Sony und seine Verluste

Die bekanntesten Beispiele für die Suche nach Neuausrichtung sind Sony und Nintendo. Sonys einst revolutionärer Walkman ging nach diversen Wiederbelebungsversuchen Ende 2010 aus dem Vertrieb. Im Frühjahr 2014 präsentierte die Geschäftsführung ihre Prognose, dass Sony zum sechsten Mal in sieben Jahren Verluste machen würde, sogar noch als Hoffnungssignal: 135 Milliarden Yen (rund 973 Millionen Euro) würden schließlich in die Restrukturierung investiert, wobei unter anderem die PC- und Fernsehergeschäfte abgestoßen werden sollten. Ob Sony danach tatsächlich wieder Gewinne machen wird, ist ungewiss.

Nintendo denkt nach

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Auch bei Nintendo ist die Zukunft ungewiss. Die jüngste Konsole Wii U verkauft sich so schlecht, dass im Februar entschieden wurde, dem Einzelhandel deutliche Preissenkungen zu empfehlen. Nintendo schreibt seit drei Jahren Verluste. Das liegt unter anderem daran, dass sich das Gaming auf Smartphones verlagert und Nintendo sich diesem Trend nicht einfach beugen will. Aber Satoru Iwata, Chef des Unternehmens aus Kyoto, denkt mittlerweile über eine Zusammenlegung der Entwicklungsabteilungen für die Wii U und die tragbaren Konsolen nach. Auch die Entwicklung von Apps ist ein Thema. Das Unternehmen hofft, bald wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Sega verabschiedet sich vom Konsolengeschäft

Der traditionelle Konkurrent Sega hat sein einstiges Geschäftsfeld dagegen längst verlassen. Als die Konsole Sega Dreamcast schwere Verluste einfuhr, zog sich das Unternehmen ab 2001 aus dem Konsolengeschäft zurück und beschloss, nur noch Software zu produzieren. Seine Arcade-Hallen voller Spielautomaten, die vor allem in Tokio stehen, betreibt das Unternehmen weiterhin. Finanzielle Schwierigkeiten hat Sega seither vergleichsweise wenig.

Wenn Konkurrenten zu Partnern werden

Andere Unternehmen versuchen einen Turnaround durch Deals mit asiatischen Konkurrenten, die man in Japan früher wohl als minderwertig angesehen hätte. Das gilt beispielsweise für NEC, einst einer der führenden Computerhersteller aus Japan. 70 Prozent seiner LCD-Panel-Produktion verkaufte das Unternehmen 2011 an den chinesischen Konkurrenten AVIC. Mit Lenovo, einem weiteren chinesischen Mitstreiter, ging NEC zudem ein Joint Venture für die Entwicklung von PCs ein. Toshiba, das außer bei der Konsumentenelektronik und der Herstellung von Festplatten unter anderem auch im Geschäft mit Atomkraftwerken ein großer Akteur ist, hat in den vergangenen Jahren Teile seiner Chipherstellung an den Konkurrenten Samsung abgetreten: ein Eingeständnis, dass es seine führende Stellung eingebüßt hat, aber auch ein Schritt, um sich auf die profitableren Geschäftsbereiche zu konzentrieren, um dort auch in Zukunft Innovationen zu ermöglichen.

Sharp und Samsung

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Sharp, einst stolzer Trikotsponsor des Fußballklubs Manchester United, ist ein weiteres Beispiel. Der Vorreiter bei LCD-Bildschirmen und Solarzellen, und Ende der 1990er Jahre der erste Hersteller kommerzieller Kamerahandys machte 2012, im Jahr des hundertjährigen Bestehens, mit 376 Milliarden Yen (heute rund 2,7 Milliarden Euro) die größten Verluste seiner Geschichte. Die Bildschirme verkauften sich nicht mehr gut, die Kreditwürdigkeit sank. Im vergangenen Jahr gab der koreanische Konkurrent Samsung bekannt, dass er einspringen werde. Nun will Sharp mit neuem Kapital neue Akzente setzen. Bald soll ein 3D-TV-Konzept kommen, das ohne Brillen funktioniert und dem Fachpublikum schon vorgestellt wurde.

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 Sony, Panasonic, JVC: Hightech-Unternehmen auf der Suche nach sich selbstJVCKenwood - Elektronik in Autos 
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FreiGeistler 08. Sep 2014

Sorry, bin manchmal leicht zerstreut. Gegenkritik: Das mit dem Kopf -> Tisch -> Rumms...

Anonymer Nutzer 08. Sep 2014

nicht jeder kann sich 1000 ¤ und mehr leisten - ich konnte mir "nur" eine Siemens für...

Anonymer Nutzer 08. Sep 2014

bei den Notebooks kann ich nur zustimmen, meine Oma hat ein 15,4" Vaio Notebook Baujahr...

Anonymer Nutzer 08. Sep 2014

denkt an eine vergangene Zeit: Grundig (Hifi und TV) Telefunken (Röhren, Hifi und TV...



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