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Neue Schallplattenspieler wird es weiter geben, doch Abspielgeräte für die Minidisc werden bald nicht mehr verkauft.
Neue Schallplattenspieler wird es weiter geben, doch Abspielgeräte für die Minidisc werden bald nicht mehr verkauft. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Vom Caddy zur MO-Technik - die MD hält viel aus

Minidiscs unterscheiden sich in ihrem Aufbau sehr von den meisten anderen Speichermedien. Bei den Discs ist ein Caddy Pflicht. Die Schutzhülle sorgt dafür, dass möglichst wenig Staub auf die Medien kommt. Der Laser eines Lesegeräts kann trotzdem auf den Datenträger strahlen, denn eine kleine Öffnung wird über einen Schieber (Shutter) freigegeben. Der hat im Unterschied zu vielen anderen Formaten keine Feder. Das Laufwerk muss selbst dafür sorgen, dass eine MD wieder verschlossen wird. Zudem ist der Schieber vor allzu neugierigen Nutzern geschützt. Ohne gezielten Fingernageleinsatz bekommt man ihn nicht auf.

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  • Hi-MD-Player samt Medium (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • TDK-Medium vor der Hi-MD-Zeit mit 74 Minuten Spielzeit (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber schützt Ober- und Unterseite der MD. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Minidisc wird im Unterschied zur verwandten MO-Disk mit einem c geschrieben. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier greift der Motor hinein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es in gut sortierten Audioabteilungen auch vorbespielt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Diese MDs werden nur auf einer Seite geöffnet. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Links gut zu sehen: der Mechanismus, der den Schieber festriegelt. Mit Fingernageleinsatz bekommt man MDs trotzdem auf. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schreibschutz einer MD (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es häufig in transparenten Hüllen. Die Technik sah damals so spannend aus! (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es gab aber auch Medien, die nicht zeigten, was in ihnen steckte. Sharps 60-Minuten-Disk wirkt wie ein Fremdkörper. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MD-Hülle versus Kassettenhülle. Beide Formate sind viel handlicher als das der CD. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die MD ist deutlich kleiner als eine Kassette. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Trotzdem konnte sich die Minidisc nicht weit genug durchsetzen, um selbst die Kassette zu verdrängen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu einer Schallplatte wirkt die MD wirklich mini. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schallplatten werden heute noch gepresst, auch wenn es nur noch wenige Maschinen gibt und diese mittlerweile gesucht werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Auftragsbücher einiger Schallplattenhersteller sind gut gefüllt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Schallplattenhülle muss nicht viereckig sein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Mit acht Ecken geht es auch. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Verwirrte unsere Leser in sozialen Netzwerken: Viele dachten, es sei eine 5,25-Zoll-Diskette. Tatsächlich hat sie aber 2,75 Zoll mehr. Im Bild sind übrigens 2,5-Euro-Stücke. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Mac mit Laserdisc-Slot-In-Laufwerk? Schön wär's! Obwohl die Displays mittlerweile groß genug sind, kam niemand auf die Idee, das zu verwirklichen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber einer 5,25-Zoll-MO wird von einem 10-Mark-Stück aufgehalten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eines der ersten ZIP-Laufwerke... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... für 100-MByte-Medien mit parallelem Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik hielt sehr lange auf dem Markt durch. Hier das 750-MByte-Modell... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... mit USB-Anschluss. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Diesen Film muss man noch mittendrin umdrehen, es sei denn, der Nutzer hat einen LD-Player mit zwei Köpfen. Diese Star-Wars-Version wurde übrigens noch nicht von George Lucas überarbeitet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Eine UDO in unserer Sammlung. Mangels Laufwerk haben wir sie nie ausgepackt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD wurde von Microsoft mit dem zusätzlichen Xbox-Laufwerk unterstützt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Artverwandt: Die MO-Technik, hier mit einem Fujitsu-Laufwerk mit USB-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik ist leider sehr langsam beim Schreiben. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Jaz-Laufwerke gehören zu den Wechselplattensystemen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Hier ein Modell mit externem SCSI-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD war Gegenspieler zu Sonys Blu-ray, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... die nur kurz auf dem Markt war. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Clik-Laufwerk. Ja, es ist noch eingeschweißt. Wir warten auf die richtige Gelegenheit, um es auszupacken und den Duft eines fabrikneuen Clik-Laufwerks einzuatmen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Für Besitzer von MO-Laufwerken interessant... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ...ist dieser Adapter. Damit sollten von der Kamera direkt die Bilder auf eine kleine MO gesichert werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Travan-Band, das mal zur Sicherung verwendet wurde. Dieses Band hatte zu viele Schreibzyklen und wurde vom mittlerweile entsorgten Laufwerk nicht mehr erkannt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Verschiedene Diskettengenerationen (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • MOs im Großformat... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... sind schwer, unhandlich, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... aber dafür ziemlich robust. Rechts ist ein 9,1-GByte-Medium zu sehen. Die Laufwerke gab es wie hier zu sehen in halber Bauhöhe. Auch in voller Bauhöhe waren die schweren und ziemlich heiß werdenden Laufwerke verfügbar.  (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die kleine 3,5-Zoll-MO... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... war schön leicht. Hier zu sehen ist ein OW-Medium, das beim Schreiben ohne Löschvorgang auskommt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Medien waren der Vorläufer der DVD-RAM. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Sie existierten etwa zur gleichen Zeit wie Caddy-basierte CD-Laufwerke. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Unsere Fotografin ist so jung, dass sie nicht einmal wusste, wie sie den Datenträger in den Caddy legen muss. Das wird für die Nachwelt hier dokumentiert. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Gut zu sehen: der Schieber, damit der Laser auf die CD gerichtet werden kann. Der Deckel ist aus anderen Gründen transparent. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Caddy-Laufwerk von Plextor (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Laufwerk von Panasonic. Eine LED zeigt an, ob eine PD oder CD eingelegt wurde. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Darunter befindet sich das Caddy-Laufwerk. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die DVD-RAM kam mit Caddy. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Schon damals war absehbar, dass die Caddys nur im professionellen Umfeld gebraucht werden. Deswegen konnten die Medien bei einigen Caddys herausgenommen werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Minidisc-Recorder MXD-D3 beim schnellen Kopieren. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
  • Display des Sony MXD-D3 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Links gut zu sehen: der Mechanismus, der den Schieber festriegelt. Mit Fingernageleinsatz bekommt man MDs trotzdem auf. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Im Inneren ist die Minidisc verwandt mit der Magneto Optical Disk (MO-Disk) und der CD, und zwar sehr viel näher als viele denken. Das sogenannte Orange Book als Standarddokument findet sich in einigen MD-Spezifikationen und beschreibt eine CD-MO - also eine Compact Disc Magneto Optical. Gelesen wird ein MO-Medium technisch ähnlich wie eine CD mit einem Laser, dessen Licht vom Datenträger und seiner Reflexionsschicht zurückgeworfen wird und so die Bits erkennbar macht.

