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Sonys Xperia XZ Premium
Sonys Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Sony Xperia XZ Premium im Test: Taschenspiegel mit übertrieben gutem Display

Sonys Xperia XZ Premium
Sonys Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Stärker kann ein Smartphone kaum spiegeln: Das Xperia XZ Premium steckt in einem gewöhnungsbedürftigen Gehäuse. Das Display hat eine tolle Auflösung und Sony hat an der Kamera seines Oberklassegeräts gearbeitet, aber immer noch Aufholbedarf.
Ein Test von Ingo Pakalski

Das Xperia XZ Premium ist Sonys neues Oberklasse-Smartphone und soll es mit Samsungs Galaxy S8 und dem G6 von LG aufnehmen. Es kommt später als die Konkurrenten auf den Markt, kann dadurch aber gleich auf Qualcomms neuen Spitzenprozessor setzen. Ein Jahr lang hatte sich Sony aus dem Wettkampf um das beste Oberklasse-Smartphone herausgehalten - das neue Modell ist quasi der Nachfolger des Xperia Z5 Premium, das Ende 2015 auf den Markt gekommen ist.

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Sehr auffällig ist zunächst das stark spiegelnde Gehäuse. Dessen Rückseite reflektiert in der Variante mit silbernem Gehäuse fast wie ein normaler Spiegel. Damit ist das Sony-Smartphone unbestreitbar der perfekte mobile Schminkspiegel, kann andere aber auch stark blenden, wenn Licht darauf fällt.

Wir konnten uns an ein derart stark reflektierendes Gehäuse nicht so recht gewöhnen. Sony will damit wohl besonders edel wirken, das Gegenteil ist aber der Fall. Denn ein Spiegel sieht nur dann schön aus, solange er nicht berührt wird. Das ist auch hier der Fall: Sobald das Smartphone auch nur einmal in die Hand genommen wurde, ist die Rückseite mit Fingerabdrücken übersät und sieht schmuddelig aus.

  • Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Xperia XZ Premium spiegelt sehr stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Xperia XZ Premium frei von Fingerabdrücken zu bekommen, ist nicht leicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera im Xperia XZ Premium kann Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 960 Bildern/Sekunde anfertigen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter einer Klappe sind die Steckplätze für Micro-SD-Karte und SIM-Karte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium hat einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Ein-Aus-Schalter befindet sich ein Fingerabdrucksensor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im oberen Gehäuserand ist eine 3,5-mm-Klinenbuchse enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium hat ein Display mit sehr hoher Auflösung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit dem Xperia XZ Premium gibt es noch den Aquarelleffekt, aber weniger stark. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Die Rückseite des Xperia XZ Premium spiegelt sehr stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Sonys Gehäusedesign wirkt altbacken

Im direkten Vergleich zur Konkurrenz von Samsung und LG wirkt das Gehäusedesign veraltet. Die Konkurrenz setzt auf möglichst schmale Geräte, das ist beim Xperia XZ Premium anders. Mit einer Breite von 77 mm ist es ähnlich groß wie andere 5,5-Zoll-Geräte, eine Einhandbedienung ist demnach eher mühsam. Der Abstand zwischen Display und Gehäuserand ist vergleichsweise groß. Oben und unten gibt es die üblichen Abstände zwischen Display und Gehäusekante.

Das Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und nach IP65/68 gegen eindringendes Wasser geschützt. Sony selbst bewirbt den Spritzwasserschutz damit, dass es bei Regen sorgenfrei verwendet werden kann. Damit das möglich wird, befindet sich der Einschub von SIM- und Micro-SD-Karte hinter einer Gummilasche. Den bei vielen Herstellern üblichen Karten-Tray gibt es hier in etwas abgewandelter Form, die wir in der Handhabung etwas wackelig fanden.

