Sony: Playstation 5 hat einheitlichen RAM und schnellere SSD

Im Vergleich zur Xbox Series X legt Sony bei der Playstation 5 den Fokus auf das Speichersubsystem statt auf die CPU/GPU-Leistung. Zumindest bei den reinen Teraflops befindet sich Microsoft nämlich deutlich in Front.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Mark Cerny stellt die Hardware der Playstation 5 vor.
Mark Cerny stellt die Hardware der Playstation 5 vor. (Bild: Sony)

Nachdem Microsoft die technischen Daten der Xbox Series X offengelegt hat, zieht Sony mit den Hardware-Spezifikationen der Playstation 5 nach. Der Ansatz der Japaner ist grundsätzlich ähnlich, bei einem genaueren Blick wird jedoch klar, dass die Unterschiede vor allem den Arbeitsspeicher und die NVMe/PCIe-Gen4-SSD betreffen. Die CPU- und GPU-Leistung weicht wenig voneinander ab, der Weg dahin ist allerdings ein deutlich anderer. Wie die Konsole aussieht und was sie kostet, verriet Sony noch nicht.

Der Chip in der Playstation 5 wurde gemeinsam mit AMD entworfen, weshalb die IP-Blöcke und deren grundlegende Architektur stark an die der Xbox Series X erinnern. Der CPU-Teil besteht aus acht Zen-2-Kernen mit 16 Threads und bis zu 3,5 GHz. Die RDNA2-Grafikeinheit mit Raytracing-Hardware-Unterstützung setzt sich aus 36 Compute Units, also 2.304 Shader-Einheiten zusammen.

Das sind deutlich weniger als die 52 CUs der Konkurrenz - mit bis zu 2,23 GHz takten die ALUs der Playstation 5 dafür viel flotter. Die reinen Teraflops - 10,3 statt 12 - sagen tatsächlich nur bedingt etwas aus, denn eine geringere Anzahl von Rechenwerken bei höherem Takt lassen sich üblicherweise besser auslasten, zudem laufen Frontend und Backend klar schneller. Obendrein könnte das Sony-SoC kompakter ausfallen, was Geld in der Produktion spart. Dem steht entgegen, dass der Chip der Xbox Series X rechnerisch knapp 20 Prozent mehr Raytracing-Leistung aufweist.

Playstation 4 Playstation 4 ProPlaystation 5
Fertigung28 nm16 nm7 nm
CodenameLiverpoolNeoAriel/Oberon
GrafikeinheitGCN v2GCN v4.5RDNA v2
Compute Units18 @ 800 MHz (1,84 Teraflops)36 @ 911 MHz (4,2 Teraflops)36 @ [bis zu] 2,23 GHz (10,3 Teraflops)
Speicher8 GB GDDR5 @ 176 GB/s8GB GDDR5 @ 218 GB/s16 GB GDDR6 @ 448 GB/s
Storage1 TByte HDD (Sata 2)2 TByte HDD (Sata 3)825 GBe PCIe Gen4 SSD @ 5,5 GB/s
CPU8C, Jaguar @ 1,6 GHz8C, Jaguar @ 2,1 GHz8C/16T, Zen 2 @ [bis zu] 3,5 GHz
Technische Daten von Sonys Playstation-Konsolen
Xbox One (S)Xbox One XXbox Series SXbox Series X
Fertigung28 nm (16 nm)16 nm7 nm7 nm
CodenameDurango (Edmonton)ScorpioLockhartAnaconda
GrafikeinheitGCN v2GCN v4.5RDNA v2RDNA v2
Compute Units12 CUs @ 853 (914) MHz [1,31 (1,4) Teraflops]40 CUs @ 1,172 GHz (6 Teraflops)20 CUs @ 1,565 GHz (4 Teraflops)52 CUs @ 1,825 GHz (12 Teraflops)
Interface128 Bit + 1024 Bit384 Bit128 Bit320 Bit
Speicher8GB DDR3 @ 68 GB/s + 32MB eSRAM @ 218 (234) GB/s12GB GDDR5 @ 326 GB/s8GB GDDR6 @ 224 GB/s + 2GB GDDR6 @ 56 GB/s10 GB GDDR6 @ 560 GB/s + 6 GB GDDR6 @ 336 GB/s
Storage2 TByte HDD (Sata 3)1 TByte HDD (Sata 3)512 GB PCIe Gen4 SSD @ 2,4 GB/s1 TB PCIe Gen4 SSD @ 2,4 GB/s
CPU8C, Jaguar @ 1,75 GHz8C, Jaguar @ 2,3 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,4-3,6 GHz8C/16T, Zen 2 @ 3,6-3,8 GHz
Technische Daten von Microsofts Xbox-Konsolen

