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Sony Xperia Tablet Z im Test: Tablet statt Quietscheentchen

Sony bringt zum aktuellen Smartphone Xperia Z ein passendes Tablet auf den Markt: Das Xperia Tablet Z ist ebenfalls dünn, eckig und wasser- und staubgeschützt. Ob es eine Alternative zu Googles Nexus 10 ist, zeigt unser Test.
/ Tobias Költzsch
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Dem Xperia Tablet Z kann Wasser nichts anhaben. (Bild: Sebastian Wochnik/Golem.de)
Dem Xperia Tablet Z kann Wasser nichts anhaben. Bild: Sebastian Wochnik/Golem.de

Mit dem Xperia Tablet Z bringt der japanische Hersteller Sony ein Tablet, das der kantigen Formgebung des Topsmartphones Xperia Z folgt. Das Tablet Z kann wie das Xperia Z kurzzeitig in Wasser getaucht werden und ist gegen Staub geschützt. Das Design des Tablets weicht von der Gestaltung des vorherigen Sony-Tablets S ab: Dieses hatte noch einen charakteristischen Wulst auf der Rückseite und ein zu den Rändern stark abflachendes Gehäuse.

Sony Xperia Tablet Z – Test
Sony Xperia Tablet Z – Test (03:26)

Die Hardware des Tablet Z ähnelt der seines Smartphone-Pendants Xperia Z. Im Inneren arbeitet auch hier ein Snapdragon-S4-Pro-Quad-Core-Prozessor (APQ 8064) mit einer Taktrate von 1,5 GHz. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 2 GByte, der interne Flash-Speicher ist 16 GByte groß. Davon stehen dem Nutzer 11,36 GByte zur Verfügung. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten ist eingebaut, Spiele können jedoch nicht auf eine Speicherkarte verschoben werden.

Das Xperia Tablet Z unterstützt WLAN nach 802.11a/b/g/n, ein Modell mit UMTS-Modem und LTE-Unterstützung gibt es ebenfalls. Bluetooth läuft in der Version 4.0, ein GPS-Modul und ein NFC-Chip sind eingebaut. Zudem ist das Tablet DLNA- und Miracast-fähig. An der oberen Kante ist ein Infrarotsender eingebaut, mit dem der Nutzer Fernseher und andere Geräte steuern kann.

Gehäuse

Das Gehäuse des Xperia Tablet Z ist aus Kunststoff. Im Rand sind Streifen aus Glas eingelegt, was bei Stürzen unpraktisch sein dürfte, aber gut aussieht. Das Tablet ist mit 7 mm sehr dünn, dünner als beispielsweise das iPad mit 9,4 mm und das Nexus 10, das mit 8,9 mm auch fast 2 mm dicker ist. Aufgrund dieser flachen Bauweise ist das 266 x 172 große Gerät allerdings nicht besonders verwindungssteif und lässt sich ohne viel Kraftaufwand biegen. Das Gewicht beträgt nur 486 Gramm – das iPad 4 ist über 160 Gramm schwerer.

An der linken Seite des Tablets befinden sich der Einschaltknopf, die Lautstärkewippe, Kontakte für eine Dockingstation und, verborgen unter einer wasserdichten Klappe, der Kopfhöreranschluss. Auf der Unterseite ist der Anschluss für das Micro-USB-Kabel angebracht sowie die Einschübe für die Micro-SD- und die SIM-Karte. Auch diese Buchsen befinden sich unter wasserdichten Klappen. Auf der Oberseite des Tablets ist der Infrarotsender erkennbar.

Tablet im Xperia-Z-Design

Das Xperia Tablet Z führt die Designlinie des Xperia Z weiter: Nicht nur die Einschaltknöpfe sehen sich ähnlich, auch die eher kantige Bauweise erinnert an Sonys Topsmartphone. Das Xperia Tablet Z ist gut verarbeitet, die leicht gummierte Rückseite ist angenehm rutschfest. Aufgrund der eckigen Bauweise liegt das Xperia Tablet Z weniger bequem in der Hand als Geräte mit runden oder abgeflachten Seiten. Die Abdeckungen der Anschlüsse schließen fest, die Abdeckung für den Micro-USB-Anschluss lässt sich nach dem Aufklappen in einer kleinen Öffnung arretierten – eine clevere Lösung, da sie so nicht herumschlackert und abzureißen droht. Leider hat Sony dies bei den anderen beiden Klappen nicht gemacht.

