Sony: Patent stellt Verfahren für Abwärtskompatibilität vor
Sony beschäftigt sich intensiv mit der Kompatibilität zwischen älterer und neuer Hardware – dabei dürfte es derzeit primär um die Kompatibilität zwischen der Playstation 4 und der zu erwartenden nächsten Konsole des Herstellers gehen, die vermutlich schlicht Playstation 5 heißt. Ein bereits im März 2017 beim United States Patent and Trademark Office (USPTO) eingereichter und nun veröffentlichter Antrag mit dem Titel Echtzeitanpassung von anwendungsspezifischen Betriebsparametern für Abwärtskompatibilität(öffnet im neuen Fenster) dreht sich darum, wie durch automatisch ablaufende oder manuell überwachte Prozesse ein älteres Spiel auf neuer Hardware läuft.
Dazu ist keine Anpassung des Codes nötig, stattdessen sollen auf der eigentlich zu leistungsstarken Hardware nur allgemein genannte Parameter so eingestellt werden, dass etwa ein Spiel weder zu schnell noch zu langsam läuft und unter Umständen sogar weniger ruckelt. Auf PCs ist das schon länger Alltag, etwa wenn durch ein spezielles Programm ein älteres Spiel so ausgebremst wird, dass es verwendbar ist. Oft reicht es aber auch, in Windows per MSConfig die Anzahl der Kerne zu verringern oder den verwendbaren Speicher zu begrenzen.
Auf der Playstation dürfte das nicht sehr viel anders laufen – was eine gute Nachricht für Entwickler ist, weil Entwickler dadurch nichts am Code älterer Titel verändern müssen. Im Grunde macht die Playstation 4 Pro das Gleiche: Wenn ein nicht speziell angepasstes Spiel verwendet wird, wird ein Teil der Kerne deaktiviert.
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Als einer der Entwickler des angemeldeten Verfahrens wird Mark Cerny genannt, der die Architektur der Playstation 4 verantwortet hat und vermutlich in ähnlicher Funktion auch an der PS5 mitarbeitet. Bereits im Februar 2019 war ein japanischer Patentantrag von Cerny und seinem Team aufgetaucht, in dem es ebenfalls um Abwärtskompatibilität ging, konkret um das Vortäuschen einer älteren Prozessor-ID.
Bereits davor hatte es ein Reihe von Patenten und Anträgen gegeben, aus denen ersichtlich wurde, dass sich Sony intensiv mit dem Thema beschäftigt. Über ähnliche Patente und Entwicklungen von Microsoft und Nintendo ist weniger bekannt.
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