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Sony Computer Entertainment: Patent für lückenlosen biometrischen Kopierschutz

Der eine Spieler kauft und startet ein Game, dann übernimmt sein Kumpel die Kontrolle - derartige Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen sind künftig vielleicht unmöglich. Sony will sich neue Kopierschutzverfahren auf biometrischer Basis patentieren lassen.
/ Peter Steinlechner
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Playstation 3 von Sony Computer Entertainment (Bild: Sony)
Playstation 3 von Sony Computer Entertainment Bild: Sony

Wer heutzutage einen Computer registriert, aktiviert oder startet, ist nicht in jedem Moment der tatsächliche Nutzer. Der Hersteller kann das nicht überprüfen. Das könnte künftig anders sein: Die US-Niederlassung von Sony Computer Entertainment - also der Sparte, die unter anderem für die Playstation zuständig ist - stellt künftig möglicherweise mit Hilfe biometrischer Verfahren fest, wer sich tatsächlich mit den Spielen vergnügt.

Laut einem im Mai 2012 eingereichten und jetzt veröffentlichten Patentantrag(öffnet im neuen Fenster) könnten Konsolenhersteller oder Publisher mit "Fingerabdruckscanner, Handsensoren, Gesichtserkennungssystemen, Augenscannern, Stimmerkennungsanalysen und DNS-Erkennungsverfahren" in jedem Moment feststellen, wer tatsächlich vor dem Bildschirm sitzt. Die Daten könnten genutzt werden, um das "Hacken, Kopieren oder Stehlen von Musik, Software, Videospielen oder anderen geschützten Inhalten" zu verhindern.

Als weitere Anwendung für die genannten Verfahren nennt der Patentantrag die Möglichkeit, bei Werbung im Internet ebenfalls genau feststellen zu können, wer etwa eine Anzeige oder einen Clip im konkreten Moment wahrnimmt - was Streuverluste deutlich vermindern und die Kosten für Werbetreibende massiv senken könnte.

Noch hat das US Patent and Trademark Office dem Antrag nicht stattgegeben. Aber selbst wenn das irgendwann der Fall ist: Viele Firmen stellen Patentanträge, obwohl sie die geschützte Technologie dann niemals nutzen, etwa, um Konkurrenten vom Gebrauch der Verfahren abzuhalten.


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