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Sony, Panasonic, JVC: Hightech-Unternehmen auf der Suche nach sich selbst
(Bild: Toru Hanai/Reuters)

Sony, Panasonic, JVC: Hightech-Unternehmen auf der Suche nach sich selbst

Sony, Panasonic, JVC: Hightech-Unternehmen auf der Suche nach sich selbst
(Bild: Toru Hanai/Reuters)

Videorekorder, Spielekonsolen und Handys: Geräte japanischer Tech-Firmen waren im 20. Jahrhundert populär. Heute entwickeln die Unternehmen vor allem eins: Pläne für eine Neuausrichtung.
Von Felix Lill

Wer in Europa an die großen japanischen Technikfirmen denkt, denkt an eine vergangene Zeit: Wie Toshiba das Videotelefon weiterentwickelte, JVC ab den 1970er Jahren den Videorekorder zum Erfolg machte. Später beherrschten Nintendo und Sega mit ihren Konsolen das Videospielgeschäft, Toshiba brachte mit dem T1100 den ersten Personal Computer als Laptop heraus. Und 1978 landete Sony mit seinem Walkman einen Hit. Neben Sony, Toshiba, Nintendo, Sega und JVC gab es Panasonic, Sharp, Mitsubishi, NEC, Nikon, Canon, Olympus, Fujitsu und etliche andere.

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Doch immer weniger Fernseher in deutschen Wohnzimmern kommen von Sharp, Sony oder Panasonic. Eine Spielekonsole von Sega haben nur noch Nostalgiker und selbst Nintendo hat Markanteile verloren. Kamerahersteller wie Nikon, Canon und Olympus müssen sich auf Smartphone-Produzenten aus den USA, Südkorea, China und Taiwan einstellen. Ist die japanische Ära vorbei?

Abschauen, kopieren und optimieren

Groß wurden diese Unternehmen in den Boom-Jahrzehnten zwischen der Nachkriegszeit und den frühen 1990er Jahren, als Japan Jahr für Jahr ein hohes Wirtschaftswachstum verzeichnete. Eine Politik der Regierung, die heimische Betriebe vor ausländischer Konkurrenz schützte und diese teilweise ausnutzte, half anfangs dabei. Damit etwa US-amerikanische Unternehmen wie Texas Instruments oder IBM in den 1950er Jahren Zugang zum wachsenden japanischen Markt erhielten, handelten Japans Betriebe und das Wirtschaftsministerium die Bedingung aus, dass die US-amerikanischen Interessenten die Rezepte ihrer Innovationen an japanische Betriebe freigeben werden. So konnten diese abschauen, kopieren und optimieren.

Und damit revolutionierten Japans Firmen jahrzehntelang die Konsumentenelektronik. Aber als Anfang der 1990er Jahre eine Spekulationsblase platzte, der Yen erheblich an Wert verlor und das Wachstum auf eine teilweise bis heute anhaltende Stagnation abbremste, büßten die Elektronikkonzerne ihre Plätze an der Weltspitze ein. Heute werden weniger Mobiltelefone, Fernseher, Videospiele und auch Kameras aus Japan verkauft und mehr aus Südkorea, den USA, China oder anderswo.

Trends zur Digitalisierung und zur Integration verschiedener Plattformen haben Betriebe anderer Länder besser gesetzt. Allein Samsung hatte schon 2009 einen Jahresgewinn, der höher war als jener der neun größten japanischen Elektronikkonzerne zusammen. Zwischen 2000 und 2010 halbierte sich Japans globaler Marktanteil auf zehn Prozent. Nur: Japans High-Tech-Branche ist deshalb nicht tot. In vielen Bereichen ist sie geschwächt und sucht nach neuen Geschäftsmodellen, aber anderswo hat sie sich schon transformiert.

Sony und seine Verluste 

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FreiGeistler 08. Sep 2014

Sorry, bin manchmal leicht zerstreut. Gegenkritik: Das mit dem Kopf -> Tisch -> Rumms...

Anonymer Nutzer 08. Sep 2014

nicht jeder kann sich 1000 ¤ und mehr leisten - ich konnte mir "nur" eine Siemens für...

Anonymer Nutzer 08. Sep 2014

bei den Notebooks kann ich nur zustimmen, meine Oma hat ein 15,4" Vaio Notebook Baujahr...

DY 08. Sep 2014

denkt an eine vergangene Zeit: Grundig (Hifi und TV) Telefunken (Röhren, Hifi und TV...

crashkid0815 03. Sep 2014

Klappt mit den entsprechenden Emulatoren (NES, SNES, N64) erstaunlich gut.



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