Open-Ear-Produkte haben im Vergleich zu klassischen Hörstöpseln zwei Nachteile: In lauter Umgebung muss die Lautstärke erhöht werden, um weiterhin alles verstehen zu können, vor allem bei Telefonaten, Hörbüchern oder Podcasts. Außerdem ist Musik für andere Personen in der Umgebung zu hören, falls sie entsprechend eingestellt ist.
Huawei löst diese Probleme wirksam mit einer automatischen Lautstärkeregelung. Mitunter ist sie etwas zu langsam, aber ansonsten ein großer Komfortsprung. Die Link Buds Clip sollen ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt einmal eine automatische Lautstärkeregelung erhalten, sagte Sony Golem auf Nachfrage. Testen konnten wir das noch nicht und der Hersteller nennt kein Datum, wann diese Fähigkeit kommen wird.
Sony setzt erst einmal auf eine andere Lösung: spezielle Hörmodi, die manuell gewechselt werden. Es gibt eine Dialogverstärkung, um Gesprochenes auf Knopfdruck auch in lauten Umgebungen gut verstehen zu können, ohne die Lautstärke ändern zu müssen. Einen weiteren Modus nennt Sony Reduzierung Klangverluste: Damit soll verhindert werden, dass andere Personen die eigene Musik hören.
Darum sind die Hörmodi eine Zumutung
Die Dialogverstärkung funktioniert bei Hörbüchern und Podcasts sehr gut, ist allerdings für Musik ungeeignet. Denn der Modus verändert den Frequenzbereich so stark, dass sich die Klangqualität nochmals spürbar verschlechtert und alles noch dumpfer klingt. Das gleiche gilt für den Modus Reduzierung Klangverluste. Damit will ich keine Musik hören, der Modus ist nutzlos für mich. Die Lautstärke wird außerdem nur so wenig reduziert, dass andere nach wie vor mithören können.
Das allein wäre schon schlimm genug, darüber hinaus hat Sony auch bei der Steuerung der Modi alles falsch gemacht. Wenn ich für ein Hörbuch die Dialogverstärkung aktiviert habe und sie am Clip abschalten will, muss ich zunächst in den dritten Modus wechseln, um den Standardmodus zu erreichen. Es gibt keine Möglichkeit, direkt zwischen zwei Modi zu wechseln.
In einem Werbevideo präsentiert Sony die Funktion so, dass die Dialogverstärkung direkt ein- und wieder ausgeschaltet werden kann. Soll heißen: Dem Hersteller ist bewusst, dass Kunden es so erwarten, liefert es aber nicht so.
Ansagen beim Moduswechsel übertönen Hörbücher und Podcasts
Zu allem Überfluss gibt es bei jedem Moduswechsel Ansagen innerhalb der Clip-Kopfhörer, die sich nicht abschalten lassen. Das ist an sich schon lästig, hinzu kommt, dass die Wiedergabe während der Ansagen leiser gestellt wird. Wenn dann in einem Podcast die Dialogverstärkung benötigt wird, ist das Gesprochene bei der Umschaltung nicht zu verstehen.
Also lasse ich in Situationen, in denen ich die Dialogverstärkung brauchen kann, tunlichst die Finger davon, weil ich während des Moduswechsels nichts verstehe. Ich müsste sonst konsequent daran denken, den Podcast immer erst anzuhalten, bevor ich den Modus ändere – das ist unkomfortabel.
