Mit dem Ult Wear bringt Sony einen durchdachten Kopfhörer heraus – und das für einen vergleichsweise günstigen Preis. Er hat keine entscheidenden Schwächen, bei der Leistung erreicht er das Niveau der Sony-Spitzenprodukte – und liefert damit mehr, als es viele andere Hersteller bei ihren Spitzenprodukten schaffen.
Sonys neuer ANC-Kopfhörer Ult Wear ist bezüglich der technischen Ausstattung und des Preises zwischen dem Mittelklasse-Kopfhörer WH-CH720N und dem Topmodell WH-1000XM5 angesiedelt. Bezüglich Preis und Leistung konkurriert das neue Modell auch mit Sonys WH-1000XM4 (g+) , dem Topmodell aus dem Jahr 2020, der weiterhin im Sortiment von Sony ist. Wir haben das neue Modell mit allen drei Kopfhörern verglichen. Der Ult Wear kostet regulär 200 Euro, der WH-1000XM5 wird zum Listenpreis von 330 Euro verkauft.
Mit dem Ult Wear verabschiedet sich Sony ein wenig von den kryptischen Produktbezeichnungen – aber nicht ganz. Auf der Packung prangt ergänzend der Schriftzug WH-ULT900N. Der Ult Wear ist das Nachfolgemodell des WH-XB910N, der 2022 für 180 Euro auf den Markt kam. Beide Kopfhörer haben als Schwerpunkt einen stark bassbetonten Klang. Der auffälligste Unterschied: Der Neuling hat eine deutlich sichtbare Ult-Taste, um jederzeit unkompliziert eine Bassverstärkung in zwei Stufen dazu schalten zu können.
Ult Wear ist faltbar und hochwertig
Werfen wir zunächst einen Blick auf das Gehäuse des neuen Sony-Kopfhörers, das vom Design her stark an den WH-1000XM4 angelehnt ist und sich beim Umgang so anfühlt wie das Sony-Spitzenmodell. Das neue Modell lässt sich zusammenfalten und kann sicher und platzsparend in der mitgelieferten Transporttasche abgelegt werden. Die Tasche hat eine angenehme Größe, sie ist so groß wie beim WH-1000XM4. Das aktuelle Spitzenmodell WH-1000XM5 lässt sich nicht mehr platzsparend falten und die Tasche hat deutlich mehr Volumen.
Das Kunststoffgehäuse vermittelt einen stabilen und wertigen Eindruck und wirkt deutlich hochwertiger als das preiswertere Sony-Mittelklassemodell WH-CH720N, das auch ohne Transporttasche verkauft wird. Der neue Kopfhörer sitzt selbst nach mehreren Stunden sehr angenehm – auch für Brillenträger wird es nicht unangenehm. Je nach Brillenmodell und Kopfform muss das aber nicht immer so sein.
Wie beim WH-1000XM4 gibt es vorgegebene, kleine Raster zur Größenverstellung. Beim WH-1000XM5 erfolgt die Größenänderung stufenlos, im Alltag bringt das aber keinen entscheidenden Vorteil. Auf der linken Hörmuschel befinden sich drei Tasten: Der Anschaltknopf, die Taste zur ANC-Umschaltung sowie die deutlich markierte Ult-Taste, die allesamt gut zu erfühlen sind.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Ebenfalls an der linken Hörmuschel befindet sich eine USB-C-Buchse und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Hier ziehen wir eindeutig die größere Klinkenbuchse vor, weil im Bedarfsfall eher ein Ersatzkabel herumliegt als bei der 2,5-mm-Klinkenbuchse, die Bose nutzt. Nur über die Klinkenbuchse kann Musik per Kabel gehört werden, ein passendes 3,5-mm-Klinkenkabel liegt bei; es lässt sich zusammen mit dem beiliegenden Ladekabel im Etui in passenden Ausbuchtungen verstauen.
Wie bei anderen Sony-Kopfhörern gibt es weiterhin keine Möglichkeit, die USB-C-Buchse zum Musikhören nutzen zu können – das ist nicht mehr zeitgemäß. Der Anschluss dient also nur zum Aufladen; Sony-typisch schaltet sich der Kopfhörer ab, sobald der eingebaute Akku geladen wird.
