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Sony Mobile: Planung für USB-C in Smartphones ist noch am Anfang

In einem Workshop in Taiwan diskutierte ein Mitglied der Sony-Mobile-Gruppe über die Verwendung von USB Typ C in Smartphones. Darüber nachgedacht wird bei dem japanischen Smartphone-Hersteller bereits. Doch andere Komponenten haben Priorität.
/ Andreas Sebayang
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USB-C (r.) löst Micro-USB-2.0 vorerst nicht in Sony-Smartphones ab. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
USB-C (r.) löst Micro-USB-2.0 vorerst nicht in Sony-Smartphones ab. Bild: Nico Ernst/Golem.de

Takeshi Nitta, Program Manager von Sony Mobile, hat in einem Workshop der Verwendung von USB Typ C in Smartphones vorerst eine Absage erteilt. Laut dem Bericht von Focus Taiwan(öffnet im neuen Fenster) legt Sony seine Prioritäten zunächst auf die Miniaturisierung anderer Smartphone-Komponenten. Kurzfristig sind keine Smartphones mit USB-C zu erwarten, wie Nitta zugab, da der Hersteller noch mehr Zeit für den Umstieg braucht. An Google liegt es jedenfalls nicht: USB Typ C wird mit Android M unterstützt, was darauf hindeutet, dass Google auf erweiterte Funktionen des Steckertyps vorbereitet ist.

Kleiner werden die Geräte übrigens durch den neuen USB-Stecker nicht unbedingt, wie Focus Taiwan nahelegt. Der USB-C-Stecker ist sogar minimal größer als der weit verbreitete Micro-USB-2.0-Stecker. Verzichten Smartphone-Hersteller also auf USB-3.0, ist Micro-USB im Vorteil. Die Verbindung ist aber nicht so komfortabel, da sie nicht verdrehsicher ist. Micro-USB-Buchsen für USB 3.0 sind allerdings sehr breit und fanden durchaus auch deswegen nur wenige Einsatzgebiete. Obwohl Smartphones von der USB-3.0-Geschwindigkeit durchaus profitieren können. Insbesondere bei datenintensiven Backups ist die Verwendung von USB 2.0 zeitraubend.

USB Type C löst das Problem allerdings nicht unbedingt. Zwar ist USB 3.0 mit einem kleinen Stecker dadurch möglich, doch das heißt noch lange nicht, dass Smartphone-Hersteller tatsächlich USB-3.0- oder gar -3.1-Maximalgeschwindigkeiten unterstützen. USB Type C mit USB-2.0-Hi-Speed ist ein legitimer Einsatzzweck, und das nicht nur, wenn im Alternate Mode von Displayport oder voraussichtlich Thunderbolt 3 die Hochgeschwindigkeitsleitungen anderweitig belegt sind. Was im USB Typ C steckt, weiß der Nutzer nur, wenn die Spezifikation zur Lektüre angesehen wird.

USB 3.1 mit Typ C – Fazit
USB 3.1 mit Typ C – Fazit (01:07)

Die Geräte sind da

Bisher befindet sich USB-C kurioserweise meistens in besonders großen Geräten. Im Notebook-Bereich hat beispielsweise Apple mit dem Macbook 12 einen Teil seines Notebook-Angebots sogar exklusiv auf die neue Schnittstelle umgestellt. Auch Google setzt mit seinem neuen Chromebook auf USB C. Im Februar 2015 testeten wir die USB-C-Schnittstelle mit einem externen Festplattengehäuse. Im selben Monat stellte Sandisk seinen USB-Typ-C- und -Typ-A-Kombistick vor, der mittlerweile auch verfügbar ist, jedoch einen ziemlich hohen Preis hat. Einen der kleinsten Desktops gibt es ebenfalls mit USB Typ C: Asrocks Beebox.

Die notwendigen Erstgeräte sind also bereits verfügbar oder stehen kurz vor der Verfügbarkeit. Von dieser Seite aus würde sich der Einbau von USB Typ C also schon lohnen.


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