Etwas irritierend ist, dass die oberen Kanten nicht ganz plan mit dem Rest des Gehäuses sind. Für ein Oberklassegerät ist das kein Aushängeschild, auch wenn es bei der Nutzung nicht weiter stört. Ganz anders ist es mit dem starken Rutschfaktor des Gehäuses. Liegt das Smartphone hochkant in der Hand, sorgt bereits die Schwerkraft dafür, dass es langsam nach unten rutscht und leicht aus der Hand fallen kann.

Display mit hoher Auflösung

Beim Display wird der Ansatz des Xperia Z5 Premium fortgeführt. Käufer erhalten ein 5,5 Zoll großes Display mit einer hohen Auflösung von 3.840 x 2.180 Pixeln - das ist deutlich mehr als bei den Topgeräten von Samsung und LG. Allerdings haben Nutzer in der Praxis davon kaum etwas. Das Bild ist zwar gestochen scharf, aber nur bei entsprechendem Bild- oder Videomaterial wird die hohe Auflösung voll ausgereizt, Apps müssen die hohe Auflösung direkt unterstützen.

  • Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Xperia XZ Premium spiegelt sehr stark. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite des Xperia XZ Premium frei von Fingerabdrücken zu bekommen, ist nicht leicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera im Xperia XZ Premium kann Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 960 Bildern/Sekunde anfertigen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter einer Klappe sind die Steckplätze für Micro-SD-Karte und SIM-Karte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium hat einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Ein-Aus-Schalter befindet sich ein Fingerabdrucksensor. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im oberen Gehäuserand ist eine 3,5-mm-Klinenbuchse enthalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Xperia XZ Premium hat ein Display mit sehr hoher Auflösung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit dem Xperia XZ Premium gibt es noch den Aquarelleffekt, aber weniger stark. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Xperia XZ Premium hat ein Display mit sehr hoher Auflösung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die meisten Apps stehen aber nur in Full-HD-Auflösung bereit, auch die Oberfläche des Betriebssystems nutzt die hohe Auflösung des Sony-Displays nicht aus. Und mit dem bloßen Auge fällt bei der geringen Displaygröße kaum ein Unterschied zwischen Full-HD und 4K-Wiedergabe auf. So hohe Auflösungen in Smartphone-Displays eignen sich für Virtual-Reality-Brillen - allerdings ist Sony in diesem Segment bislang nicht aktiv.

Auch die dazugekommene HDR-Unterstützung für das Display ist auf passende Inhalte angewiesen. Nur wenige Streaminganbieter unterstützen bisher HDR-Inhalte für mobile Geräte, so dass die Einsatzmöglichkeiten entsprechend begrenzt sind. Die von Sony beworbene hohe Displayauflösung und die HDR-Unterstützung bringen Käufern derzeit keine signifikanten Vorteile gegenüber anderen Topsmartphones.

Abseits davon hinterlässt das Display einen guten Eindruck. Es zeigt Inhalte farbenfroh an, das Display ist blickwinkelstabil, so dass Inhalte auch von der Seite noch gut erkennbar sind. Die minimale Helligkeitsstufe ist gut geeignet, um Inhalte bei totaler Dunkelheit gut lesen zu können. Bei strahlender Sonne sind Inhalte auf dem Display gut zu erkennen.

Bei der Kameratechnik nähert sich Sony der Konkurrenz an.

Kamera mit 4K-Aufnahme und Superzeitlupe 

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Achranon 20. Jun 2017

Könnte man nicht eine Halterung bauen welche die Vive Sensoren eingebaut hat, wo man das...

Achranon 20. Jun 2017

Ja, sehr merkwürdig das sie die Kamerasensoren für Samsung liefern aber selbst trotzdem...

nachgefragt 18. Jun 2017

naja "definitiv falsch" is so eine sache. er hat ja damit recht, das sony mittlerweile...

Anonymer Nutzer 16. Jun 2017

Oh ja! Stichwort "Note 8" :P

siedenburg2 16. Jun 2017

Außerdem sind, zumindest in der schwarzen Version, die Fingerabdrücke nicht so schlimm...



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