Sony: Die Spezifikationen der Playstation Neo

Einem Bericht von Giant Bomb(öffnet im neuen Fenster) zufolge wird die bisher von einigen Entwicklern Playstation 4K genannte neue Spielekonsole bei Sony intern Neo genannt. Passend dazu sollen die Spezifikationen feststehen, die sich auf dem Papier mit dem decken, was vor rund drei Wochen bereits durchgesickert war – nämlich viel mehr Leistung. Erste Meldungen über eine PS4K waren parallel zur Entwicklerkonferenz GDC im März 2016 aufgetaucht.
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Die vorliegenden Dokumente sollen zeigen, dass die Playstation Neo erneut auf einem System-on-a-Chip von AMD basiert. Die acht Jaguar-Kerne werden beibehalten, die maximale Taktfrequenz steige aber um knapp ein Drittel von 1,6 auf 2,1 GHz. Bei der integrierten Grafikeinheit habe sich Sony für eine Custom-GPU entschieden. Die Neo-Grafikeinheit soll 36 statt 18 Shader-Cluster aufweisen (2.304 statt 1.152 ALUs) und mit 911 statt 800 MHz takten. Giant Bomb spricht von einer verbesserten Technik, denkbar wäre die neue Polaris-Architektur. Desktop-Karten damit werden für Sommer 2016 erwartet.
Um die mehr als doppelte so flotte Grafikeinheit mit Daten zu füttern, sollen die 8 GByte GDDR5-Videospeicher eine Transferrate von 218 statt 176 GByte pro Sekunde liefern. Zudem soll Sony den Entwicklern ein halbes GByte mehr RAM zur Verfügung stellen, womit etwas detailliertere Spielwelten möglich sind. Die Neo-Konsole soll eine 4K-Ausgabe bei 60 Hz inklusive High Dynamic Range (HDR) unterstützen, was für HDMI 2.0 mit HDCP 2.2 spricht. Allerdings mache Sony einige Vorgaben für 4K-Spiele, gemeint ist wohl Ultra-HD (2160p).
Neo-Modus für ältere und kommende Spiele
Grundsätzlich wird es keine Neo-exklusiven (PSVR-)Titel geben, sondern einzig grafisch aufwendigere Versionen im sogenannten Neo-Modus. Ob sich ein Studio für eine höhere Render-Auflösung, eine bessere Kantenglättung oder mehr Details entscheidet, obliege den Entwicklern. Die Bildrate muss aber mindestens identisch mit der normalen Version sein oder darüber liegen und 1080p ist die minimale von Sony gestattete Auflösung. Was hingegen denkbar sei, wäre ein lokaler Coop-Modus für acht statt vier Spieler.
Ab Oktober 2016 soll jeder neue Titel einen Neo-Modus für die neue Konsole unterstützen, ältere Spiele können einen Patch erhalten. Alle Onlinedienste und zusätzliche Hardware arbeiten mit beiden PS4-Varianten zusammen. Preis und Verfügbarkeit der Neo-Playstation nennt der Bericht von Giant Bomb nicht, das Weihnachtsgeschäft 2016 erscheint allerdings naheliegend. Wenn das SoC aber im 14FF- oder 16FF-Prozess gefertigt werden sollte, dürfte die Konsole nicht günstig oder erst irgendwann 2017 verfügbar sein.
Nachtrag vom 19. April 2016, 16:04 Uhr
Digital Foundry hat bestätigt(öffnet im neuen Fenster) , die Dokumente zur Playstation Neo ebenfalls vorliegen zu haben. Erste Dev-Kits sind zu den Entwicklerstudios unterwegs, im Juni 2016 werde eine aktualisierte Version folgen. Zudem plant Sony, seine Partner im Mai über weitere Details zu unterrichten.