Vor Wasser und Staub geschützt

Gemäß IP55 ist das Xperia Tablet Z bei geschlossenen Anschlüssen gegen Spritzwasser geschützt, nach IP57 soll es zudem bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von maximal 1 Meter wasserdicht bleiben. IP5X folgend ist das Gerät auch gegen Staubeindringung gefeit. In unseren Tests hat das Tablet keine Probleme mit Wasser, sei es Spritzwasser oder Wasser aus dem Hahn. Im Vollbad ersetzt es das Quietscheentchen. Wasser perlt sehr gut am Display ab, wir mussten nach einem Vollbad hauptsächlich die Ränder und die Rückseite des Tablets trocknen.

Die Abdeckungen verschließen alle Buchsen zuverlässig, wir konnten kein eindringendes Wasser feststellen. Feinkörniger Sand dringt zwar auch in keine der Öffnungen ein, bleibt aber teilweise im schmalen Spalt zwischen Tabletrand und Displayglas hängen. Dort kann er nur schwer mit dem Fingernagel herausgekratzt werden.

Mit nassen Fingern lässt sich das Tablet weniger gut bedienen, als Sony es verspricht. Der nasse Touchscreen reagiert nicht immer zuverlässig auf Touch-Eingaben, was wir jedoch auch bei anderen Geräten wie dem Xcover 2 von Samsung und dem Xperia Z von Sony beobachten konnten.

Hochauflösendes Full-HD-Display

Das 10,1 Zoll große LCD des Xperia Tablet Z hat eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln, die Pixeldichte beträgt 224 ppi. Der Bildschirm des Tablet Z macht schon auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Dank der hohen Auflösung stellt er Inhalte scharf und detailreich dar. Auch bei feinen Strukturen wie kleiner Schrift sind kaum einzelne Pixel oder eine Treppenbildung zu erkennen. Die Farben sind kräftig und natürlich, der Kontrast ist gut. Bei hellem Umgebungslicht ist der Bildschirminhalt noch erkennbar, das Displayglas spiegelt allerdings stark.

Das Displayglas ist laut Sony gegen Fingerabdrücke beschichtet, wovon wir in der Praxis jedoch nicht viel bemerkten: Das Display wird schnell schmutzig, die Abdrücke lassen sich schwer entfernen. Der Helligkeitssensor braucht etwas länger, um die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms zu regulieren. Dafür gibt es keine Helligkeitssprünge wie bei anderen Geräten. Der Lagesensor reagiert ohne nennenswerte Verzögerung.

Kamera mit Aquarell-Effekt

Die Kamera des Xperia Tablet Z hat uns insgesamt eher enttäuscht. Die Bilder der 8,1-Megapixel-Rückkamera mit Exmor-Sensor zeigen bei unserem Gerät Artefakte, die bereits bei leichter Vergrößerung wie ein Aquarelleffekt wirken und zu undeutlichen Rändern der fotografierten Objekte führen. Die Bilder sehen insgesamt verwaschen aus und neigen zu Überstrahlungen, was auch an der harten Kontrasteinstellung der Kamera liegt.

Die Kamera-App des Tablet Z ist übersichtlich und bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Neben Aufnahmeszenen wie Nachtaufnahme, Haustiere, Schnee und Party können auch zahlreiche Effekte direkt im Sucher angezeigt werden. Zudem hat die Kamera einen intelligenten Aufnahmemodus, der Situationen wie schwaches Licht und Gegenlicht selbst erkennt. Diese Automatik funktioniert zuverlässig, auch wenn der Gegenlichtmodus ein tendenziell schlechter belichtetes Bildergebnis lieferte als der Standardmodus.

