• IT-Karriere:
  • Services:

Sony: Playstation 5 soll im Ruhemodus weniger Energie verbrauchen

Über die nächste Playstation ist bislang wenig Offizielles bekannt, nun kündigt Sony an: Im Ruhemodus soll das Gerät sparsamer als die PS4 werden. Das klingt nach einer guten Nachricht im Kampf gegen die Klimakrise - dabei wäre schon jetzt mehr möglich.

Artikel veröffentlicht am ,
Controller der Playstation 4
Controller der Playstation 4 (Bild: Tomohiro Ohsumi/Getty Images)

Welchen Beitrag kann der Energieverbrauch einer Konsole im Kampf gegen den Klimawandel leisten? Nach Auffassung von Jim Ryan, Chef der Spielesparte von Sony, eine ganze Menge: Ryan schreibt im Firmenblog, dass er ebenso wie viele andere Manager wegen des UN-Klimagipfels nach New York reist.

Stellenmarkt
  1. InnoGames GmbH, Hamburg
  2. MBDA Deutschland, Schrobenhausen

Er ist dort als ein Vertreter der Brancheninitiative Playing for the Planet, die zusammen mit der Organisation UN Environment dafür sorgen möchte, dass die Spielebranche umweltfreundlicher wird.

Gleichzeitig deutet Ryan im Firmenblog an, dass die nächste Playstation im Ruhemodus sparsamer als die PS4 werden soll. Damit fangen die Probleme allerdings an: Es ist nämlich schwierig, die Angaben von Ryan einzuordnen. Beim flüchtigen Lesen des Beitrags ergibt sich der Eindruck, dass die nächste Playstation im Modus Suspend Gameplay eine Leistungsaufnahme von rund 0,5 Watt hat.

Zum Vergleich: Die PS4 hat nach offiziellen Angaben von Sony in diesem Modus eine Leistungsaufnahme von mindestens 1,7 Watt. Bei älteren Modellen mit weniger optimierten internen Bauteilen können es sogar bis zu 3,9 Watt sein. Ein Wert von 0,5 Watt wäre also ein Fortschritt.

Nur: Vermutlich ist alles ganz anders. So wie der Beitrag von Ryan verfasst ist, ist vermutlich mit der Leistungsaufnahme von "rund 0,5 Watt" nicht der Ruhemodus der nächsten Playstation, sondern schlicht der "Alles aus"-Modus der aktuellen Konsole gemeint - also das, was offiziell "PS4 ausschalten" heißt.

Sony selbst nennt in diesem Modus mindestens 0,2 Watt für neuere Hardwarerevisionen der Konsole und bis zu 0,4 Watt für ältere Varianten. Umweltverbände wie Greenpeace kritisieren das seit Jahren. Um den Energieverbrauch tatsächlich auf null zu senken, muss der Nutzer das Netzkabel aus der Steckdose ziehen. Das spart übrigens auch Geld: Nach Berechnungen des Stormversorgers EON summiert sich der Energieverbrauch im Standby auf bis zu 15 kWh, derzeit ungefähr 5 Euro im Jahr.

Wenn ein Besitzer bei der Playstation 4 den Energieverbrauch im Ruhemodus möglichst niedrig halten möchte, muss er selbst in den Optionen die Vorgabe für die Stromversorgung ändern. Dazu ist es nötig, die USB-Ports auszuschalten sowie das Häkchen bei "Mit dem Internet verbunden bleiben" zu entfernen und es bei "Anwendung anhalten" zu setzen.

  • Selbst im Modus "PS4 ausschalten" wird noch Energie verbraucht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
  • Im Optionenmenü kann der Nutzer die Leistungsaufnahme senken. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)
Selbst im Modus "PS4 ausschalten" wird noch Energie verbraucht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem.de)

Wenn Sony das Thema Energiesparen wirklich wichtig wäre, könnte das Unternehmen diese Vorgaben per PS4-Firmware-Update jetzt schon entsprechend anpassen und die entsprechenden Menüs verständlicher gestalten (ebenso wie die Blogbeiträge seines Führungspersonals).

Immerhin hat Sony - wie die anderen Konsolenhersteller - durch sparsamere interne Bauteile den Energieverbrauch sowohl beim Spielen als auch im Ruhemodus im Laufe der Jahre spürbar gesenkt. Ryan schätzt im Bezug auf Hardwarerevisionen, dass die "Kohlenstoffemissionen, die wir bisher vermieden haben, bereits fast 16 Millionen Tonnen betragen und sich im Laufe der nächsten zehn Jahre auf 29 Millionen Tonnen erhöhen" - was nach seinen Angaben den CO2-Emissionen von ganz Dänemark im Jahr 2017 entspricht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1439,90€ (Vergleichspreis: 1530,95€)

bombinho 24. Sep 2019

Cool, ich hatte im Sommer Probleme mit einem Geraet, welches nur noch als Backup dient...

bombinho 24. Sep 2019

Du bezahlst Menschen, damit sie staendig deinen Stromverbrauch beobachten und Geraete...

John2k 24. Sep 2019

Natürlich. Verstehe ohnehin nicht, warum nicht alles einfach per Relais getrennt wird...

John2k 24. Sep 2019

Power Manager BOOS RC7. Ich habe aber gesehen, dass es inzwischen auch noch schönere...

Merowinger1 23. Sep 2019

Weiß gerade garnicht mehr wie das Konzept hieß, es las sich aber irgendwie genauso wie...


Folgen Sie uns
       


Pocketalk Übersetzer - Test

Mit dem Pocketalk können wir gesprochene Sätze in eine andere Sprache übersetzen lassen. Im Test funktioniert das gut, allerdings macht Pocketalk auch nicht viel mehr als gängige und kostenlose Übersetzungs-Apps.

Pocketalk Übersetzer - Test Video aufrufen
Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

SpaceX: Der Weg in den Weltraum ist frei
SpaceX
Der Weg in den Weltraum ist frei

Das Raumschiff hob noch ohne Besatzung ab, aber der Testflug war ein voller Erfolg. Der Crew Dragon von SpaceX hat damit seine letzte große Bewährungsprobe bestanden, bevor die Astronauten auch mitfliegen dürfen.
Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX macht Sicherheitstest bei höchster Belastung
  2. Raumfahrt SpaceX testet dunkleren Starlink-Satelliten
  3. SpaceX Starship platzt bei Tanktest

Shitrix: Das Citrix-Desaster
Shitrix
Das Citrix-Desaster

Eine Sicherheitslücke in Geräten der Firma Citrix zeigt in erschreckender Weise, wie schlecht es um die IT-Sicherheit in Behörden steht. Es fehlt an den absoluten Grundlagen.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Perl-Injection Citrix-Geräte mit schwerer Sicherheitslücke und ohne Update

    •  /