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Sony Link Buds Clip im Vergleichstest: Enttäuschender Konkurrent für die vorzüglichen Freeclip 2

Sony steigt mit den Link Buds Clip in den Markt für Clip-Kopfhörer ein. Im Test waren wir nach Sonys langer Erfahrung bei Kopfhörern überrascht, was alles falsch gemacht wurde.
/ Ingo Pakalski
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Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Link Buds Clip im Test Bild: Sony
Inhalt
  1. Sony Link Buds Clip im Vergleichstest: Enttäuschender Konkurrent für die vorzüglichen Freeclip 2
  2. Link Buds Clip mit nutzlosen Hörmodi
  3. Absurde Abschaltautomatik der Link Buds Clip nervt
  4. Sony Link Buds Clip im Test: Verfügbarkeit und Fazit

Sony hat mit den Link Buds Clip die ersten eigenen Clip-Kopfhörer in Open-Ear-Bauweise vorgestellt. Wir haben die Neuvorstellung gegen die in dieser Woche neu erschienenen Freeclip 2 von Huawei antreten lassen, die uns im Test besonders gefallen haben. Mit den weiterhin sehr guten Freeclip der ersten Generation hat Huawei dieses Marktsegment vor mehr als zwei Jahren etabliert.

Der Markt für Open-Ear-Produkte ist für Sony nicht neu: Vor rund einem Jahr stellte der japanische Hersteller mit den enttäuschenden Link Buds Open bereits einen Open-Ear-Kopfhörer vor, noch ohne Clip-Mechanik.

Die Link Buds Clip nutzen die typische Konstruktion aktueller Clip-Kopfhörer, die an das Ohr geklemmt werden. Es gibt die drei Elemente Klangball, Steg und Bohne. Der Klangball sitzt vor dem Ohr, der Steg umschließt die Helix des Ohrs und die Bohne befindet sich auf der Rückseite der Helix. Damit sind Trageprobleme für Brillenträger ausgeschlossen – im Unterschied zu anderen Open-Ear-Kopfhörern mit Bügelkonstruktion.

Link Buds Clip sitzen schlechter als Freeclip 2

Während sich Huawei für einen runden, dünnen Steg entschieden hat, ist die Sony-Ausführung wie ein Band gestaltet. Der Unterschied fällt schon beim ersten Tragen auf. Während ich beide Freeclip-Modelle nach dem Aufsetzen kaum spüre, merke ich die Link Buds Clip deutlich. Die Freeclip sitzen so bequem, dass ich bald vergesse, dass ich sie überhaupt trage.

Das gelingt den Links Buds Clip nicht, im Gegenteil: Nach rund fünf Stunden wurde es am rechten Ohr unangenehm, es war eine Erleichterung, die Sony-Kopfhörer abzunehmen. Hier kann das Gefühl je nach Ohrform aber auch anders ausfallen.

Eine besonders angenehme Eigenschaft der Freeclip ist die Ohrseitenerkennung: Dadurch kann jeder Clip wahlweise am linken oder rechten Ohr getragen werden. Die korrekte Seite wird automatisch erkannt und der Audiokanal entsprechend geschaltet. Bei Sony gibt es diesen Komfort nicht, die Link Buds Clip müssen an die vorgeschriebene Ohrseite geklemmt werden.

Sony enttäuscht mit dumpfem Klang

Sony verspricht für die Link Buds Clip, dass Kunden damit "keine Kompromisse bei der Audioqualität" eingehen müssten. Davon ist das Sony-Produkt jedoch meilenweit entfernt.

Bauartbedingt erreichen Open-Ear-Produkte keine so gute Klangqualität wie klassische Hörstöpsel, denn die Klangeinheit sitzt nie im Ohr, sondern davor. Dennoch schaffen es die Freeclip-Modelle, dass die Musik gut klingt: dynamisch, voluminös, räumlich und klar.

Im Vergleich dazu sind die Link Buds Clip eine Enttäuschung: Der Klang ist dumpf und belegt, damit Musik zu hören, macht weniger Spaß. Wie bei vielen anderen Open-Ear-Produkten reicht die Klangqualität des Sony-Produkts lediglich für eine Hintergrundberieselung.

Für die Link Buds Clip wurden spezielle Hörmodi entwickelt, um die typischen Probleme von Open-Ear-Produkten anzugehen. Die Idee ist gut, die Umsetzung misslungen.


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