Sucher meist super, Menüs meist mangelhaft

Die Alpha 1 ist weder zu zierlich noch zu groß, sie liegt mit ihrem Gewicht von 740 Gramm und ihrer ausgeprägten Griffwulst sehr angenehm in der Hand. Alle 20 Rädchen und Knöpfe sind gut erfühlbar und die meisten sind auch bedienbar, wenn man die Kamera am Auge hat. Vier frei belegbare Knöpfe und sieben teilweise arretierbare Räder bieten genügend Flexibilität für schnelle Aktionen. Insgesamt lassen sich 16 der Bedienungselemente mit eigenen Funktionen ausstatten.

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Der Bildschirm ist nach oben und unten klappbar, kann aber nicht zur Seite ausgeschwenkt werden. Dafür entschädigt der schnelle und sehr hoch auflösende Sucher. Wenn die maximale Bildrate von 240 fps im Sucher eingestellt wird, verliert das Bild jedoch drastisch an Auflösung und vertikale Linien sind deutlich flimmernd sichtbar.

Wir haben uns jedoch so sehr an die schnelle Bildrate gewöhnt, dass wir nach kurzer Zeit über die reduzierte Auflösung hinwegsahen. Lediglich die Sonne trübte unseren Eindruck vom Sucher: Steht sie in einem bestimmten Winkel zum Annäherungssensor, dann bemerkt dieser nicht mehr, dass wir ihn vor das Auge bewegen. So schaltet sich das Außendisplay nicht ab und der Sucher bleibt dunkel. Dieses Verhalten ließ sich reproduzieren und ist anscheinend nicht nur uns aufgefallen.

Nicht ganz so benutzerfreundlich sind die Menüs. Ein von links kaskadierendes System schränkt die Menge an möglichen Zeichen für die Menüelemente erheblich ein. Das führt zu Stilblüten wie: "And.Einst.f.St/Film". Sicherlich findet man sich nach etwas Eingewöhnungszeit hier zurecht und die Sony-Nutzer sind bei kryptischen Menüs inzwischen ohnehin abgehärtet. Wir finden dennoch, dass es für den Hersteller an der Zeit ist aufzuräumen.

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Zur Ehrenrettung möchten wir hinzufügen: Die Grundfunktionen sind gut erreichbar und eine eigene Menüseite mit den wichtigsten Parametern ist schnell eingerichtet.

Im Einsatz sind diese Kritikpunkte dann nebensächlich. Der rasante Autofokus und der stille elektronische Auslöser ermöglichen spielend leicht Motive, die sonst nur mit viel Aufwand und erheblichem Ausschuss fehlgeschlagener Versuche möglich wären. Hinzu kommt, dass anders als bei anderen schnellen Kameras die Dateien selbst bei sehr hohen Bildraten noch den vollen Dynamikumfang von fast 14 Blendenstufen beinhalten.

Die Alpha 1 ist eine Sportskanone

Damit empfiehlt sich die Kamera nahezu uneingeschränkt für Sport- und Eventfotografie. Der Augenfokus mit Motiverkennung für Mensch, Tier und Vogel arbeitete im Test zuverlässig. Allerdings muss tatsächlich das gewünschte Programm aktiviert sein - menschliche Augen werden im Modus "Vogel" ignoriert.

Was wir im Test ebenfalls mochten, ist die Möglichkeit, APS-C-Optiken zu verwenden. Diese sind preiswerter als Vollformat-Objektive und lieferten in unserem Fall ebenso gute Ergebnisse, was Geschwindigkeit und Treffsicherheit anbetrifft.

Sony Alpha 7 III | Spiegellose Vollformat-Kamera mit Sony 28-70 mm f/3.5-5.6 Zoom-Objektiv ( Schneller 0,02s AF, optische 5-Achsen-Bildstabilisierung, 4K HLG Videoaufnahmen, große Akkukapazität)

Sie lassen sich allerdings nicht alle mit der höchsten Bildrate nutzen. Hierfür gibt es eine eigene Auswahl an Objektiven. Zusätzlich verwendet die Kamera in diesem Modus eine verlustbehaftete Bildkompression und die Objektverfolgung kann nicht aktiviert werden.

  • Der BSI-CMOS-Sensor hat eine Auflösung 50 Mpx. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die meisten Rädchen sind arettierbar. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die Rückseite der Kamera ist aufgeräumt. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Die beiden Kartenschächte nehmen SD und CFExpress Medien auf. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Hinter der zweiten Anschlussklappe verbirgt sich ein LAN-Anschluss. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Bildschirm ist klappbar, aber nicht schwenkbar. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Akku lässt sich kameraintern per USB laden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Bei sehr hohen ISO-Werten nimmt das Rauschen erwartungsgemäß stark zu. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Zwei Menüschichten nebeneinander sind eine zuviel. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Im Sucher können sehr viele Informationen eingeblendet werde - das lässt sich natürlich auch deaktivieren. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Selbst bei frontaler Bewegung liegt der Autofokus selten daneben. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Der Augenfokus erkennt natürlich auch Hunde. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Für Vögel gibt es einen eigenen Augenfokus. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
Der BSI-CMOS-Sensor hat eine Auflösung 50 Mpx. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Der verbaute 5-Achsen-Bildstabilisator ist solide und soll über 5 Blendenstufen kompensieren. Unser Eindruck war jedoch, dass eine kombinierte Stabilisierung aus Optik und Kamera, wie sie andere Hersteller verwenden, im Videomodus besser funktioniert.

Die 50-Megapixel-Bilder aus der Kamera sehen sehr gut aus und lassen in der Nachbearbeitung dank des hohen Dynamikumfangs noch einiges an Korrekturen zu. Dabei finden wir Bilder bis ISO 1600 sehr gut nutzbar, in den extrem hohen ISO-Bereichen kommt es wie erwartet zu einer starken Detailreduktion.

Eine Besonderheit des beweglichen Sensors ist die Möglichkeit, Bilder mit extrem hoher Auflösung von bis zu 200 Megapixeln durch ein Zusammenrechnen mehrerer Fotos zu erstellen. Leider funktioniert das nicht in der Kamera, sondern nur auf dem Rechner mit einer Zusatzsoftware. Außerdem eignet sich das Verfahren lediglich für Motive ohne Bewegung.

Dynamischer ist die Alpha 1 hingegen beim Filmen.

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 Sony Alpha 1 im Test: Sonys stilles Alpha-TierDie Sony Alpha 1 bleibt cool 
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gelöscht 11. Mai 2021

Technisch hast du Recht. Aber ganz im Ernst: Wer sieht denn da im Normalfall den...

Michael H. 05. Mai 2021

Ich hab ne Alpha 7 III und komme von Canon. Canon hat ein wirklich schönes Menü und...

Michael H. 05. Mai 2021

Ist ja auch nix verwerfliches dran. Selbst als ambitionierter Hobbyfotograf muss ich...



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