Auf der rechten Hörmuschelseite befindet sich ein großes Sensorfeld und die Gerätesteuerung erfolgt darüber wie beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. Das ist ein großer Pluspunkt, denn die Steuerung ist gelungen. Bleibt als Nachteil, dass eine Steuerung mit herkömmlichen Handschuhen nicht möglich ist.
Reklame
Sony ULT WEAR - Kabellose Bluetooth-Kopfhörer mit ULT Power Sound, ultimativ tiefem Bass, Noise Cancelling, klarer Gesprächsqualität, bis zu 30h Akkulaufzeit (NC on), IOS & Android - Schwarz
Über den Sensorbereich können wir mit einem Doppeltipp Musik anhalten und fortsetzen oder einen eingehenden Anruf annehmen. Wischen wir von oben oder unten über die Sensorfläche, ändern wir die Lautstärke und ein seitlicher Wisch führt einen Titelsprung durch.
Die praktische Handaufleg-Geste des Sony-Kopfhörers
Legen wir die ganze Hand auf das Sensorfeld, wird der Transparenzmodus aktiviert und die laufende Musik leiser gestellt. Sobald die Hand vom Sensorfeld genommen wird, wird wieder der ANC-Modus aktiviert und die Musik läuft in der vorher eingestellten Lautstärke. Das ist ungemein praktisch, um etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln Ansagen lauschen zu können, ohne den Kopfhörer abnehmen zu müssen.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Wer sich einmal daran gewöhnt hat, möchte die Funktion nicht mehr missen. Wie bei der Oberklasse vermissen wir nur die Möglichkeit, die Musik damit auch anhalten zu können. Die Belegung des Sensorfelds lässt sich nicht ändern, wie bei den Oberklassegeräten.
Unsinnige Kopplung von zwei unterschiedlichen Einstellungen
Ebenfalls von der Oberklasse hat Sony die Einstellungen für den Sensorbereich übernommen. Denn beim Abnehmen des eingeschalteten Kopfhörers müssen wir darauf achten, den Sensorbereich nicht zu berühren, damit nicht ungewollt Befehle ausgeführt werden. Es sei denn, wir aktivieren die automatische Abschaltung des Kopfhörers nach 15 Minuten: Dann wird das Sensorfeld deaktiviert, sobald der Kopfhörer abgenommen wird.
Das ist praktisch und gut durchdacht, es ist nur ärgerlich, dass diese Einstellung an die automatische Abschaltung gekoppelt ist – und dieser Zusammenhang auch in der ansonsten vorbildlich guten Anleitung(öffnet im neuen Fenster) nicht erwähnt wird. Es besteht nicht viel Hoffnung, dass das korrigiert wird – bisher hat es Sony jedenfalls bei keinem Kopfhörerprodukt korrigiert, das dieses Problem aufweist.
Kommen wir nun zum Klang des Ult Wear, der etwas anders ist als beim WH-1000XM5.
Klang auf bassintensive Musik zugeschnitten
Mit dem Ult Wear will Sony vor allem Kunden ansprechen, die großen Wert auf eine intensive Basswiedergabe legen. Mit der Ult-Taste lässt sich die Bassintensität in zwei Stufen anheben, aber bereits in der Grundeinstellung fällt die im Vergleich zum WH-1000XM5 stärkere Bassbetonung auf. Das bringt ein wärmeres Klangbild. Mitten sind weiterhin intensiv, allerdings sind die Höhen weniger klar, so dass sich ein dumpferes Klangbild ergibt.
Aktivieren wir die erste Ult-Stufe, wird der Bass noch einmal spürbar intensiviert und spielt sich viel stärker in den Vordergrund. Bei entsprechender Musik passt das sehr gut, dann macht der Kopfhörer viel Freude. Mit der zweiten Ult-Stufe wird die hohe Bassleistung nochmal angehoben, allerdings konnten wir dem nicht viel abgewinnen. Wer Musik so hören möchte, als stünde man bei einem Konzert direkt vor der Bassbox, kann das mit dem neuen Sony-Kopfhörer hinbekommen.