Die Betonung bei CPU und GPU der Playstation 5 liegt auf "bis zu", denn anders als bei der Xbox Series X gibt es Boost-Taktraten: Sony legt für alle Chips einen Referenzwert fest, an dieser Leistungsaufnahme orientieren sich dann die Frequenzen je nach anliegender Last. Die weicht von Spiel zu Spiel ab, laut Sony allerdings nicht allzu sehr. Analog zu Microsofts DXR Tier 1.1 mit Mesh Shader gibt es bei der Playstation 5 das Primitive Shaders genannte Pendant, hierdurch kann deutlich mehr Geometrie bei gleicher Leistung dargestellt werden.

Sony hat sich für ein einheitliches Speicherinterface mit 256 Bit entschieden, wie bei der Xbox Series X sind 16 GByte angeschlossen. Statt diese in schnelle 10 GByte und langsamere 6 GByte zu unterteilen, sind alle Chips mit voller Geschwindigkeit für 448 GByte/s angebunden. Die interne NVMe-SSDs arbeitet mit vier PCIe-Gen4-Lanes und zwölf NAND-Kanälen. Mit 825 GByte fällt sie etwas kleiner aus als die der Xbox Series X, dafür ist die sequenzielle Datenrate mit 5,5 GByte/s (bis zu 9 GByte/s mit Kompression) mehr als doppelt so hoch.

Die Playstation 5 weist dedizierte (De)kompression-Engines namens Kraken auf, so wird die CPU entlastet. Hinzu kommt Tempest 3D, so nennt Sony eine überarbeitete Compute Unit für HRTF-Audio. Damit wird ein deutlich präziseres akustisches Lokalisationssystem möglich, so sollen quasi einzelne herabfallende Regentropfen als Klangteppich um den Spieler herum hörbar werden.

Anders als bei Microsoft müssen Nutzer der Sony-Konsole keine speziellen externen SSD-Module kaufen, um den internen Speicher zu erweitern. Stattdessen wurde ein regulärer M.2-Slot in die Playstation 5 eingebaut, allerdings muss Sony noch prüfen, welche Modelle schlussendlich kompatibel sind. Wichtige Details: Der Chip der Playstation 5 ist zur PS4 (Pro) abwärtskompatibel, es werden zwei entsprechende Legacy-Modi unterstützt. Ein 4K-Blu-ray-Laufwerk ist vorhanden, externe HDDs/SSDs können angeschlossen werden.

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matok 20. Mär 2020

Ähm, was soll an Zen 2 mit 8C/16T bis 3.5 GHz und RDNA2 GPU schwach sein? Wahrscheinlich...

Thug 20. Mär 2020

Hier kannst du es nochmal nachlesen. https://www.turn-on.de/play/news/shadow-of-the...

cuthbert34 20. Mär 2020

Doch natürlich hat das Line Up der PS3 mich dazu gebraucht auch die PS4 zu kaufen. Ich...

Dwalinn 19. Mär 2020

Und ich bin es leid das Leute irgendwas reininterpretieren oder übertrieben emotional...



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