Sony: DSLRs sollen Augensteuerung zum Scharfstellen nutzen

Eye-Tracking soll bei Sonys digitalen Spiegelreflexkameras als die Neuerung des Jahres 2014 eingeführt werden, berichtet die für gewöhnlich gut informierte Website Sonyalpharumors(öffnet im neuen Fenster) . Dabei stellt die Kamera dorthin scharf, wohin der Fotograf beim Blick durch den Sucher schaut.
Das mit den Augen kontrollierte Fotografieren funktioniert mit Infrarotsensoren, die im Sucher eingebaut sind und die Augenbewegung verfolgen. Damit lassen sich anders als bei bisherigen Lösungen über Knöpfchen am Kameragehäuse viel schneller Fokuspunkte auswählen, die weit voneinander entfernt sind. Das ist nicht für jedes Fotomotiv sinnvoll. Wenn aber beispielsweise schnelle Bewegungen vorherrschen, lässt sich das Motiv so besser scharf stellen. Das trifft zum Beispiel bei der Sportfotografie zu.
Sonys Konkurrent Canon hatte diese Fokussiertechnik bereits vor ungefähr zehn Jahren das letzte Mal eingesetzt. Dort hieß das "Eye-controlled focusing" (ECF) oder Scharfeinstellung mit Augensteuerung. Die letzte Canon-Kamera(öffnet im neuen Fenster) , die mit ECF ausgerüstet wurde, war die EOS Canon EOS 30-V, die 2004 vorgestellt wurde. Das war noch eine Analog-Spiegelreflexkamera. Das erste Modell mit Augensteuerung war die Canon EOS IX, die 1996 vorgestellt wurde. Die Funktion wurde bei Canons digitalen Spiegelreflexkameras nie eingeführt.
Bei Canons Augensteuerung genügte ein Blick auf eines der Messfelder im Sucher zur Fokussierung. Auch eine Schärfennachführung war möglich. Dazu musste der Benutzer das Objekt, auf das er mit Augensteuerung fokussierte, bei angetipptem Auslöser verfolgen.



