Sony Pictures Entertainment: Hacker bedrohen Sony-Mitarbeiter und deren Familien

Nach den Angriffen auf das Firmennetz von Sony Pictures Entertainment geht die Hackergruppe "Guardians of Peace" möglicherweise noch einen Schritt weiter. US-Medienberichten zufolge(öffnet im neuen Fenster) bedroht die Gruppe inzwischen Sony-Mitarbeiter persönlich und hat als Ziel ausgegeben, das Unternehmen komplett auszulöschen. In einer in krudem Englisch verfassten Botschaft an die Mitarbeiter heißt es unter anderem: "Das Entfernen von Sony Pictures von der Welt ist eine sehr kleine Aufgabe für unsere Gruppe, die eine weltweite Organisation ist. ... Es ist Ihr falsch, wenn Sie glauben, dass die Krise nach einiger Zeit vorbei ist." Sony bestätigte inzwischen laut New York Times(öffnet im neuen Fenster) , dass "einige" Mitarbeiter eine solche Drohmail erhalten hätten.
Weitere Dokumente veröffentlicht
Die Gruppe verlangt von den Mitarbeitern, in einer Antwortmail die Fehler des Unternehmens einzuräumen, "um keinen Schaden zu erleiden" . Falls nicht, seien nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch deren Familien in Gefahr. Den Mitarbeitern sei nach Erhalt der Nachricht geraten worden, ihre mobilen Geräte auszuschalten, berichtete Variety unter Berufung auf Firmenangehörige. Nordkorea hat inzwischen Spekulationen zurückgewiesen, wonach das Land hinter dem Sony-Hack stehen könnte. In der von Sony produzierten Action-Komödie The Interview(öffnet im neuen Fenster) versuchen zwei US-amerikanische Journalisten, den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un zu töten. Der Film soll an Weihnachten in die Kinos kommen.
Bei dem Ende November bekannt gewordenen Hack wurden auch persönliche Daten von fast 4.000 Mitarbeitern geleakt, inklusive Gehaltslisten von Top-Managern. Der New York Times zufolge wurde am Freitag ein dritter Satz von Dokumenten veröffentlicht. Weder Sony noch das FBI hätten die Hacker bislang identifiziert. Es könne auch sein, dass ein früherer Sony-Mitarbeiter involviert sei.