte-Medium erreichen wir 4 bis 5 MByte/s lesend und quälend langsame 650 KByte/s schreibend.

CD-Brenner erreichten früh hohe Schreibgeschwindigkeiten

CDs erreichten schon Ende der 1990er Jahre atemberaubende Geschwindigkeiten. 1999 berichteten wir von Kenwoods fast schon vergessener Multi-Beam-Technik namens TrueX. In der Anfangszeit von Golem.de waren CD-Datenraten von fast 8 MByte/s (52fach) bereits möglich und CDs konnten immerhin mit 8facher Geschwindigkeit gebrannt werden, was etwa 1,2 MByte/s entsprach. Dafür wurden in dieser Zeit Medien häufiger verbrannt. Weit verbreitet war der sogenannte Buffer-Underrun, bei dem beim Brennvorgang die Daten nicht schnell genug zum Laser kamen. Dagegen wurden Schutzmechanismen in die Firmware der Brenner späterer Generationen eingebaut, die sich früher qualitativ noch stark voneinander unterschieden. Manch ein Anwender klagt zudem, dass seine CDs aus der Anfangszeit der Brenner trotz erfolgreichem Brennvorgang jetzt nicht mehr lesbar sind. Nicht selten wurden zu billige Rohlinge aus dem Supermarkt genutzt. Die MO-Technik hatte all diese Probleme nie. Auch dass der eine Brenner bestimmte Rohlinge besser beschreiben kann als ein anderer, ist ein Phänomen, das der MO- und MD-Technik fremd ist.

Sonys Minidisc und die MO-Disk haben jeweils über 20 Jahre Lebenszeit erreicht. In der Zwischenzeit wurden viele Techniken eingeführt und wieder abgeschafft. Die MDs waren indirekt mit ISA-, Vesa-Local- und PCI-Bus verbunden und arbeiteten in Rechnern, die mit seriellen-, PS/2- und USB-Mäusen bedient wurden. Parallele Drucker und SCSI-Scanner verschwanden, von externem SCSI wurde zu USB (MO und MD) und Firewire (nur MO) gewechselt.

Das Archivierungsversprechen der Hersteller werden beide Techniken dennoch kaum erreichen. Denn die große Schwachstelle der Technik sind die Laufwerke, und die wird es bald nicht mehr geben. Ein Nachbau in Kleinserie wäre viel zu teuer. Ausgerechnet die 3,5-Zoll-Floppy-Disk mit 1,44 MByte hat dieses Problem nicht. Wer in seinem Keller ein gut erhaltenes Medium mit Maniac Mansion findet, geht einfach zum gut sortierten Elektronikmarkt und kauft sich ein nagelneues Floppy-Laufwerk - und zwar mit USB-Anschluss!

 Nicht nur optische Datenträger eignen sich als Archivmedium
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ladygirl 13. Aug 2017

weil die immer mir ausrede kam sie hätten die bestellt was garnicht stimmte wer neue...

ladygirl 10. Mär 2017

Sie Klugscheißer Dank solche Leute wie Ihnen gibt es keine Mini Disc mehr ! Wenn einem...

divStar 12. Apr 2014

Also privat geht mir das Verbot auf Kopie sowieso am Allerwertesten vorbei. Wenn ich mir...

ploedman 06. Feb 2014

Ich habe noch ein 5 DM Schein, ein Kunstwerk.

narfomat 27. Feb 2013

die frage stellt sich überhaupt nicht, weil du in 15 jahren sowieso keinen rechner mehr...


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