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Nicht nur optische Datenträger eignen sich als Archivmedium

Neben diesen nahezu verschwundenen optischen Archivsystemen haben sich in den vergangenen Jahren noch andere Systeme als Alternative im professionellen Bereich mehr oder weniger etabliert. Auch hier gab es vormals eine große Vielfalt, die über die Jahre immer kleiner wurde. Übrig geblieben ist bei den Bändern etwa die LTO-Technik, die Ende 2012 als LTO-6-Generation auf den Markt kam. Auch die sollen Lebenszeiten von 30 Jahren erreichen, doch die Laufwerke sind mit fast 3.000 Euro selbst für ambitionierte Anwender oder Fotografen viel zu teuer. Zudem sind LTO-Laufwerke nur zwei Generationen rückwärtskompatibel. MO und MD wurden hingegen auf Kompatibilität hin designt. Ein 2,3-GByte-MO-Laufwerk kann problemlos 230-MByte-Medien der zweiten Generation lesen und ein Hi-MD-Laufwerk liest natürlich auch alte 60-Minuten-MDs noch.

  • Hi-MD-Player samt Medium (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • TDK-Medium vor der Hi-MD-Zeit mit 74 Minuten Spielzeit (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber schützt Ober- und Unterseite der MD. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Minidisc wird im Unterschied zur verwandten MO-Disk mit einem c geschrieben. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier greift der Motor hinein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es in gut sortierten Audioabteilungen auch vorbespielt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Diese MDs werden nur auf einer Seite geöffnet. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Links gut zu sehen: der Mechanismus, der den Schieber festriegelt. Mit Fingernageleinsatz bekommt man MDs trotzdem auf. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schreibschutz einer MD (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es häufig in transparenten Hüllen. Die Technik sah damals so spannend aus! (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es gab aber auch Medien, die nicht zeigten, was in ihnen steckte. Sharps 60-Minuten-Disk wirkt wie ein Fremdkörper. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MD-Hülle versus Kassettenhülle. Beide Formate sind viel handlicher als das der CD. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die MD ist deutlich kleiner als eine Kassette. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Trotzdem konnte sich die Minidisc nicht weit genug durchsetzen, um selbst die Kassette zu verdrängen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu einer Schallplatte wirkt die MD wirklich mini. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schallplatten werden heute noch gepresst, auch wenn es nur noch wenige Maschinen gibt und diese mittlerweile gesucht werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Auftragsbücher einiger Schallplattenhersteller sind gut gefüllt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Schallplattenhülle muss nicht viereckig sein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Mit acht Ecken geht es auch. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Verwirrte unsere Leser in sozialen Netzwerken: Viele dachten, es sei eine 5,25-Zoll-Diskette. Tatsächlich hat sie aber 2,75 Zoll mehr. Im Bild sind übrigens 2,5-Euro-Stücke. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Mac mit Laserdisc-Slot-In-Laufwerk? Schön wär's! Obwohl die Displays mittlerweile groß genug sind, kam niemand auf die Idee, das zu verwirklichen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber einer 5,25-Zoll-MO wird von einem 10-Mark-Stück aufgehalten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eines der ersten ZIP-Laufwerke... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... für 100-MByte-Medien mit parallelem Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik hielt sehr lange auf dem Markt durch. Hier das 750-MByte-Modell... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... mit USB-Anschluss. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Diesen Film muss man noch mittendrin umdrehen, es sei denn, der Nutzer hat einen LD-Player mit zwei Köpfen. Diese Star-Wars-Version wurde übrigens noch nicht von George Lucas überarbeitet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Eine UDO in unserer Sammlung. Mangels Laufwerk haben wir sie nie ausgepackt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD wurde von Microsoft mit dem zusätzlichen Xbox-Laufwerk unterstützt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Artverwandt: Die MO-Technik, hier mit einem Fujitsu-Laufwerk mit USB-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik ist leider sehr langsam beim Schreiben. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Jaz-Laufwerke gehören zu den Wechselplattensystemen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Hier ein Modell mit externem SCSI-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD war Gegenspieler zu Sonys Blu-ray, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... die nur kurz auf dem Markt war. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Clik-Laufwerk. Ja, es ist noch eingeschweißt. Wir warten auf die richtige Gelegenheit, um es auszupacken und den Duft eines fabrikneuen Clik-Laufwerks einzuatmen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Für Besitzer von MO-Laufwerken interessant... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ...ist dieser Adapter. Damit sollten von der Kamera direkt die Bilder auf eine kleine MO gesichert werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Travan-Band, das mal zur Sicherung verwendet wurde. Dieses Band hatte zu viele Schreibzyklen und wurde vom mittlerweile entsorgten Laufwerk nicht mehr erkannt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Verschiedene Diskettengenerationen (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • MOs im Großformat... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... sind schwer, unhandlich, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... aber dafür ziemlich robust. Rechts ist ein 9,1-GByte-Medium zu sehen. Die Laufwerke gab es wie hier zu sehen in halber Bauhöhe. Auch in voller Bauhöhe waren die schweren und ziemlich heiß werdenden Laufwerke verfügbar.  (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die kleine 3,5-Zoll-MO... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... war schön leicht. Hier zu sehen ist ein OW-Medium, das beim Schreiben ohne Löschvorgang auskommt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Medien waren der Vorläufer der DVD-RAM. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Sie existierten etwa zur gleichen Zeit wie Caddy-basierte CD-Laufwerke. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Unsere Fotografin ist so jung, dass sie nicht einmal wusste, wie sie den Datenträger in den Caddy legen muss. Das wird für die Nachwelt hier dokumentiert. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Gut zu sehen: der Schieber, damit der Laser auf die CD gerichtet werden kann. Der Deckel ist aus anderen Gründen transparent. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Caddy-Laufwerk von Plextor (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Laufwerk von Panasonic. Eine LED zeigt an, ob eine PD oder CD eingelegt wurde. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Darunter befindet sich das Caddy-Laufwerk. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die DVD-RAM kam mit Caddy. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Schon damals war absehbar, dass die Caddys nur im professionellen Umfeld gebraucht werden. Deswegen konnten die Medien bei einigen Caddys herausgenommen werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Minidisc-Recorder MXD-D3 beim schnellen Kopieren. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
  • Display des Sony MXD-D3 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Die kleine 3,5-Zoll-MO... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
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Mitunter werden Daten auf Archival-Grade-Medien untergebracht. Dazu gehören etwa auch 2,5-Zoll-Festplatten, die in RDX-Gehäusen stecken und derzeit maximal 1 TByte Speicherkapazität bieten. RDX-Medien sollen mehr als 30 Jahre lang halten. Allerdings nur bei entsprechend kontrollierter und wohltemperierter Lagerung (PDF). Selbst dann muss prinzipbedingt mit Ausfällen, beispielsweise beim Kugellager, gerechnet werden. Trotzdem: Mehr als einen Meter dürfen die RDX-Medien nicht fallen. Die leichten MOs oder MDs können deutlich mehr vertragen. Es gehörte sogar dazu, beim Wechsel einer MD im portablen Player das Medium mal fallen zu lassen.