Bild 1/42: In diesen vier Farben gibt es die Link Buds Clip. (Bild: Sony)
Bild 2/42: In diesen vier Farben gibt es die Link Buds Clip. (Bild: Sony)
Bild 3/42: In diesen vier Farben gibt es die Link Buds Clip. (Bild: Sony)
Bild 4/42: So werden die Link Buds Clip getragen. (Bild: Sony)
Bild 5/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 6/42: Die Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Bild 7/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 8/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 9/42: Die Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Bild 10/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 11/42: Die Steuerung der Link Buds Clip erfolgt durch Antippen auf den Steg. (Bild: Sony)
Bild 12/42: Die Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Bild 13/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 14/42: Der Steg der Link Buds Clip sitzt unter Umständen sehr dicht am Ohr. (Bild: Sony)
Bild 15/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 16/42: Der Steg der Link Buds Clip sitzt unter Umständen sehr dicht am Ohr. (Bild: Sony)
Bild 17/42: Die Sony-App zeigt den Ladestand der Link Buds Clip einstellig an, für das Ladeetui gibt es die Info nur zweistellig. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 18/42: Dieser Hörmodus der Link Buds Clip eignet sich nur für Hörbücher und Podcasts - bei Telefonaten ist er gesperrt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 19/42: Diesen Hörmodus der Link Buds Clip können wir gar nicht brauchen, weil der Klang dann noch schlechter wird. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 20/42: Auf dem Hauptbildschirm der Sony-App lassen sich einige ausgewählte Funktionen festtackern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 21/42: In den Details zu den Hörmodi gibt es keine weiteren Einstellungen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 22/42: Nur im Standard-Hörmodus ist der Equalizer für die Link Buds Clip nutzbar. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 23/42: Im Equalizer gibt es ein paar Voreinstellungen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 24/42: Im Equalizer gibt es ein paar Voreinstellungen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 25/42: Die Link Buds Clip unterstützen Bluetooth-Multipoint, in Telefonaten kann es aber Probleme geben. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 26/42: Hier kann die Blueetooth-Verbindung der Link Buds Clip konfiguriert werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 27/42: Das ist eine kleine Verbesserung: Die weiteren Einstellungen der Link Buds Clip sind neuerdings auf dieser Seite zu finden und nicht mehr über mehrere Reiter verteilt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 28/42: Hier finden sich alle Einstellungen rund um den Klang. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 29/42: Wie auf dem Hauptbildschirm sind hier noch einmal die Bluetooth-Multipoint-Einstellungen zu finden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 30/42: Hier lässt sich die Bedienung der Link Buds Clip anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 31/42: In dieser Standardbelegung ist ein Dreifachtipp ohne Funktion. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 32/42: Die Anpassung der Lautstärke muss immer mit vier schnellen Tippern gemacht werden. Ändern lässt sich das nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 33/42: Sony-typisch gibt es bei der Umbelegung der Sensorflächen nur Funktionsgruppen - eine Anpassung einzelner Befehle fehlt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 34/42: Bei der Standardeinstellung für die rechte Seite sind immerhin beide Befehle mit Funktionen belegt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 35/42: Auch für die rechte Seite kann die Art der Lautstärkeanpassung nicht verändert werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 36/42: Sony erlaubt immer nur die Änderung der Sensorflächen nach Funktionsgruppen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 37/42: Diese Optionen stehen für die Quick-Access-Funktion zur Verfügung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 38/42: Die Antipp-Empfindlichkeit lässt sich bei Bedarf anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 39/42: An anderer Stelle finden sich noch einmal Einstellungen rund um Quick Access. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 40/42: Im Systembereich finden sich die Einstellungen für Firmware-Updates. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 41/42: Firmware-Updates lassen sich bei Bedarf manuell installieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 42/42: Die Sprachansagen der Link Buds Clip können nicht abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Die Dialogverstärkung könnte auch in Telefonaten eine Hilfe sein, wird allerdings von Sony verhindert. Denn in Telefonaten sind alle Modiwechsel gesperrt. Es wird immer der Standardmodus aktiviert, egal, was vor dem Anruf eingestellt wurde.
Noch mal zum Vergleich: Die Lautstärkeanpassung bei den Freeclip 2 funktioniert auch bei Telefonaten, bei Musik wird die Klangqualität nicht verschlechtert. So spielt diese Komfortfunktion ihr Potenzial voll aus.
Bei all dem Ärger mit den Modi ist es fast eine Randnotiz, dass der Equalizer nur im Standardmodus verwendet werden kann und in den anderen abgeschaltet wird.
Sprachqualität in Telefonaten in lauterer Umgebung nur Durchschnitt
In ruhiger Umgebung liefern die Link Buds Clip eine gute Sprachqualität, wir sind mühelos zu verstehen. Wenn ich an einer Straße entlanglaufe, sind vorbeifahrende Autos zwar nicht zu hören, doch die Gegenseite hört mich dumpfer und zum Teil abgehakt. Bei viel Autoverkehr bin ich unter Umständen gar nicht mehr zu verstehen oder das Zuhören wird anstrengend für den Gesprächspartner. Immerhin werden Windgeräusche für die Gegenseite unterdrückt.
Beim Schreiben auf einer lauteren Tastatur sind die Anschläge immer wieder mal kurz zu hören, während ich selbst dumpf klinge. Die Link Buds Clip können zwar auch Geschirrgeklapper oder einen aktiven Wasserhahn leiser machen, das verschlechtert aber die Sprachqualität.
