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Sony Vaio Tap 20: Der Tablet-PC, der keiner ist

Der Vaio Tap 20 ist ein mobiler Windows-8-PC in einem 20-Zoll-Touchscreen-Display. Für Sony ist die Mischung aus All-in-One- und Tablet-PC eine neue Gerätekategorie, die vor allem bei Familien Anklang finden soll.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Christian Klaß
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Sonys Vaio Tap 20 - ein Tablet-PC nur zum Hinstellen und Hinlegen (Bild: ck/Golem.de)
Sonys Vaio Tap 20 - ein Tablet-PC nur zum Hinstellen und Hinlegen Bild: ck/Golem.de

Aufrecht hingestellt und mit drahtloser Tastatur und Maus ist der Sony Vaio Tap 20 ein Arbeitsrechner - integriert in ein 20-Zoll-Touchscreen-Display (50,8 cm) mit Windows 8 als Betriebssystem. Lässt man die Eingabegeräte weg, geht der Tap 20 als kleiner Fernseher durch und kann mit seinem integrierten 2.1-Lautsprechersystem auch durchaus für die Abendunterhaltung sorgen.

Ist der Vaio Tap 20 schräg aufgestellt, fällt die Touch-Bedienung leichter und es kann etwa im Web gelesen oder durch Karten navigiert werden. Der Standfuß ist stark genug, um den Tap 20 in beliebigem Winkel aufzustellen. Der mobile Touch-PC kann aber auch ganz flach auf den Teppichboden oder den Tisch gelegt werden, etwa um Spiele auf dem großen Display zu spielen. Der Ton soll dann unter dem Gehäuse reflektiert werden und gut zu hören sein, ähnlich wie im aufgestellten Zustand - dann sorgen zwei Gummifüßchen am Gehäuserand dafür, dass ein Spalt zwischen Tisch und Rahmen bleibt, durch den der Sound aus den unten auf der Rückseite platzierten Stereolautsprechern zu hören ist. Der Subwoofer sitzt oben auf der Rückseite.

Kein Leichtgewicht

Anders als die schlanken Tablet-PCs ist der Tap 20 vor allem für den Einsatz in Wohnung oder Büro gedacht. Dort kann er flexibel aufgestellt werden und ist wegen seines Akkus nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Mit den von Sony angestrebten 3 Stunden Laufzeit im Battery Mark sollte die nächste Steckdose aber in der Nähe sein.

Für den mobilen Einsatz oder das Herumtragen in der Armbeuge ist der Tap 20 nicht nur wegen seiner Abmaße (525 x 398 x 185 mm) sondern auch wegen seines beachtlichen Gewichts von 5,2 kg nicht geeignet; zumal Netzteil, Tastatur und Maus hinzugerechnet werden müssen. Sonys deutsche Datenblätter listeten erst ein falsches Gewicht von 9 kg.

Touch für Finger und Geräte

"Der neue beste Freund der Familie" , wie Sony ihn bewirbt, bringt einige Multitouch-Apps mit. Darunter ist auch die Zeichensoftware Family Paint, mit der zwei Personen auf gegenüberliegenden Seiten des Displays gleichzeitig mit den Fingern zeichnen, malen oder skizzieren können. Der Fingertapps Organizer ist ein Familienkalender, bei dem alle Familienmitglieder virtuelle Haftnotizen anbringen, Anmerkungen machen und auf einen Blick sehen können, was die anderen vorhaben.

Dazu kommen drei Vaio-eigene Metro-Anwendungen: eine Music-App zur Musikwiedergabe, eine Album-App zur Foto- und Video-Wiedergabe auch auf DLNA-fähigen Fernsehern. Und Social Life, eine Software, die Neues aus sozialen Netzwerken und Nachrichten-Feeds anzeigt.

Um die Anbindung beispielsweise von Smartphones, Tablets, Digitalkameras oder Funklautsprechern respektive Kopfhörern zu erleichtern, bietet der Tap 20 auf seiner Rückseite einen NFC-Chip. Vor den müssen ebenfalls mit NFC-Chip ausgestattete Sony-Geräte nur wenige Sekunden gehalten werden und ersparen dem Nutzer damit die manuelle Einrichtung einer Bluetooth- oder WLAN-Verbindung. Sony nennt das - was einige andere Hersteller auch schon bieten - One-Touch und will es fortan in viele neue Geräte integrieren.

Zwei Ausführungen

Ab Oktober 2012 will Sony den Vaio Tap 20 in Deutschland in zwei Modellen ausliefern. Für 1.000 Euro gibt es den Vaio Tap 20 SVJ2021E9EWI mit Intel Core i3-3217 Prozessor (1,8 GHz, 3 MByte Cache), 4 GByte DDR3-Speicher und 750-GByte-Festplatte. Der Vaio Tap 20 SVJ2021V1EWI bietet für 1.200 Euro den schnelleren Corei5-3317U-Prozessor (1,7 GHz, 2,6 GHz Turbo Boost, 3 MByte Cache), 6 GByte DDR3-SDRAM und 1-Terabyte-Festplatte.

Beide Modelle haben eine Displayauflösung von 1.600 x 900 Pixeln, wobei ein 16:9-IPS-Panel zum Einsatz kommt. Beim Chipsatz handelt es sich um den Intel HM77 Express mit Intel HD Graphics 4000. Maximal können 8 GByte RAM in den Rechner gesteckt werden. Zu den Schnittstellen zählen: Gigabit-Ethernet, WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0 + HS, NFC, 1x USB 3.0 und 1x USB 2.0. Speicherkartenschächte gibt es für Memory Stick (Duo), und SD-Cards inklusive SDHC und SDXC. Ein optisches Laufwerk ist nicht integriert. Ein Manko: HDMI oder andere Videoausgänge für den Anschluss externer Displays fehlen.

Als Zubehör verkauft Sony(öffnet im neuen Fenster) auch noch eine Display-Schutzfolie für 35 Euro.

Nachtrag vom 1. September 2012, 13:31 Uhr

Sony hat mittlerweile die fälschlichen Angaben zum Gewicht korrigiert - richtig sind 5,2 statt 9 kg.


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