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Sons of Sparta im Test: Der God-of-War-Wüterich in Ausbildung

Im God-of-War -Ableger erleben wir Kratos als Schüler Spartas statt als Götterschreck – mit gutem Gameplay, aber wenig Epos.
/ Peter Steinlechner
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Szene aus God of War - Sons of Sparta (Bild: Bild: Sony / Screenshot: Golem)
Szene aus God of War - Sons of Sparta Bild: Bild: Sony / Screenshot: Golem
Inhalt
  1. Sons of Sparta im Test: Der God-of-War-Wüterich in Ausbildung
  2. God of War – Sons of Sparta: Verfügbarkeit und Fazit

Den alten Kriegsgott kennen wir: Kratos ist bärtig, wortkarg und meistens sehr (!) wütend. Das als Shadow Drop veröffentlichte Sons of Sparta blickt auf die Zeit davor. Statt Weltrettung geht es um Ausbildung und den harten Alltag junger Spartaner – also um die Phase, in der aus einem Kämpfer eine Legende wird.

Das Spiel entstand primär bei dem Entwicklungsstudio Mega Cat(öffnet im neuen Fenster) . Das eigentlich für die Serie zuständige Santa Monica Studio(öffnet im neuen Fenster) steuerte nach Angaben von Sony vor allem die Story bei.

Diese dreht sich einen Kameraden von Kratos, der unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Kratos und sein Bruder Deimos wagen sich hinaus in die Wildnis Lakoniens, um ihn zu retten. Dabei stoßen sie auf eine dunkle Bedrohung für Sparta.

Die Story wird vom alten Kratos mit rauchiger Stimme im Hintergrund erzählt. Sonst hören wir Kratos aber als jüngeren Mann – das ist manchmal etwas verwirrend, stört aber nicht weiter. Wichtiger: Deimos taucht nur ab und zu in Zwischensequenzen sowie noch seltener computergesteuert in Bosskämpfen auf.

Erst nach Abschluss der Hauptgeschichte wird ein Herausforderungsmodus freigeschaltet, der entweder alleine oder mit den beiden Brüdern im lokalen 2-Spieler-Koop-Modus absolviert werden kann. Für den ersten Durchgang muss man wohl mindestens mit 15 bis 20 Stunden rechnen.

Konkret ist das auch deshalb schwer zu sagen, weil die vielen eigentlich optionalen Nebenaufgaben kaum von der Hauptmission zu trennen sind – wir zumindest grasten einfach die Levels ab und erledigten, was dabei zu erledigen war.

Sons of Sparta ist natürlich kein großes God of War, sondern ein 2D-Sidescroller. Wir laufen, klettern und springen durch kompakte Areale, kämpfen und lösen kleine Geschicklichkeitsabschnitte und Rätsel. Nach und nach erweitern sich unsere Fähigkeiten, so dass wir auch in zuvor nicht erreichbare Abschnitte gelangen – klassisch Metroidvania.

Die Steuerung reagiert präzise, Abstände lassen sich zuverlässig einschätzen. Kratos ist selbst als junger Mann kein Zirkusäffchen, sondern ein Spartaner: Akrobatische Kunststücke wie mit den Hauptfiguren etwa aus Hollow Knight Silksong oder Prince of Persia – The Lost Crown kriegen wir mit ihm nicht mal ansatzweise hin.

Stattdessen spielt sich Sons of Sparta angenehm bodenständig und im mittleren von drei Schwierigkeitsgraden auch einfacher als die genannten anderen Titel. Das soll keine Kritik sein, im Gegenteil: Es ist ganz schön, auch mal ohne superflinke Reaktionen an den Analogsticks durchs Spiel zu kommen.

Das Kampfsystem setzt primär auf Nahkämpfe etwa per Speer, dazu kommen später Fernwaffen wie eine Schleuder. Treffer fühlen sich halbwegs wuchtig an, Paraden funktionieren gut und Gegner wie Skelette oder Krabben sind problemlos lesbar.


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