Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Sony: Playstation-Konzern übernimmt Kontrolle über die Peanuts

Snoopy und Charlie Brown gehören künftig zu Sony – das eröffnet neue Optionen für Film, Serien und Playstation-Spiele.
/ Peter Steinlechner
1 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Snoopy auf einer Parade in New York (2024) (Bild: Eugene Gologursky/Getty Images for Macy's)
Snoopy auf einer Parade in New York (2024) Bild: Eugene Gologursky/Getty Images for Macy's

Sony steigt zum Mehrheitseigner der Peanuts-Franchise auf, zu dem Figuren wie Snoopy, Charlie Brown, Lucy und Linus gehören. Wie Variety berichtet(öffnet im neuen Fenster), zahlt Sony rund 457 Millionen US-Dollar für den Anteil des kanadischen Medienunternehmens Wildbrain an Peanuts Holdings.

Nach Abschluss der Transaktion hält Sony rund 80 Prozent an der Gesellschaft. Konkret übernehmen Sony Music Entertainment Japan und Sony Pictures Entertainment den bisherigen 41-Prozent-Anteil von Wildbrain.

Sony war bereits zuvor mit 39 Prozent beteiligt und sichert sich mit dem Zukauf die operative Kontrolle. Die Familie des Peanuts-Schöpfers Charles M. Schulz behält weiterhin einen Anteil von 20 Prozent und bleibt damit in Entscheidungen rund um das kreative Erbe der Marke eingebunden.

Die Peanuts entstanden 1950 als Zeitungscomic und zählen seit Jahrzehnten zu den weltweit bekanntesten und wirtschaftlich erfolgreichsten Marken im Familien- und Unterhaltungsbereich.

Neben Comics und Animationsfilmen gibt es TV-Specials, Serien, umfangreiches Merchandising sowie Lizenzgeschäfte in Bereichen wie Mode, Spielwaren und Freizeitparks. Besonders stark ist die Marke in Japan, wo Snoopy seit Jahren eine feste Größe in der Pop- und Konsumkultur ist.

Snoopy erlebt Abenteuer auf der Playstation

Auch im Spielebereich gab es bereits Umsetzungen, wenn auch bislang ohne größere Kontinuität. Dazu zählt etwa Snoopys Große Abenteuer, das 2015 für die Playstation 4 erschien und lose auf der Peanuts-Welt basierte.

Größere Gaming-Projekte gibt es aber nicht, was angesichts von Sonys starker Position im Konsolengeschäft künftig neue Optionen eröffnen könnte.

Die Peanuts sollen laut Variety künftig noch enger mit Sonys Aktivitäten in Film, Fernsehen, Musik und Games verzahnt werden. Wildbrain bleibt trotz des Verkaufs als Partner eingebunden und soll in bestimmten Regionen weiterhin Lizenz- und Vertriebsaufgaben übernehmen.

Branchenbeobachter werten die Übernahme als weiteren Schritt von Sony, sich unabhängiger von einzelnen Plattformen zu machen und stattdessen auf zeitlose Inhalte mit stabilen Lizenz- und Vermarktungserlösen zu setzen. Die Peanuts gelten dabei als vergleichsweise risikoarme, global etablierte Marke mit großem Potenzial für neue Inhalte und Kooperationen.


Relevante Themen