Die Kamera kann auch so eingestellt werden, dass sie auslöst, sobald jemand lächelt – der Schwellwert kann in drei Stufen eingestellt werden. Auch Panoramaaufnahmen können mit der Kamera aufgenommen werden, ebenso wie Serienbilder. Die Frontkamera hat 2,2 Megapixel und eignet sich primär für Videotelefonie.

Lautsprecher

Die zwei Lautsprecher des Xperia Tablet Z haben jeweils zwei Öffnungen: eine zur Seite und eine nach unten. Sie klingen etwas dünn, die Bässe sind nicht besonders deutlich wahrnehmbar. Bei hoher Lautstärke franst der Klang nicht aus, gewinnt aber auch nicht an Volumen. Zudem ist die maximale Lautstärke nicht sonderlich hoch. Durch die Position der Lautsprecheröffnungen ändert sich der Klang nicht sonderlich, wenn das Tablet auf den Tisch gelegt wird. Auch wenn der Anwender direkt auf die Lautsprecher schaut, verbessert sich der Ton nicht. Hält der Nutzer das Tablet jedoch an den beiden unteren Ecken in den Händen, wird der Klang etwas weniger dumpf. Die generelle Soundqualität ändert sich jedoch auch dann nicht sonderlich.

Jelly Bean mit Sony-Oberfläche

Unser Testmodell wurde mit der bereits etwas betagten Android-Version 4.1.2 ausgeliefert, über die Sony seine eigene Benutzeroberfläche installiert. Sony hat jedoch angekündigt, Android 4.2 für das Tablet Z zur Verfügung zu stellen. Einen Termin hat der Hersteller jedoch bisher nicht genannt.

Die Sony-Benutzeroberfläche ähnelt der des Tablet S. Sony hat die ursprüngliche Android-Benutzeroberfläche um einige Funktionen erweitert, auch das Design wurde angepasst. Insgesamt wirkt das Design etwas edler als Stock-Android, an manchen Stellen ist Sonys Oberfläche auch nützlicher.

Nützliche Funktionen durch Sony-Software

So kann der Nutzer durch einen langen Klick auf eine freie Stelle des Startbildschirms ein übersichtliches Menü aufrufen, mit dem er den verschiedenen Seiten Widgets und App-Verknüpfungen zuordnen oder den Hintergrund und das Design ändern kann. Die Designeinstellungen betreffen dabei nicht nur das Hintergrundbild und das Sperrbildschirmbild, sondern auch die Farbauswahl in den Menüs. So sind je nach gewähltem Design die Icons in den Systemeinstellungen beispielsweise rot, türkis oder orange.

Eine praktische Funktion für Tablets ohne Hardwareknopf auf der Vorderseite hat Sony dem Tablet Z ebenfalls eingebaut: Per Doppeltipp auf den ausgeschalteten Bildschirm kann der Nutzer das Tablet aus dem Ruhemodus wecken. Diese Funktion kann in den Einstellungen auch deaktiviert werden.

Praktische Mini-Apps

Sony hat auf dem Xperia Tablet Z Zusatzprogramme installiert, die es teilweise auch schon auf dem Tablet S gab. Besonders praktisch sind die Mini-Apps, die als kleine, verschiebbare Fenster auf dem Startbildschirm erscheinen und parallel zu anderen Apps genutzt werden können. Verwendet der Nutzer ein anderes Programm, während sich eine Mini-App auf dem Display befindet, wird diese automatisch leicht transparent.

Die Mini-Apps werden über eine Schaltfläche in der Mitte der Benachrichtigungsleiste des Startbildschirms ausgewählt. Eine der Apps kann als permanente Auswahl direkt daneben platziert werden und ist dann sofort mit einem Klick verfügbar. Dem Nutzer stehen zahlreiche kleine Hilfsprogramme zur Verfügung, wie beispielsweise ein Taschenrechner, ein Notizprogramm oder ein Aufnahmeprogramm. Einen kleinen Browser fanden wir als Pop-up-Fenster hilfreich, um auf einen Blick zwei verschiedene Internetseiten vergleichen zu können.