Bild 1/42: In diesen vier Farben gibt es die Link Buds Clip. (Bild: Sony)
Bild 2/42: In diesen vier Farben gibt es die Link Buds Clip. (Bild: Sony)
Bild 3/42: In diesen vier Farben gibt es die Link Buds Clip. (Bild: Sony)
Bild 4/42: So werden die Link Buds Clip getragen. (Bild: Sony)
Bild 5/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 6/42: Die Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Bild 7/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 8/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 9/42: Die Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Bild 10/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 11/42: Die Steuerung der Link Buds Clip erfolgt durch Antippen auf den Steg. (Bild: Sony)
Bild 12/42: Die Link Buds Clip im Test (Bild: Sony)
Bild 13/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 14/42: Der Steg der Link Buds Clip sitzt unter Umständen sehr dicht am Ohr. (Bild: Sony)
Bild 15/42: Zu den Link Buds Clip gehört ein Ladeeui. (Bild: Sony)
Bild 16/42: Der Steg der Link Buds Clip sitzt unter Umständen sehr dicht am Ohr. (Bild: Sony)
Bild 17/42: Die Sony-App zeigt den Ladestand der Link Buds Clip einstellig an, für das Ladeetui gibt es die Info nur zweistellig. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 18/42: Dieser Hörmodus der Link Buds Clip eignet sich nur für Hörbücher und Podcasts - bei Telefonaten ist er gesperrt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 19/42: Diesen Hörmodus der Link Buds Clip können wir gar nicht brauchen, weil der Klang dann noch schlechter wird. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 20/42: Auf dem Hauptbildschirm der Sony-App lassen sich einige ausgewählte Funktionen festtackern. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 21/42: In den Details zu den Hörmodi gibt es keine weiteren Einstellungen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 22/42: Nur im Standard-Hörmodus ist der Equalizer für die Link Buds Clip nutzbar. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 23/42: Im Equalizer gibt es ein paar Voreinstellungen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 24/42: Im Equalizer gibt es ein paar Voreinstellungen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 25/42: Die Link Buds Clip unterstützen Bluetooth-Multipoint, in Telefonaten kann es aber Probleme geben. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 26/42: Hier kann die Blueetooth-Verbindung der Link Buds Clip konfiguriert werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 27/42: Das ist eine kleine Verbesserung: Die weiteren Einstellungen der Link Buds Clip sind neuerdings auf dieser Seite zu finden und nicht mehr über mehrere Reiter verteilt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 28/42: Hier finden sich alle Einstellungen rund um den Klang. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 29/42: Wie auf dem Hauptbildschirm sind hier noch einmal die Bluetooth-Multipoint-Einstellungen zu finden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 30/42: Hier lässt sich die Bedienung der Link Buds Clip anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 31/42: In dieser Standardbelegung ist ein Dreifachtipp ohne Funktion. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 32/42: Die Anpassung der Lautstärke muss immer mit vier schnellen Tippern gemacht werden. Ändern lässt sich das nicht. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 33/42: Sony-typisch gibt es bei der Umbelegung der Sensorflächen nur Funktionsgruppen - eine Anpassung einzelner Befehle fehlt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 34/42: Bei der Standardeinstellung für die rechte Seite sind immerhin beide Befehle mit Funktionen belegt. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 35/42: Auch für die rechte Seite kann die Art der Lautstärkeanpassung nicht verändert werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 36/42: Sony erlaubt immer nur die Änderung der Sensorflächen nach Funktionsgruppen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 37/42: Diese Optionen stehen für die Quick-Access-Funktion zur Verfügung. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 38/42: Die Antipp-Empfindlichkeit lässt sich bei Bedarf anpassen. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 39/42: An anderer Stelle finden sich noch einmal Einstellungen rund um Quick Access. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 40/42: Im Systembereich finden sich die Einstellungen für Firmware-Updates. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 41/42: Firmware-Updates lassen sich bei Bedarf manuell installieren. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Bild 42/42: Die Sprachansagen der Link Buds Clip können nicht abgeschaltet werden. (Bild: Sony/Screenshot: Golem)
Verglichen mit den sehr guten Ergebnissen der Freeclip 2 fällt Sony weit zurück. Huawei gelingt es besser, allen Hintergrundkrach herauszufiltern und dafür zu sorgen, dass man immer einwandfrei verstanden wird.
Ach ja: Eine Mikrofonsteuerung gibt es an den Link Buds Clip nicht. Immerhin gilt dieser Nachteil auch für beide Freeclip-Modelle – obwohl beide Hersteller betonen, wie gut sich mit den Clip-Kopfhörern telefonieren lässt.
Die Link Buds Clip haben eine Abschaltautomatik, die ebenfalls vor allem rund um Telefonfunktionen unpraktisch ist.