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Proprietäre und hochqualitative MD-Übertragung für Tonstudios

Dass das auch anders geht, war nur in Tonstudios zu beobachten. Dort erfreute sich die MD schnell einiger Beliebtheit, nicht nur wegen der kleinen und robusten Discs. Sony hatte auch MD-Rekorder entwickelt, die über ein proprietäres Kabel die Daten direkt und ohne Neukompression mit doppelter Geschwindigkeit austauschen konnten. Zudem ließen sich Stellen im Stück über ein Jog-Dial direkt ansteuern und verzögerungsfrei starten - ideal für den Einsatz beim Rundfunk.

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So verwendete unter anderem der Bayerische Rundfunk diese MD-Rekorder in seinen Studios. Weiterer Vorteil: Die damals schon digital auf Macs mit dem Programm Pro Tools produzierten Jingles und Best-of-Zusammenschnitte ließen sich auf einem lange haltbaren und auch mit Heimequipment abspielbaren Medium archivieren. Später wurde die MD jedoch auch in diesem Bereich von serverbasierten digitalen Audiosystemen verdrängt.

Sonys MXD-D3

Dass die Kopierzeit von CD auf MD ein Problem darstellte, zumal die ersten bezahlbaren Audio-CD-Rekorder mit doppelter Geschwindigkeit Mitte der 1990er Jahre auf den Markt kamen, bemerkte auch Sony. Nach weiteren MD-Geräten für Hi-Fi-Anlagen und auch Autoradios in den folgenden Jahren erschien so schließlich 1999 der MXD-D3.

  • Hi-MD-Player samt Medium (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • TDK-Medium vor der Hi-MD-Zeit mit 74 Minuten Spielzeit (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber schützt Ober- und Unterseite der MD. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Minidisc wird im Unterschied zur verwandten MO-Disk mit einem c geschrieben. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier greift der Motor hinein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es in gut sortierten Audioabteilungen auch vorbespielt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Diese MDs werden nur auf einer Seite geöffnet. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Links gut zu sehen: der Mechanismus, der den Schieber festriegelt. Mit Fingernageleinsatz bekommt man MDs trotzdem auf. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schreibschutz einer MD (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es häufig in transparenten Hüllen. Die Technik sah damals so spannend aus! (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es gab aber auch Medien, die nicht zeigten, was in ihnen steckte. Sharps 60-Minuten-Disk wirkt wie ein Fremdkörper. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MD-Hülle versus Kassettenhülle. Beide Formate sind viel handlicher als das der CD. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die MD ist deutlich kleiner als eine Kassette. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Trotzdem konnte sich die Minidisc nicht weit genug durchsetzen, um selbst die Kassette zu verdrängen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu einer Schallplatte wirkt die MD wirklich mini. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schallplatten werden heute noch gepresst, auch wenn es nur noch wenige Maschinen gibt und diese mittlerweile gesucht werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Auftragsbücher einiger Schallplattenhersteller sind gut gefüllt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Schallplattenhülle muss nicht viereckig sein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Mit acht Ecken geht es auch. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Verwirrte unsere Leser in sozialen Netzwerken: Viele dachten, es sei eine 5,25-Zoll-Diskette. Tatsächlich hat sie aber 2,75 Zoll mehr. Im Bild sind übrigens 2,5-Euro-Stücke. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Mac mit Laserdisc-Slot-In-Laufwerk? Schön wär's! Obwohl die Displays mittlerweile groß genug sind, kam niemand auf die Idee, das zu verwirklichen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber einer 5,25-Zoll-MO wird von einem 10-Mark-Stück aufgehalten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eines der ersten ZIP-Laufwerke... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... für 100-MByte-Medien mit parallelem Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik hielt sehr lange auf dem Markt durch. Hier das 750-MByte-Modell... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... mit USB-Anschluss. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Diesen Film muss man noch mittendrin umdrehen, es sei denn, der Nutzer hat einen LD-Player mit zwei Köpfen. Diese Star-Wars-Version wurde übrigens noch nicht von George Lucas überarbeitet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Eine UDO in unserer Sammlung. Mangels Laufwerk haben wir sie nie ausgepackt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD wurde von Microsoft mit dem zusätzlichen Xbox-Laufwerk unterstützt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Artverwandt: Die MO-Technik, hier mit einem Fujitsu-Laufwerk mit USB-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik ist leider sehr langsam beim Schreiben. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Jaz-Laufwerke gehören zu den Wechselplattensystemen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Hier ein Modell mit externem SCSI-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD war Gegenspieler zu Sonys Blu-ray, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... die nur kurz auf dem Markt war. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Clik-Laufwerk. Ja, es ist noch eingeschweißt. Wir warten auf die richtige Gelegenheit, um es auszupacken und den Duft eines fabrikneuen Clik-Laufwerks einzuatmen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Für Besitzer von MO-Laufwerken interessant... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ...ist dieser Adapter. Damit sollten von der Kamera direkt die Bilder auf eine kleine MO gesichert werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Travan-Band, das mal zur Sicherung verwendet wurde. Dieses Band hatte zu viele Schreibzyklen und wurde vom mittlerweile entsorgten Laufwerk nicht mehr erkannt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Verschiedene Diskettengenerationen (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • MOs im Großformat... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... sind schwer, unhandlich, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... aber dafür ziemlich robust. Rechts ist ein 9,1-GByte-Medium zu sehen. Die Laufwerke gab es wie hier zu sehen in halber Bauhöhe. Auch in voller Bauhöhe waren die schweren und ziemlich heiß werdenden Laufwerke verfügbar.  (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die kleine 3,5-Zoll-MO... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... war schön leicht. Hier zu sehen ist ein OW-Medium, das beim Schreiben ohne Löschvorgang auskommt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Medien waren der Vorläufer der DVD-RAM. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Sie existierten etwa zur gleichen Zeit wie Caddy-basierte CD-Laufwerke. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Unsere Fotografin ist so jung, dass sie nicht einmal wusste, wie sie den Datenträger in den Caddy legen muss. Das wird für die Nachwelt hier dokumentiert. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Gut zu sehen: der Schieber, damit der Laser auf die CD gerichtet werden kann. Der Deckel ist aus anderen Gründen transparent. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Caddy-Laufwerk von Plextor (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Laufwerk von Panasonic. Eine LED zeigt an, ob eine PD oder CD eingelegt wurde. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Darunter befindet sich das Caddy-Laufwerk. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die DVD-RAM kam mit Caddy. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Schon damals war absehbar, dass die Caddys nur im professionellen Umfeld gebraucht werden. Deswegen konnten die Medien bei einigen Caddys herausgenommen werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Minidisc-Recorder MXD-D3 beim schnellen Kopieren. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
  • Display des Sony MXD-D3 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Der Minidisc-Recorder MXD-D3 beim schnellen Kopieren. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Das Gerät im Format eines Hi-Fi-Bausteins besaß links ein CD-Laufwerk und rechts einen MD-Rekorder. Mit einem Knopfdruck konnte eine CD mit vierfacher Geschwindigkeit auf eine MD kopiert werden. Damit war die Wahl des passenden Albums für den Weg zur Arbeitsstelle kein Problem mehr - 15 Minuten für eine CD üblicher Länge fanden sich während des Duschens oder Frühstückens immer.