Wir könnten auf Ult-Stufe 2 gut verzichten. Daher ist es etwas schade, dass Sony keine Anpassung der Ult-Taste erlaubt, um direkt nur zwischen Ult aus und Ult-Stufe 1 wechseln zu können. Normalerweise lassen wir Equalizer-Einstellungen bei Kopfhörertests außen vor, in diesem Fall wollten wir aber wissen, wie stark sich die Klangbilder von Ult Wear und WH-1000XM5 annähern lassen.
So wird der WH-1000XM5 fast zum Ult Wear – und umgekehrt
Das Ergebnis war dabei nicht nur für Besitzer des WH-1000XM5 erfreulich: Im Equalizer-Menü des WH-1000XM5 ist ziemlich versteckt die Funktion Clear-Bass zu finden. Wenn er aktiviert wird, liefert der Oberklassekopfhörer ein ähnliches Klangbild wie der Ult Wear mit Ult 1. Den Modus Ult 2 konnten wir mit dem WH-1000XM5 nicht nachstellen. Umgekehrt kann der Höhenbereich des Ult Wear mit den passenden Equalizer-Einstellungen intensiviert werden, um den dumpfen Klangeindruck zu beseitigen und das Klangbild klarer zu bekommen. Er ist dann viel dichter am Klangbild des WH-1000XM5.
Von der Oberklasse übernimmt der Ult Wear die Möglichkeit, Musik in 360-Grad-Akustik hören zu können, wenn die Stücke mit 3D-Klang abgemischt wurden. Zudem kann das Sony-eigene DSEE-Upscaling zugeschaltet werden, um mittels Software die Folgen der Musikkomprimierung auszugleichen.
Keine Musiksteuerung bei Betrieb mit Klinkenkabel
Wenn wir den eingeschalteten Sony-Kopfhörer mit einem Klinkenkabel betreiben, sind fast alle Funktionen des Sensorfelds nicht mehr nutzbar. Das finden wir lästig, weil wir so nicht einmal mehr die Lautstärke am Kopfhörer regeln können, wenn wir etwa in einem Flugzeug das Entertainmentsystem an Bord verwenden. Auch am mitgelieferten Klinkenkabel gibt es keine Lautstärkeregler. Lediglich die Handaufleg-Geste zur Aktivierung des Transparenzmodus ist weiterhin nutzbar. Sehr sonderbar: Die Ult-Taste funktioniert im Kabelbetrieb ebenfalls nicht, während die übrigen Taten wie gewohnt nutzbar sind.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Das neue Sony-Modell unterstützt Bluetooth 5.2 mit den Codecs SBC, AAC sowie dem HD-Codec LDAC und bietet Bluetooth-Multipoint, um mit zwei beliebigen Bluetooth-Geräten zur gleichen Zeit verbunden zu sein. Wie beim WH-1000XM4 ist bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint keine LDAC-Nutzung möglich. Wer das bei einem Sony-Kopfhörer wünscht, findet das derzeit nur beim WH-1000XM5.
Wenn der Kopfhörer mit zwei Geräten verbunden ist, können wir die App zwar nur auf einem der beiden Geräte aktiv haben, aber dann wird einfach die bestehende App-Verbindung getrennt, so dass die Nutzung nicht gestört wird.
Reklame
Sony ULT WEAR - Kabellose Bluetooth-Kopfhörer mit ULT Power Sound, ultimativ tiefem Bass, Noise Cancelling, klarer Gesprächsqualität, bis zu 30h Akkulaufzeit (NC on), IOS & Android - Schwarz
Wie bei anderen Sony-Kopfhörern hat das An- oder Abschalten der ANC-Funktion erfreulicherweise keinen Einfluss auf das Klangbild. Bei der ANC-Leistung rangiert der Ult Wear auf einem hohen Niveau und liegt damit eindeutig im Spitzenfeld. Im direkten Vergleich schafft die Sony-Spitzenklasse vor allem bei Stimmen eine bessere Geräuschunterdrückung, die allerdings vor allem dann auffällt, wenn keine Musik gehört wird. Sobald wir Musik hören, spielen die Unterschiede keine Rolle.