Wie beim Tablet S können nur spezielle Apps auf diese Weise genutzt werden und nicht jedes für Android verfügbare Programm. Über Googles Play Store können weitere Mini-Apps heruntergeladen werden. Am häufigsten haben wir die Fernbedienungs-Mini-App verwendet, welche die wichtigsten Funktionen der Fernbedienung wie Programmwechsel und Lautstärke beinhaltet.

Integrierter IR-Sender mit Fernbedienungs-App

Der Mini-App für die Fernbedienung liegt die eigentliche, umfangreichere Fernbedienungs-App zugrunde. Mit dieser steuert der Nutzer in Verbindung mit dem eingebauten IR-Sensor zahlreiche TV-Modelle und andere Geräte. Die Kalibrierung ist intuitiv und ging in unserem Fall sehr schnell, obwohl wir keinen Sony-Fernseher hatten. Bei Sony-Geräten müssen nach der Gerätewahl keine weiteren Einstellungen vorgenommen werden, bei anderen Herstellern muss der Nutzer noch ein passendes Fernbedienungslayout auswählen. Gleichzeitig kann er überprüfen, ob das gewählte Layout korrekt mit dem zu bedienenden Gerät funktioniert. Ob eine 10 Zoll große Fernbedienung im Querformat letztlich wirklich praktisch ist, muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden.

Mit Music Unlimited bietet Sony einen Spotify-ähnlichen Dienst an, den es als Video Unlimited auch für Fernsehsendungen und Filme gibt. Nutzer sozialer Netzwerke können über die vorinstallierte App Socialife ihr Facebook- und Twitter-Konto in einer App abrufen. Das ist zwar nicht neu, die Sony-Lösung sieht aber gut aus und funktioniert tadellos. Mit dem kostenlos herunterladbarem Programm Playstation Mobile kann wie auf einer Playstation 3 auf ein Sony-Entertainment-Network-Konto zugegriffen werden.

Zusätzliche Einstellungen für Bild und Ton

In den Einstellungen haben Anwender zahlreiche Optionen, die ein Stock Android nicht hat. In den Toneinstellungen gibt es beispielsweise eine Option, die den Klang der eingebauten Lautsprecher verbessern soll. Leider bringt sie nicht viel, im Gegensatz zur Lautstärkeerhöhung.

Bei den Displayeinstellungen soll mit der Mobile Bravia Engine 2 die Qualität der angezeigten Fotos und Videos verbessert werden, einen großen Unterschied konnten wir jedoch nicht feststellen.

Das Tablet Z bietet dem Nutzer verschiedene Einstellungen, um die Akkulaufzeit zu verlängern. Der Stamina-Modus deaktiviert die mobile Datenverbindung im Standby-Zustand, ein Akkuschonmodus reduziert ab einem zu bestimmenden Akkuladestand die Bildschirmhelligkeit und schaltet bestimmte Funktionen wie Auto-Sync, WLAN und GPS ab.

Für mobile Gamer bietet das Tablet Z die Möglichkeit, einen drahtlosen Playstation-3-Controller ohne zusätzliche Apps mit dem Gerät zu verbinden. Auf Geräten anderer Hersteller muss dafür eine spezielle App heruntergeladen und separat die MAC-Adresse des Controllers geändert werden. Bei der Einrichtung des Gamepads auf dem Tablet Z ist im ersten Schritt ein Kabel notwendig, das auf einer Seite einen Micro-USB- und auf der anderen Seite einen Mini-USB-Anschluss hat. Dieses Kabel liegt dem Tablet leider nicht bei.

Durchschnittliche Akkulaufzeit

Die Laufzeit des fest eingebauten Lithium-Polymer-Akkus gibt Sony mit über 34 Tagen Standby-Zeit und knapp 10 Stunden Videowiedergabe an. Diese Werte gelten für das WLAN-Modell.

Unser UMTS-Modell konnte ein 1080p-Video über 4,5 Stunden lang abspielen, bis der Akku leer war. Dies ist ein durchschnittlicher Wert, der von den Angaben Sonys deutlich abweicht – selbst wenn berücksichtigt wird, dass dieser für das WLAN-Modell gilt. Unter Volllast des Prozessors und maximaler Bildschirmhelligkeit hält das Tablet knapp 3,5 Stunden durch.

