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God of War – Sons of Sparta: Verfügbarkeit und Fazit

Mit der Zeit nutzen sich die Abläufe allerdings etwas ab, neue Gegnertypen ändern das Tempo nur begrenzt. Abwechslung bieten primär die schön inszenierten und fairen Bosskämpfe.

Eine Besonderheit ist die Geist-Mechanik, mit der wir bei Feinden gezielt Lebenspunkte für Kratos absaugen können – aber weniger Schaden anrichten. Wir finden, das funktioniert nur mittelgut, gelegentlich entsteht dadurch eine gewisse Monotonie.

Nicht gelungen finden wir die Orientierungsfunktion. Die Karte besteht lediglich aus abstrakten Kästchen, aber nicht aus einer echten Miniaturansicht der Level. Dadurch wissen wir zwar ungefähr, in welcher Richtung sich das nächste Ziel befindet – aber welche konkreten Passagen sich wo befinden, sehen wir nicht. Die meisten Wettbewerber bieten hier mehr Komfort.

Optisch setzt das Spiel auf gezeichnete 2D-Pixelgrafik mit Parallax-Scrolling; Vorder- und Hintergründe verschieben sich unterschiedlich schnell und erzeugen so räumliche Tiefe. Tempel, Küste und Wildnis unterscheiden sich klar, die Darstellung bleibt aber einfacher als bei aktuellen Genre-Spitzenreitern.

Technische Probleme fielen uns nach dem ersten Post-Launch-Update nicht auf, die gelegentlichen Ladezeiten zwischen den Abschnitten sind uns aber minimal zu lang, und die Bildrate ist nicht superflüssig – womit sich aber leben lässt.

Es gibt umfangreiche Optionen für Barrierefreiheit, darunter Audiohinweise, Hochkontrast und erweiterbare Rätselhilfen. Den Spielstand können wir nur an Lagerfeuern speichern; die Rücksetzpunkte finden wir fair.

God of War – Sons of Sparta ist für Playstation 5 erhältlich, der Preis beträgt 30 Euro für die Standardversion und 40 Euro für die Deluxe-Ausgabe mit digitalem Artbook und weiteren Extras. Die deutsche Sprachausgabe finden wir gelungen. Als Multiplayer gibt es nur den angesprochenen Koop nach dem ersten Durchgang. Die USK erteilte eine Freigabe ab 16 Jahren.

Fazit

Sons of Sparta ist ein ordentlicher Ableger für God of War, dennoch: Ein bisschen mehr Spektakel, Epos und Wumms sowie schlicht ein bisschen besseres Spiel hätten wir Kratos schon gewünscht. Immerhin tragen die gelungene Steuerung, das angenehme Tempo und die gut lesbaren Kämpfe zuverlässig durch die Kampagne, ohne große Hürden aufzubauen.

Das mit Abstand größte Ärgernis ist für uns die unübersichtliche Karte, da erwarten wir heutzutage einfach mehr Komfort. Am Ende bleibt ein sympathischer Serienausflug, der insgesamt Spaß macht – aber wenig bleibenden Eindruck hinterließe, ginge es nicht um unseren Lieblings-Kriegsgott.


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