Magneto-Optik nutzt eine andere Schreibttechnik

Beim Schreiben gibt es hingegen Unterschiede zu rein optischen Medien, die für MD und MO gleichermaßen gelten. Beim magneto-optischen Verfahren wird die Disc beziehungsweise Disk punktuell aufgeheizt und dann durch einen Magneten so verformt, dass unterschiedliche Oberflächen für die Laserabtastung entstehen. Dafür sind anders als bei der CD zwei unterschiedliche Köpfe nötig. Im Sandwichverfahren wird die MD von unten auf 180 Grad Celsius gebracht, während der Magnetkopf die erwärmte und bewegliche Fläche mit Datenmustern beschreibt. Trotz des Konstruktionsaufwands durch die zwei Köpfe gelang Herstellern wie Sony oder Sharp eine erhebliche Miniaturisierung, die auch Hosentaschen-MD-Rekorder möglich machte.

Das ist der Grund dafür, dass beschreibbare MDs oben und unten eine Öffnung haben, während vorbeschriebene MDs nur unten geöffnet werden. Das gilt auch für die kleine MO im 3,5-Zoll-Format, nicht aber für die 5,25-Zoll-MOs. Diese haben zwei Seiten, weil die ziemlich dicken Scheiben auf beiden Seiten beschrieben werden können.

Das magneto-optische Verfahren ist langlebiger als andere Verfahren. Eine Minidisc kann beispielsweise bis zu einer Million Mal beschrieben werden. Phase-Change-Medien wie die DVD-RAM schaffen noch 100.000 Zyklen. Die beliebten RW-Medien schaffen nur 1.000 Schreibvorgänge. Letzteres ist für festplattenartige Zugriffsstrategien nicht gerade viel und vor allem hier kann die Minidisc noch heute ihre Vorteile ausspielen. Es ist schlicht egal, wo welches Musikstück technisch auf der Scheibe liegt.

Mit der Minidisc hat Sony eine ganze Konkurrenz-Infrastruktur zu Kassetten und CDs aufgebaut. Vorbespielte Medien im Handel, portable Player, gute Hi-Fi-Geräte und ein Bedienungskomfort, den Kassetten und CDs damals nicht boten. Gewissermaßen sind es kleine Festplatten mit anderer Aufnahmetechnik und denselben Nachteilen. Eine Minidisc kann durchaus im Laufe der Zeit fragmentieren. Das war für uns aber nie ein Problem.

Mit dem Aufkommen von Apples iPod und anderen Festplattenplayern wurde es vor über zehn Jahren immer schwieriger für Sonys MD und Sonys Partner, die ebenfalls MD-Equipment anboten. Insbesondere gegen Apple mit seinen Festplatten im CF-Format (iPod Mini) und der Konzentration auf Flash-Speicher konnte Sony nicht ankommen. Sonys Network-Walkman-Serie erreichte beispielsweise nie die Popularität von Apples iPods, die de facto zum neuen Walkman wurden. Der japanische Konzern gab die Minidisc trotz der schlechten Ausgangslage im vergangenen Jahrzehnt dennoch nicht auf und entwickelte sie parallel zu Flash-Playern weiter. Es gab sogar den Versuch eines Neustarts:

 Proprietäre und hochqualitative MD-Übertragung für TonstudiosNeustart als Hi-MD mit 1 GByte Kapazität 

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ladygirl 13. Aug 2017

weil die immer mir ausrede kam sie hätten die bestellt was garnicht stimmte wer neue...

ladygirl 10. Mär 2017

Sie Klugscheißer Dank solche Leute wie Ihnen gibt es keine Mini Disc mehr ! Wenn einem...

divStar 12. Apr 2014

Also privat geht mir das Verbot auf Kopie sowieso am Allerwertesten vorbei. Wenn ich mir...

ploedman 06. Feb 2014

Ich habe noch ein 5 DM Schein, ein Kunstwerk.

narfomat 27. Feb 2013

die frage stellt sich überhaupt nicht, weil du in 15 jahren sowieso keinen rechner mehr...


annotary.com / 22. Feb 2013

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