Sony Music: Nachlass von Michael Jackson kopiert

Zwei Männer sind in Großbritannien angeklagt worden, das musikalische Vermächtnis von Michael Jackson von den Servern von Sony Music kopiert zu haben. Darunter waren auch unveröffentlichte Stücke des 2009 verstorbenen Sängers, wie etwa ein Duett mit dem verstorbenen Queen-Sänger Freddie Mercury.
Rechte am Nachlass von Michael Jackson
Mehrere tausend Dateien seien unrechtmäßig von den Sony-Computern kopiert worden. Der Großteil stammte von Jackson. Sony Music hatte sich 2010 für 250 Millionen US-Dollar die Rechte an den Stücken des Musikers auf sieben Jahre gesichert. Dazu gehören neben den bereits erschienenen Alben auch unveröffentlichte Stücke. Die ersten erschienen auf dem Album Michael(öffnet im neuen Fenster) , das Sony im Dezember 2010 herausgebracht hat.
Der Einbruch in die Computer von Sony Music habe schon im vergangenen Frühjahr stattgefunden, berichtet die britische Tageszeitung The Guardian(öffnet im neuen Fenster) . Entdeckt worden war er im Zuge der Ermittlungen wegen des Einbruchs in Sonys Playstation Network , bei dem die Eindringlinge persönliche Daten von Millionen Kunden kopiert hatten.
Einbruch erst jetzt bekanntgegeben
Ende vergangener Woche wurden zwei Briten wegen des Einbruchs bei Sony Music angeklagt. Erst im Zuge dieses Verfahrens gab Sony den Zwischenfall zu. Welche Künstler außer Jackons noch betroffen waren, wollte Sony nicht sagen. Insgesamt sollen die beiden 50.000 Dateien kopiert haben. Den Großteil sollen die gesammelten Werke Jacksons ausmachen.
Die beiden Männer, die im Mai 2011 festgenommen worden waren, haben sich für nicht schuldig erklärt. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß. Im Januar 2013 soll gegen sie verhandelt werden.