Auch der Ult Wear eignet sich dazu, möglichst viel Stille in einer lauten Umgebung zu erhalten, das liegt auch am rauscharmen ANC-Betrieb. Wer bisher keinen Kopfhörer mit einem leistungsfähigen ANC getragen hat, kann das anfangs ungewohnt finden und muss sich womöglich erst mal an die Stille unter dem Kopfhörer gewöhnen. Wer besonders viel Stille braucht, bekommt bei dem WH-1000XM4 und WH-1000XM5 noch eine etwas höhere ANC-Leistung – muss dafür aber auch mehr zahlen.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Erfreulicherweise hat das neue Sony-Modell Anti-Windgeräuschtechnik, die wir beim Mittelklassemodell WH-CH720N schmerzlich vermisst haben. Im ANC-Betrieb gibt es also beim Neuling keine pfeifenden Windgeräusche und der Kopfhörer verhält sich diesbezüglich wie der WH-1000XM5 – und schneidet damit besser ab als der WH-1000XM4, bei dem wir zur Reduzierung von Windgeräuschen einen speziellen ANC-Modus aktivieren müssen, der nicht gerade einfach zu finden ist.
Bei stärkerem Wind schneidet der WH-1000XM5 minimal besser ab als der Ult Wear, während viele Produkte anderer Hersteller in diesen Situationen quasi gar nicht benutzbar sind, weil es nur noch laut im Kopfhörer pfeift. Die Anti-Windgeräuschmaßnahmen funktionieren dabei auch im Transparenzmodus, der eine Art Anti-ANC-Betrieb ist und alle Umgebungsgeräusche gezielt in den Kopfhörer leitet.
Ult Wear hat einen tollen Transparenzmodus
Auch hier schneidet der WH-1000XM5 bei der Reduzierung von Windgeräuschen minimal besser ab als der Ult Wear; allerdings ist das nicht so entscheidend, dass dies allein den entsprechenden Aufpreis rechtfertigt. Im Vergleich zum WH-1000XM4 siegt der Neuling hingegen überdeutlich: Im Transparenzmodus sind beim WH-1000XM4 bereits leichte Windgeräusche immer als sehr lautes Pfeifen zu hören – so dass der auch für den Draußeneinsatz gedachte Modus eigentlich nicht benutzbar ist.
Ein weiterer Pluspunkt im Vergleich zum WH-1000XM4: Der Neuling klingt im Transparenzmodus deutlich natürlicher, so dass kein nennenswerter Unterschied zu bemerken ist, wenn wir den Kopfhörer bei aktiviertem Transparenzbetrieb in lauter Umgebung auf- oder absetzen.
Der Transparenzmodus des neuen Modells klingt dabei natürlicher als beim WH-1000XM5, er ist der beste Transparenzbetrieb bei einem Sony-Kopfhörer, der uns bisher untergekommen ist; dabei ist er angenehm rauscharm. Wie bei der Oberklasse kann der Transparenzmodus des Ult Wear angepasst werden, die besten Ergebnisse liefern dabei Einstellungen im Bereich von 12 bis 14. Noch schöner wäre es, wenn wir hier nicht selbst eingreifen müssten.
Ult Wear ohne Speak-to-Chat
Auch das neue Modell hat wieder einen Betriebsmodus zur Stimmenverstärkung, der allerdings bei uns mit beiden Kopfhörern kaum einen Effekt hat. Erfreulich: Bei Bedarf können wir den ANC- und den Transparenzbetrieb abschalten, was einiger Hersteller wie Bose nicht erlauben.
Auch bei einem wichtigen Punkt der Steuerung gleicht der Ult Wear dem WH-1000XM5: Wir können einstellen, dass ein Druck auf die ANC-Taste etwa nur zwischen ANC- und Transparenzmodus umschaltet. Beim WH-1000XM4 schaltet diese Taste immer zwischen ANC, Transparenz und Abschaltung beider Modi umher – eine Konfiguration fehlt weiterhin.
Eine der wenigen spürbaren Einsparungen beim Neuling ist die Funktion Speak-to-Chat, die Sony der Oberklasse vorbehält. Damit kann der Transparenzmodus auf Zuruf aktiviert werden, das kann im Alltag durchaus nützlich sein. Allerdings kennen die meisten Oberklasseprodukte anderer Hersteller eine solche Funktion ebenfalls nicht, so dass der Ult Wear trotzdem noch sehr gut dasteht, zumal die weiter oben erwähnte Handaufleg-Geste zur Aktivierung des Transparenzmodus vorhanden ist – auch eine Funktion, die bei den meisten ANC-Kopfhörern anderer Hersteller fehlt.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Wenig überraschend, aber dennoch schade: Die Bose-Funktion Active Sense gibt es im Sony-Sortiment weiterhin nicht. Mit ihr werden bei aktiviertem Transparenzmodus laute Störgeräusche sehr wirksam in der Umgebung reduziert, damit sie nicht zu laut im Ohr zu hören sind.