Eine besonders dämliche Idee der Musikindustrie zeigte sich mit dem MXD-D3 aber auch: Die Fehlermeldung "Text Protect" wies darauf hin, dass die Namen der Stücke, die per CD-Text auf einigen Alben zu finden waren, nicht kopiert werden durften. Die musste der Nutzer per Zehnertastatur auf der Fernbedienung wieder eintippen, obwohl sie auf der CD schon gespeichert waren - wohlgemerkt ging es hier nur um die Titel der Songs, nicht um ganze Liedtexte.

Trotz dieser Einschränkung entwickelte sich das rund 600 DM teure Gerät schnell zum Geheimtipp, weil es dank guter Wandler auch als CD-Player überzeugte. Sogar andere digitale Quellen wie einen PC mit SPDIF-Ausgang konnte man durch die Nur-Wandler-Funktion des MXD-D3 wesentlich besser klingen lassen als über die analogen Ausgänge billiger Soundkarten.

Sinkende CD-R-Preise wurden zum Problem für die MD-Technik

Doch angesichts der immer günstiger werdenden CD-Rohlinge und vor allem der ebenfalls jährlich billiger und schneller werdenden CD-Rekorder für PCs hatte die Minidisc ihren Zenit als Medium für Musik schon überschritten. Dabei gab es die Minidisc nicht nur als beschreibbare, sondern auch als vorbespielte Medien, die in guten Kaufhäusern und Audioabteilungen zu finden waren. Die waren in Hüllen untergebracht, die Kassettenhüllen nicht unähnlich sahen, aber etwas mehr Luft hatten. Platz für ein kleines Booklet im praktischen Büchleinformat gehörte dazu.

Der große Vorteil der MD war damals die geringe Größe. Auch wenn Sony es verstand, die Technik so klein wie möglich zu machen, sind portable CD-Player bis heute wahre Monster am Gürtel. Ein MD-Player dagegen ist hosentaschentauglich. Die Geräte wurden im Laufe der Zeit sogar kleiner als der typische Kassetten-Walkman. Dabei war die MD-Technik der CD deutlich überlegen, allerdings auch teurer.

 Schlechter, aber rauschfreier Klang der ersten MD-AbspielgeräteVom Caddy zur MO-Technik - die MD hält viel aus 
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ladygirl 13. Aug 2017

weil die immer mir ausrede kam sie hätten die bestellt was garnicht stimmte wer neue...

ladygirl 10. Mär 2017

Sie Klugscheißer Dank solche Leute wie Ihnen gibt es keine Mini Disc mehr ! Wenn einem...

divStar 12. Apr 2014

Also privat geht mir das Verbot auf Kopie sowieso am Allerwertesten vorbei. Wenn ich mir...

ploedman 06. Feb 2014

Ich habe noch ein 5 DM Schein, ein Kunstwerk.

narfomat 27. Feb 2013

die frage stellt sich überhaupt nicht, weil du in 15 jahren sowieso keinen rechner mehr...


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