Leistung und Benchmarks

Das Xperia Tablet Z läuft in den Menüs flüssig, im Chrome-Browser werden Internetseiten jedoch bei schnelleren Scrollbewegungen mit leichten Rucklern angezeigt. Mit rechenintensiven Spielen wie Nova 3, Shadowgun und Real Racing 3 hat das Tablet hingegen keinerlei Probleme.

Im Gerätebenchmark Geekbench 2 erreicht das Xperia Tablet Z eine Punktzahl von 2.048 Punkten, was trotz der 2.650 Punkte des HTC One und der 3.164 Punkte des Galaxy S4 ein guter Wert ist. Das Smartphone Xperia Z erreicht hier 2.017 Punkte, es hat das gleiche Prozessormodell wie das Tablet Z.

Den GL-Grafikbenchmark konnten wir trotz zahlreicher Versuche bei unserem Modell nicht durchführen. Mitten im Test stürzte uns das Programm mit dem Hinweis auf eine fehlende Internetverbindung ab. Auch in unterschiedlichen WLAN-Netzen trat dieses Problem weiterhin auf. Um dennoch einen Rückschluss auf die Grafikleistung ziehen zu können, haben wir den neuen Benchmark 3D Mark ausgeführt. Hier erreicht das Xperia Tablet Z im normalen Modus mit 10.058 Punkten eine sehr hohe Punktzahl, die auf dem Niveau des HTC One liegt. Das Nexus 10 schafft im Vergleich nur 8.161 Punkte. Im Extreme-Modus sinkt der Benchmark-Wert auf 5.915 Punkte, was immer noch knapp 500 Zähler besser ist als beim Nexus 10. Im Javascript-Benchmark Octane kommt das Xperia Tablet Z auf eine Punktzahl von 1.196 Zählern.

Verfügbarkeit und Fazit

Die WLAN-Variante des Xperia Tablet Z(öffnet im neuen Fenster) mit 16 GByte Speicher ist im Onlinehandel ab 470 Euro zu haben. Das Modell mit 32 GByte internem Speicher kostet ab 520 Euro. Für das LTE-Modell mit 16 GByte muss der Käufer knapp 625 Euro bezahlen.

Fazit

Das Xperia Tablet Z ist ein sowohl technisch als auch im Design gelungenes Android-Tablet. Sony hat die Formsprache seines Topsmartphones Xperia Z gut auf das Tablet übertragen und leistungsfähige Hardware verbaut.

Der Umstand, dass das Xperia Tablet Z vor Wasser und Staub geschützt ist, erweitert das Anwendungsspektrum des Gerätes ungemein. Nutzer können das Tablet bedenkenlos an ansonsten für elektronische Geräte eher zweifelhafte Orte wie das Badezimmer oder den Strand mitnehmen.

Neben der leistungsstarken technischen Ausstattung hat Sony das Android-Betriebssystem um nützliche Erweiterungen ergänzt. Dank der Fernbedienungsfunktion gehört die Suche nach der TV-Fernbedienung der Vergangenheit an, obgleich wir eine 10 Zoll große Fernbedienung im Querformat im alltäglichen Gebrauch eher gewöhnungsbedürftig fanden. Die Mini-Apps können die tägliche Arbeit mit dem Tablet erleichtern.

Etwas enttäuscht waren wir von der Leistung der Kamera und von den eingebauten Lautsprechern. Dass Sony dem Tablet Z eine anständige Kamerasoftware spendiert, die eigentliche Qualität der Bilder aber eher mittelmäßig ist, ist schade.

Verglichen mit dem Nexus 10 hat das Xperia Tablet Z zwar eine etwas geringere Bildschirmauflösung, mit dem bloßen Auge ist dieser Unterschied jedoch kaum zu erkennen. Bei einem mit 20 Euro nur geringen Aufpreis für die 32-GByte-Version des Xperia Tablet Z empfinden wir das Sony-Gerät gegenüber dem Google-Tablet trotz der schlechteren Kamera und der nicht immer sofort verfügbaren neuen Android-Version als die bessere Wahl – insbesondere wegen des Wasserschutzes und der zusätzlichen Software.


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