Auf den ersten Blick scheint es so, als ob die Sony-Sonderfunktion "adaptive Geräuschsteuerung" ein Ersatz dafür sein könnte. Dabei wird der ANC-Betrieb oder der Transparenzmodus abhängig vom Verhalten des Nutzers und der Umgebung umgeschaltet. Wie bei den Oberklasseprodukten konnten wir dem nichts abgewinnen, denn die Umschaltung erfolgt verzögert, bei einer lauten Sirene etwa bleibt der Transparenzmodus zu lange aktiv.
Reklame
Sony ULT WEAR - Kabellose Bluetooth-Kopfhörer mit ULT Power Sound, ultimativ tiefem Bass, Noise Cancelling, klarer Gesprächsqualität, bis zu 30h Akkulaufzeit (NC on), IOS & Android - Schwarz
Außerdem arbeitet die Funktion anders als Active Sense, weil die Sony-Geräte keine Mischung aus Transparenzmodus und Geräuschunterdrückung kennen, sondern nur zwischen den Modi wechseln. Generell entscheiden wir aber lieber selbst, in welcher Betriebsart der Kopfhörer arbeitet, zumal die Umschaltung zwischen ANC- und Transparenzmodus sehr unkompliziert ist.
Sony-Kopfhörer mit toller Trageerkennung
Eine gut umsetzte Komfortfunktion ist die Trageerkennung, die Sony von der Oberklasse übernommen hat und die beim Vorgängermodell nicht vorhanden ist. Wenn wir das neue Modell beim Musikhören absetzen, hält die Musik an und wird fortgesetzt, sobald wir ihn wieder aufgesetzt haben. Im direkten Vergleich reagiert die Trageerkennung beim WH-1000XM5 beim Absetzen etwas schneller; der WH-1000XM4 ist hingegen träger als der Neuling.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Anders als bei vielen Konkurrenzgeräten erlaubt es Sony, die Kopfhörer bis zu 20 Minuten abzusetzen, damit die Musik danach weiterläuft. Bei vielen anderen Produkten sind nur wenige Minuten Absetzzeit zugelassen und die Funktion ist damit eher nutzlos. Etwas sonderbar, dass der WH-1000XM5 sogar über 30 Minuten herumliegen darf, der Ult Wear aber nach 20 Minuten die Trageerkennung abschaltet. Anders als etwa bei Apple-Produkten gibt es bei Sony alle Komfortfunktionen sowohl für Android und iOS und nicht nur für ein Betriebssystem.
Obwohl dem Neuling Speak-to-Chat fehlt, schlägt der Kopfhörer die Oberklassegeräte der Konkurrenz in Bezug auf den Umfang an Komfortfunktionen. Eine sinnvoll nutzbare Trageerkennung ist immer noch eine Seltenheit und die Handaufleg-Geste ist im Alltag ungemein praktisch und fehlt einem bei anderen Kopfhörern sofort.
Ult Wear ohne die vorzügliche Sprachqualität der aktuellen Oberklasse
Bei der Frage, wie gut uns unsere Gesprächspartner bei einem Telefonat verstehen, schneidet der Neuling deutlich schlechter ab als das aktuelle Topmodell WH-1000XM5. Der WH-1000XM5 ist derzeit der einzige aktuelle ANC-Kopfhörer am Markt, mit dem wir sogar vor einer lauten Baustelle telefonieren können, ohne dass die Gegenseite das hört. Wir bleiben trotz Baustellenlärm sehr gut zu verstehen.
Diese gute Geräuschunterdrückung bei Telefonaten gibt es beim Ult Wear nicht, das neue Modell verhält sich meist ähnlich wie der WH-1000XM4. Im Idealfall sollte es um uns herum möglichst leise sein, dann sind wir gut zu verstehen. Aber bereits das Schreiben auf einer Tastatur kann für die Gegenseite unangenehm sein, weil wir dann entsprechend schlecht zu verstehen sind.
