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Sonos Playbase vs. Raumfeld Sounddeck: Wuchtiger Wumms im Wohnzimmer

Um seinem heimischen TV-Gerät einen besseren Klang mit satten Bässen zu entlocken, ist nicht unbedingt ein Lautsprechersystem mit im Raum verteilten Boxen nötig: Die Playbase von Sonos und Raumfelds Sounddeck sind kompakte Geräte, die direkt unter den Fernseher kommen und im Test überzeugt haben.
/ Tobias Költzsch
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Unten das Raumfeld Sounddeck, oben die Sonos Playbase (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Unten das Raumfeld Sounddeck, oben die Sonos Playbase Bild: Martin Wolf/Golem.de

Wer den Klang seines Heimkinos unkompliziert verbessern will, kann beispielsweise eine Soundbar installieren. Diese wird direkt unter den Fernseher montiert und sorgt für einen besseren und räumlicheren Klang. Der Nachteil: Dabei kommen in den meisten Fällen die Bässe zu kurz, da die schmale Konstruktion einer derartigen Klangleiste den Einbau größerer Lautsprecher oder kräftiger Tieftöner ausschließt.

TV-Lautsprechersysteme - Fazit
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Die vollmundigere Alternative sind Lautsprechersysteme, die unter den Fernseher gestellt werden: Diese sind größer und bieten so zum einen mehr Platz für mehr Lautsprecher, zum anderen ausreichend Raum für Basslautsprecher. Golem.de hat Sonos' neue Playbase und Raumfelds Sounddeck im Wohnzimmer aufgebaut und miteinander verglichen. Beide Systeme sind vom Klang her komplett, bieten aber feine Audio-Unterschiede und vor allem große Unterschiede bei den Anschlüssen und der Bedienung.

Die Playbase hat der US-Hersteller Sonos Anfang März 2017 vorgestellt. Das Sounddeck von Raumfeld, einer Marke des Berliner Audio-Herstellers Teufel, ist bereits etwas länger auf dem Markt. Vergleichen wir die beiden Geräte direkt neben- oder übereinander, fallen die Größenunterschiede sofort auf: Die Playbase ist nur halb so hoch wie das Sounddeck und wirkt dadurch weitaus weniger wuchtig. Sie wirkt unter einem Fernseher mehr wie ein Teil des Standfußes als das Sounddeck.

Unterschiede bei der Größe und der Lautsprecherauswahl

Das Raumfeld-Gerät ist ein ziemlich eckiger Kasten mit einem Stoffbezug an der Vorderseite, während Sonos' Playbase komplett aus einem stabilen Kunststoff gefertigt ist und stark abgerundete Ecken hat. In der Playbase sind zehn Lautsprecher eingebaut: sechs Mitteltöner, drei Hochtöner und ein Woofer. Dieser ist in der Mitte des Gerätes eingebaut, strahlt allerdings zur Seite; der Luftkanal zieht sich durch das halbe Gehäuse.

Im Sounddeck befinden sich sechs Breitbandlautsprecher und zwei Tieftöner, deren Öffnungen sich an der Unterseite des Gehäuses befinden. Separate Hoch- und Mitteltöner verbaut Teufel nicht, was den Klang im direkten Vergleich merklich vom Sonos-Gerät unterscheidbar macht. Die zwei recht großen, nach unten strahlenden Woofer hingegen fügen dem Raumfeld-Gerät einen stärkeren "Wumms" zu - dass die Kraft eines Woofers allerdings nicht alles ist, zeigt sich in unserem Test.

Komplette Systeme mit einfacher Installation

Beide Lautsprechersysteme sind komplett, Nutzer brauchen also keine weiteren Lautsprecher, um sie zu benutzen. Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass dies nicht möglich ist: Sowohl Sonos' Playbase als auch das Raumfeld Sounddeck sind netzwerkfähig und können drahtlos mit weiteren Speakern aus den jeweiligen Systemlinien verbunden werden. Die Lautsprechersysteme lassen sich so auch in bereits bestehende Multiroom-Lösungen einbinden. Bei der Erweiterung mit weiteren Lautsprechern gibt es zwischen Sonos und Raumfeld allerdings Unterschiede, die wir im Laufe des Tests beleuchten werden.

Für beide Geräte ist die Nutzung der App im Grunde unabdinglich, das Sounddeck kommt allerdings zusätzlich noch mit einer Fernbedienung - die es bei Sonos' Playbase nicht gibt. Dort können wir die Lautstärke allerdings nach einer kurzen Einrichtung über unsere Fernseherfernbedienung steuern, als Alternative zur App.

Einfache Einrichtung bei beiden Systemen

Ausgebaut sind beide Systeme schnell und unkompliziert: Nachdem wir die Kästen aus ihren Verpackungen befreit haben, mussten wir sie nur unter unseren Fernseher stellen und anschließen. Wobei "nur" bedeutet, sich besser von einer zweiten Person helfen zu lassen: Alleine ist es nur schwer möglich, einen schweren Fernseher anzuheben und das Lautsprechersystem darunterzuschieben. Mit 73 x 41 x 11 cm und 12 kg beim Sounddeck und 72 x 38 x 5,6 cm und 8,6 kg sind die beiden Geräte nicht unbedingt handlich.

