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Ohne Zen keine Next-Gen

Bei den CPU-Kernen wird Sony auf AMDs Zen-v1/v2-Architektur zurückgreifen, zumal die Entwickler bereits damit arbeiten. Bisher nutzen die Japaner zwei Jaguar-Cluster in 16FF+, mit 7 nm sind zwei Zen-CCX bei gleicher Die-Size drin: Das bedeutet acht Zen-Cores für die Playstation 5 und damit einen enormen Leistungszuwachs selbst im 2-GHz-Bereich für eine hohe Energie-Effizienz. Für die Playstation 4 Pro und die Xbox One X kam Zen zu spät, für die nächste Generation hingegen genau richtig. Wie üblich erwarten wir kleinere Anpassungen der CPU-Kerne, etwa bei den Latenzen.

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Schon bei der Playstation 4 Pro verwendet Sony eine Radeon-Grafikeinheit, die von der Architektur her zwischen (Pre-)Polaris und Vega angesiedelt ist und überdies diverse Custom-Funktionen enthält. Für die Playstation 5 ist die Navi-Technik der logische Schritt, wenigstens Teile davon wird Sony implementieren. Bei der Leistung fällt uns eine Einschätzung schwer: Die Playstation 4 Pro hat 36 Compute Units bei 911 MHz und die Xbox One X hat 40 Compute Units bei 1,172 GHz. Beide Konsolen können natives 4K bei 60 fps nur liefern, wenn das Spiel nicht übermäßig anspruchsvoll ist - von 8K ganz zu schweigen.

Mehr Compute Units nötig als AMD bisher liefern kann

Setzen wir konservative 1,4 GHz im 7-nm-Verfahren an, so bräuchte das SoC satte 70 Compute Units - was das aktuelle Limit der Architektur von 64 CUs sprengt. Physisch müssen zudem mehr Compute Units vorhanden sein, da Microsoft und Sony immer Redundanz verbauen. Gehen wir von 60 CUs auf, müsste die Grafikeinheit mit immerhin 1,55 GHz laufen, was mit Vega bei 7 nm durchaus denkbar ist.

Neben der reinen theoretischen Rechenleistung entscheidet überdies die Architektur, was die GPU letztendlich kann. Bei der Grafikeinheit der Playstation 4 Pro etwa hat Sony mit dem Checkerboard-Rendering eine Hardware-gestützte Technik entwickelt, um höhere Auflösungen zu erreichen ohne dabei die Bildqualität durch das Upsampling sichtbar zu verschlechtern. Auch FP16-Operationen können für bestimmte Algorithmen verwendet werden, gleiches gilt für Async Compute und Shader Intrinsics.

Stellt sich noch die Frage nach dem Speicher und dem Interface: Die Playstation 4 Pro hat 8 GByte GDDR5 an 256 Bit, die Xbox One X sogar 12 GByte GDDR5 an 384 Bit. Der Schritt auf ein breiteres Interface wie 512 Bit würde das SoC deutlich vergrößern. Ohnehin ist mit GDDR6 schon der Nachfolger in der Serienfertigung, dieser erreicht höhere Datenraten. Ein Schwenk hin zu High Bandwidth Memory (HBM2/HBM3) könnte je nach Kosten interessant sein: Zwei Stacks an 2.048 Bit liefern 16 GByte und ähnlich viel Bandbreite wie GDDR6 an 256 Bit. Wir halten allerdings 32 GByte für sinnvoll, was mit verdoppelter Kapazität pro Chip klappen sollte.

Mit Blick auf die Verfügbarkeit des 7-nm-Verfahrens und GDDR6- sowie HBM-Speicher erachten wir das Weihnachtsgeschäft 2020 oder Frühling 2021 als realistischen Zeitrahmen für das Erscheinen der Playstation 5, was sich mit dem deckt, was Sony angedeutet hat.

Disclaimer: Unserem Kenntnisstand nach arbeitet Sony an einem SoC/MCP-Design mit AMD-Komponenten, was für die Playstation 5 verwendet werden dürfte. Alle weiteren Einschätzungen sind "educated guesses", basierend auf öffentlichen oder uns zugetragenen Informationen. Sony kann - muss aber nicht - auch einen anderen Weg gehen.

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 Sony: Wie die Playstation 5 aussehen könnte
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ArcherV 08. Jun 2018

Ich danke dir. Die vollständige Initialisierung hat leider nichts gebracht. In dem Level...

ArcherV 07. Jun 2018

Mache ich nicht, ich habe zusätzlich zu dem PC eine PS4.

Manto82 05. Jun 2018

Ja, passt nicht so 100% in die PS5 Diskussion, aber trotzdem mal in die Runde gefragt...

MickeyKay 31. Mai 2018

Wenn sich das gepatchte Spiel auf der Festplatte befindet, wird es auch noch nach 20...

ms (Golem.de) 31. Mai 2018

AMD selbst sagt das in den Whitepapern und im Gespräch - wobei GCN schon mehr als 64 CUs...


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