Wir sollten bei einem Telefonat erst recht keinen Wasserhahn anmachen oder mit Geschirr hantieren – beides verursacht auf der Gegenseite viel mehr Krach als bei uns selbst. Vor allem im ANC-Betrieb bekommen wir die Geräusche selbst nur gedämpft mit, während es für die Gegenseite noch verstärkt wird.
Ult Wear schlägt die WH-1000XM4
Draußen schneidet das neue Sony-Modell etwas besser ab als die WH-1000XM4, weil vorbeifahrende Autos weniger laut zu hören sind. An einer viel befahrenen Straße sollten wir anderen aber dennoch nicht zumuten, mit uns zu telefonieren, weil es dann lauter wird. Windgeräusche werden für die Gegenseite eigentlich recht gut unterdrückt, aber dadurch verschlechtert sich die Sprachqualität deutlich: Wir sind nur noch abgehackt zu hören. Wie beim WH-1000XM4 sind mitunter unsere eigenen Schritte beim Laufen für die Gegenseite zu hören.
Wer mit einem ANC-Kopfhörer sehr viel draußen telefonieren möchte, sollte lieber den Aufpreis für den WH-1000XM5 in Kauf nehmen und zum aktuellen Sony-Topmodell greifen. Bezüglich der Telefonsteuerung hilft das allerdings nicht. Auch beim Neuling können wir die Mikrofone am Kopfhörer nicht ausschalten – eine typische Einschränkung von Sony-Produkten. Wir finden eine Mikrofonsteuerung wesentlich sinnvoller als die Bassverstärkung mittels der Ult-Taste, zumal die Bassverstärkung vermutlich nicht ständig gewechselt wird.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Etwas sonderbar: Beim neuen Modell können wir eine abschaltbare Stimmenerfassung für Telefonate aktivieren, damit wir uns selbst beim Gespräch hören können – bei beiden Oberklassemodellen fehlt eine solche Funktion, obwohl die Funktion auch hier sinnvoll wäre.
Sony-App für den Ult Wear gefällt
Für die Sony-Kopfhörer gibt es eine passende App für Android und iOS; angenehmerweise müssen für die Nutzung keine Standortfunktionen aktiviert sein und es wird auch kein Benutzerkonto benötigt. Die App startet immer schnell und benötigt keine Internetverbindung.
Die Sony-App ist gut strukturiert und wir können den Kopfhörer bequem konfigurieren und den Klang anpassen. Es stehen zumeist die gleichen Einstellungen wie beim WH-1000XM5 zur Verfügung. Neu ist die Spracherfassung in Telefonaten und die Ansagen des Kopfhörers lassen sich umfangreicher als bei den Oberklassemodellen anpassen, so dass nicht nur die Sprache umgestellt werden kann.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Im Vergleich zum WH-1000XM4 gibt es Verbesserungen, die die Nutzung deutlich vereinfachen. Wer also zwischen Ult Wear und WH-1000XM4 schwankt, sollte das beim Kauf berücksichtigen. Dazu gehören eine bessere ANC-Steuerung sowie eine genauere Anzeige des Akkustands. Angenehmerweise lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen; bei Apple oder Bose passiert das nur automatisch.
Reklame
Sony ULT WEAR - Kabellose Bluetooth-Kopfhörer mit ULT Power Sound, ultimativ tiefem Bass, Noise Cancelling, klarer Gesprächsqualität, bis zu 30h Akkulaufzeit (NC on), IOS & Android - Schwarz
Sony verspricht für den Ult Wear eine Akkulaufzeit von 30 Stunden bei AAC-Wiedergabe sowie aktiviertem ANC; die konnten wir bei unseren Messungen mit aktiviertem Ult 2 sogar übertreffen. Wir mussten den Kopfhörerakku erst nach knapp 37 Stunden aufladen. Dabei musste der Kopfhörer die ganze Zeit das Geräusch wie von einer Dunstabzugshaube eliminieren.
