Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Sony: Droht PC-Spielern das Ende der hochwertigen PS5-Blockbuster?

Waren die PC-Ports der PS5 -Blockbuster ein Fehler? Möglicherweise kommt eine Strategieänderung – parallel zu ähnlichen Überlegungen bei Xbox .
/ Peter Steinlechner
30 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Dualshock, das Eingabegerät der Playstation 5 (Bild: RICHARD A. BROOKS/AFP via Getty Images)
Dualshock, das Eingabegerät der Playstation 5 Bild: RICHARD A. BROOKS/AFP via Getty Images

Die Spielebranche steht im Frühjahr 2026 offenbar vor einer Neuausrichtung ihrer Veröffentlichungsstrategien. Lange Zeit galt der Trend zu PC-Portierungen von Konsolen-Exklusivtiteln als unumkehrbar, doch nun verdichten sich die Anzeichen für eine Kehrtwende.

Der Branchenexperte Jason Schreier berichtet im Triple Click Podcast(öffnet im neuen Fenster) , dass Sony möglicherweise seine prestigeträchtigen Singleplayer-Blockbuster später als bislang üblich für den PC umsetzen könnte – oder gar nicht mehr.

Konkret wird dies rund um Marvel's Wolverine diskutiert. Das Actionspiel vom Sony-eigenen Entwicklerstudio Insomniac Games wurde gerade für den 15. September 2026 angekündigt – nur für die Playstation 5.

Das ist das übliche Vorgehen, aber unter der Hand hätte man bislang mit einem Start auf PC ein bis zwei Jahre später gerechnet. Das könnte nun anders laufen oder auch länger dauern.

Der Grund für die Überlegungen laut Jason Schreier ist: Die Portierungen der vergangenen Jahre hätten durchaus kurzfristige Umsätze generiert. Aber der strategische Plan, PC-Spieler langfristig in das Playstation-Ökosystem zu locken, gelte bei Sony als gescheitert.

Stattdessen wachse die Sorge, dass die Verfügbarkeit auf dem PC den Kaufanreiz für die eigene Hardware schwäche. Sony wolle künftig möglicherweise wieder alles daransetzen, die Konsole als den einzigen Ort zu positionieren, an dem die hochwertigsten Singleplayer-Erfahrungen der Branche möglich sind.

Anders dürfte das lediglich bei Live-Servicetiteln wie Marathon sein, die aufgrund ihrer Abhängigkeit von großen Spielerzahlen weiterhin zeitgleich für PC und sogar für die Konkurrenzkonsole Xbox Series X/S erscheinen dürften.

Xbox hat ebenfalls einen Plan – oder auch nicht

Ein ähnliches Umdenken zeichnet sich auch bei der Konkurrenz ab. Nachdem Microsoft unter Phil Spencer die Grenzen zwischen den Plattformen fast vollständig aufgelöst hatte, schlägt die neue Xbox-Führung unter Asha Sharma eher kritische Töne gegenüber dieser Strategie an.

Im Interview mit Windows Central(öffnet im neuen Fenster) reagierte Sharma auf die Frage nach der künftigen Multiplattform-Strategie von Xbox mit einer bemerkenswerten Offenheit. Sie erklärte: "Der Plan ist der Plan, bis er nicht mehr der Plan ist."

Damit stellt die neue Xbox-Chefin klar, dass die bedingungslose Öffnung der Marke für Konkurrenzplattformen wie die Playstation 5 unter ihrer Führung kein Dogma mehr ist. Sharma betonte, sie müsse erst das "Warum" hinter den bisherigen Entscheidungen und die zugrunde liegenden Daten verstehen.


Relevante Themen