Bezahlbare Archivformate

In die Marktlücke der günstigen Archivmedien versucht eine teure DVD zu stoßen, aber auch nur mit bescheidenem Erfolg. Von der M-Disc, die angeblich 1.000 Jahre halten soll, hört man nur wenig. Es gibt sie aber immerhin zu kaufen. Es scheint, als hätten Anwender kein Interesse an der Archivierung für die Enkelkinder, was zumindest irgendwann erneut Probleme mit den schreibenden Laufwerken mit sich bringen könnte, wenn sich damit kein Geld verdienen lässt. Immerhin kann die M-Disc in ganz normalen DVD-Laufwerken gelesen werden.

Bleiben noch Flash-Speicher, denen nicht die beste Haltbarkeit nachsagt wird, was aber sicher auch an vielen billig produzierten USB-Sticks liegt. Sandisks Memory Vault soll immerhin 100 Jahre überstehen. Die aktuell angebotene Kapazität von 8 oder 16 GByte reicht aber nicht einmal, um die Fotosammlung eines Urlaubs zu sichern. Auch auf Nachfrage konnte uns Sandisk auf der vergangenen Internationalen Funkausstellung nicht sagen, ob es einmal größere Medien geben wird.

Vom technischen Standpunkt her ist das Verschwinden der magneto-optischen Technik schade. Ihre Langlebigkeit und nahezu beliebige Wiederbeschreibbarkeit zollten Kenner sowohl im Audio- als auch im IT-Bereich Anerkennung. Allerdings wurde die Technik irgendwann nicht mehr weiterentwickelt. Sony und Fujitsu hatten beispielsweise Pläne, auf Blaue-Laser-Technik umzustellen und so deutliche Kapazitätssteigerungen bei MOs zu ermöglichen. Das wäre sicher auch mit der verwandten Minidisc möglich gewesen, die so schön handlich und robust ist. Verwirklicht wurde das nie.

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 Unterschätzte MO-Technik und das Verschwinden von ArchivtechnikenDie Floppy überlebt die teure MO-Technik 
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ladygirl 13. Aug 2017

weil die immer mir ausrede kam sie hätten die bestellt was garnicht stimmte wer neue...

ladygirl 10. Mär 2017

Sie Klugscheißer Dank solche Leute wie Ihnen gibt es keine Mini Disc mehr ! Wenn einem...

divStar 12. Apr 2014

Also privat geht mir das Verbot auf Kopie sowieso am Allerwertesten vorbei. Wenn ich mir...

ploedman 06. Feb 2014

Ich habe noch ein 5 DM Schein, ein Kunstwerk.

narfomat 27. Feb 2013

die frage stellt sich überhaupt nicht, weil du in 15 jahren sowieso keinen rechner mehr...


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