Wer auf ANC verzichtet, kann die Akkulaufzeit verlängern, der Hersteller gibt dann bis zu 50 Stunden an. Bei der LDAC-Nutzung gibt Sony eine Akkulaufzeit von 25 Stunden an. Wenn wir die Einschalttaste drücken, während der Kopfhörer in Betrieb ist, wird der Akkuladestand in Prozent angesagt, allerdings wie beim WH-1000XM4 nur in Zehnerschritten. Noch schöner wäre es, wenn die erwartete Restlaufzeit in Stunden angesagt würde. Wie bei anderen Sony-Modellen lässt sich der Kopfhörer nicht verwenden, wenn er aufgeladen wird – sobald das USB-Kabel eingesteckt wird, schaltet sich der Kopfhörer ab.
Mit dem Ult Wear bietet Sony einen vorzüglichen ANC-Kopfhörer, der von den Leistungsdaten im Spitzenfeld anzusiedeln ist und dennoch preislich im Mittelfeld liegt. Damit ist er eine gelungene Alternative zum aktuellen Sony-Topmodell WH-1000XM5, der für uns der beste ANC-Kopfhörer am Markt bleibt. Dabei gefällt uns der Ult Wear im Praxiseinsatz besser als Sonys vorheriges Topmodell WH-1000XM4.
Die neuen Sony-Kopfhörer sitzen auch bei Brillenträgern angenehm, haben eine hohe ANC-Leistung und eine lange Akkulaufzeit. Weder im ANC-Betrieb noch im guten Transparenzmodus ist der Sony-Kopfhörer windempfindlich – und schlägt damit den WH-1000XM4. Der auf Basskonsum ausgelegte Neuling hat bereits in der Standardeinstellung einen intensiveren Bass als die Topmodelle. Mittels Equalizer-Einstellungen bekommen wir den leicht dumpfen Klang des Ult Wear weg und er spielt dann deutlich klarer auf.
Die Bassintensität des Ult Wear lässt sich in zwei Stufen verstärken – während die erste Stufe noch gute Ergebnisse liefert, empfinden wir die zweite Stufe als überzogen. Wer Wert auf die Bassverstärkung legt, kann die Sony-Oberklasse bedenkenlos kaufen, denn die einfache Bassverstärkung gibt es auch dort, wenn auch etwas versteckt. Anders als die Konkurrenz von Apple und Bose wird ein HD-Codec verwendet, der in vielen Smartphones enthalten ist.
Der Ult Wear bietet die gleiche gute Steuerung wie bei der Oberklasse mit fast allen Komfortfunktionen wie Handaufleg-Geste und Trageerkennung sowie Unterstützung für 3D-Audio. Lediglich die Funktion Speak-to-Chat bleibt der Oberklasse vorbehalten. LDAC zusammen mit Bluetooth-Multipoint bleibt ebenfalls dem aktuellen Topmodell vorbehalten.
Der neue Sony-Kopfhörer liefert eine gute Sprachqualität bei Telefonaten, erreicht aber nicht die vorzügliche Leistung der WH-1000XM5, der sogar laute Umgebungsgeräusche für die Gegenseite komplett ausblenden kann. Sony-typisch vermissen wir eine Mikrofonsteuerung in Telefonaten und im Kabelbetrieb ist nicht einmal eine Lautstärkeregelung verfügbar. Ebenfalls schade: Musikwiedergabe über USB-C ist für Sony weiterhin ein Fremdwort, für ein Mittelklasseprodukt allerdings eher akzeptabel.
Bild 1/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/43: Der Ult Wear ist vor allem an der Ult-Taste zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/43: Auf der linken Hörmuschel befinden der Einschalter und die Taste zum ANC-Wechsel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/43: Auf der linken Hörmuschel befinden sich die USB-C-Buchse zum Laden des Akkus und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/43: Sonys Ult Wear im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/43: Auf der rechten Hörmuschel befindet sich das große Sensorfeld zur Steuerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/43: Der Sony-Kopfhörer lässt sich zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/43: Der Ult Wear wird inklusive Transporttasche geliefert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/43: Sonys Ult Wear in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/43: Als Zubehör liegen ein USB-Ladekabel und ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/43: Sonys Ult Wear in der verschlossenen Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/43: Es gibt viele optische Gemeinsamkeiten zwischen dem Ult Wear und dem WH-1000XM4. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/43: Sonys Ult Wear im Vergleich zu Sonys WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/43: Links Ult Wear in der Transporttasche, rechts daneben WH-1000XM4 in der Transporttasche (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/43: Links die verschlossene Tasche des Ult Wear und daneben die Tasche des WH-1000XM4 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/43: Die Sony-App für den Ult Wear zeigt den Ladestand des Akkus sehr genau an. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 24/43: Die adaptive Geräuschsteuerung ist weiterhin wenig hilfreich, Bluetooth-Multipoint dagegen schon. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 25/43: Die App bietet eine ANC-Steuerung, einen Equalizer ... (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 26/43: ... und unterstützt 360-Grad-Klang sowie DSEE. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 27/43: Der Ult Wear hat eine hohe ANC-Leistung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 28/43: Mit dieser Einstellung klingt der Ult Wear im Transparenzmodus natürlich - die Stimmenverstärkung bringt kaum einen Unterschied. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 29/43: Wenn der Equalizer auf Hell gestellt wird, kommen die Höhen besser zur Geltung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 30/43: Ergänzend zu den ULT-Modi kann der Equalizer angepasst werden. Die Clear-Bass-Einstellung gibt es auch beim WH-1000XM4 und WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 31/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist keine LDAC-Zuspielung möglich - wie auch beim WH-1000XM4 nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 32/43: In der App können Bluetooth-Multipoint abgeschaltet, die Sprachsteuerung eingerichtet und das Sensorfeld abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 33/43: In der App können wir das Abschaltverhalten, die Trageerkennung und die Stimmenerfassung konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 34/43: Bei Bedarf lassen sich Firmware-Updates manuell einspielen - das ist angenehm. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 35/43: Bei aktiviertem Bluetooth-Multipoint ist LDAC nicht nutzbar - der Hinweis ist sehr deutlich. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 36/43: Wie auch beim WH-1000XM5 können wir beim Ult Wear die Belegung der ANC-Taste konfigurieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 37/43: Die praktische Stimmenerfassung fehlt bei der Sony-Oberklasse komplett. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 38/43: Mit der Quick-Access-Funktion lassen sich ausgewählte Streaming-Apps steuern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 39/43: Nur wenn die automatische Abschaltung nach 15 Minuten aktiviert ist, wird die Sensorsteuerung bei Abnahme des Kopfhörers abgeschaltet. Dieser Zusammenhang wird nirgends erklärt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 40/43: So viele Einstellungen für die Sprachansagen gibt es weder beim WH-1000XM4 noch beim WH-1000XM5. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 41/43: Über die Quick-Access-Funktion lassen sich Spotify oder Endel einbinden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 42/43: Die Spotify-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Bild 43/43: Die Endel-Aktionen bei der Quick-Access-Funktion lassen sich anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Reklame
Sony ULT WEAR - Kabellose Bluetooth-Kopfhörer mit ULT Power Sound, ultimativ tiefem Bass, Noise Cancelling, klarer Gesprächsqualität, bis zu 30h Akkulaufzeit (NC on), IOS & Android - Schwarz
Wer derzeit auf der Suche nach einem tollen ANC-Kopfhörer ist, kann bedenkenlos zum Ult Wear greifen und erhält zum Teil eine bessere Leistung als beim WH-1000XM4. Käufer erhalten so viele Komfortfunktionen und so viel Leistung wie bei keinem anderen Oberklassekopfhörer der Konkurrenz. Dabei stehen alle Funktionen für beide Smartphone-Welten zur Verfügung und sind nicht wie bei Apple auf ein Ökosystem beschränkt.
Wer dennoch lieber mehr für den WH-1000XM4 ausgibt, erhält dafür noch Speak-to-Chat als Sonderfunktion und eine minimal stärkere ANC-Leistung. Wer unbedingt sowohl bei der Telefonieleistung als auch im ANC-Betrieb Spitzenergebnisse braucht, greift weiterhin besser zum WH-1000XM5.
Ingo Pakalski hat in den vergangenen sechs Jahren schon viele Dutzend Kopfhörer pro Jahr getestet – ob In-Ears, Over-Ears oder Open-Ears. Nur sehr selten stößt er dabei auf Geräte, die er guten Gewissens empfehlen kann.