Von den Anschlüssen her unterscheiden sich die Lautsprechersysteme deutlich. Sonos hat nach eigenen Angaben wegen der einfacheren Bedienbarkeit auf umfassende Anschlüsse verzichtet, an der Rückseite der Playbase befinden sich nur drei Buchsen: eine für den Netzstecker, eine für ein Ethernetkabel und ein optischer Eingang. Wir können unsere Audiogeräte also lediglich über ein optisches Kabel anschließen.

Nur eine Anschlussmöglichkeit bei der Playbase

Sonos' Grundgedanke für die Playbase ist, dass Nutzer alle ihre Geräte an den Fernseher anschließen und dessen Audiosignal über das optische Toslink-Kabel an das Lautsprechersystem anschließen. Das mag tatsächlich die einfachste Lösung sein, aber nicht die praktischste: Von vornherein werden ältere Fernseher ohne optischen Ausgang ausgeschlossen. Sonos verlässt sich schlicht darauf, dass jeder an der Playbase Interessierte einen entsprechenden Fernseher besitzt.

Teufel macht es bei seinem Raumfeld Sounddeck besser: Das Gerät hat neben dem Netzanschluss, einer Ethernet-Buchse und einem optischen Eingang (Toslink) zusätzlich noch einen HDMI-Eingang, einen Stereo-Cinch-Eingang und einen USB-Anschluss. Dadurch erweitert sich das Einsatzspektrum beträchtlich.

Teufel geht entsprechend auch nicht davon aus, dass alle Signale über den Fernseher laufen. So hat die mitgelieferte stabile Fernbedienung aus gebürstetem Aluminium auch drei Auswahlbuttons für verschiedene Eingänge: Aux, TV und Optical. Das macht den Betrieb unterschiedlicher Audioquellen weitaus einfacher als mit Sonos' Playbase, etwa wenn auch noch eine Stereoanlage über das Lautsprechersystem laufen soll.

Unterschiede bei der nativen Streamingauswahl

Zusätzlich zu den angeschlossenen Audiosignalen können beide Lautsprechersysteme auch Audioquellen aus dem Internet abspielen. Die Auswahl verfügbarer Dienste ist dabei bei der Playbase weitaus größer als beim Sounddeck: Wartet Teufels System mit den sechs Diensten Spotify, Tidal, Wimp, Napster, Soundcloud und Tune-In auf, bietet Sonos bei seinem Multiroom-System insgesamt 46 Dienste an. Darunter befinden sich neben den großen Streamingdiensten wie Spotify, Google Play Music, Amazon Music, Apple Music und Juke auch eher weniger bekannte Anbieter mit exotischerer Musikauswahl oder auch Hörbuchdienste und der Vorleseservice Narando.

Dafür bietet Raumfeld bei seinen Multiroom-Lautsprechern - und damit auch beim Sounddeck - eine Verbindung mit Googlecast an. Damit lassen sich Audiosignale aller Apps über das Lautsprechersystem abspielen, die Googles Standard unterstützen. Die Auswahl an verfügbaren Diensten wächst somit ungemein.


Die Einbindung der Onlineanbieter ist bei Sonos dennoch besser umgesetzt: Wir können die eingerichteten Services direkt über die App steuern, die ausgewählten Stücke werden über die Playbase abgespielt. Beim Raumfeld Sounddeck müssen wir das Gerät beispielsweise bei Spotify in der App als Musikquelle angeben, automatisch funktioniert das nicht immer. Zwar gibt es auch in der Raumfeld-App die Möglichkeit, auf Spotify zuzugreifen - dabei müssen wir die Anwendung aber extern starten, um Musik auszuwählen.

Läuft beispielsweise Musik über Spotify, können wir in der Raumfeld-App Tracks überspringen und die Musik stoppen und fortführen. Eine Übersicht der von uns bei Spotify gespeicherten Alben gibt es hingegen in der Raumfeld-App nicht, auch direkt aus der Anwendung heraus bei Spotify suchen können wir nicht.

An der Front der Playbase gibt es drei Buttons, über die wir das Gerät auch ohne die App steuern können. Die linke Sensortaste reduziert die Lautstärke, die rechte erhöht sie; in der Mitte befindet sich eine Pause-Taste. Streichen wir von links nach rechts über die drei Tasten, wird das nächste Lied in unserer Playlist abgespielt; ein Wisch von rechts nach links wechselt zum vorigen Track. Beim Sounddeck können wir am Gerät selbst die Lautstärke regulieren.

Praktische Fernbedienung beim Sounddeck

Die Fernbedienung des Raumfeld Sounddeck bietet eine Auswahl an Bedienmöglichkeiten, die im Alltag nützlich sind und dazu führen, dass wir anders als beim Sonos-System weitaus weniger mit der App arbeiten müssen. Grundsätzlich können wir verschiedene Audioquellen über die Fernbedienung auswählen und die Lautstärke regulieren. Außerdem hat die Bedienung einen Einschalter und vier weitere Buttons, die je nach Anwendungsszenario unterschiedliche Funktionen haben.

Verwenden wir das Sounddeck als Wiedergabegerät für unseren Fernseher oder eine andere externe Audioquelle, können wir mit den vier Knöpfen auf der Fernbedienung zwischen den unterschiedlichen Audiomodi umschalten. Neben der im Akustikfeld eher zentral angeordneten Standardeinstellung gibt es einen sehr breiten Stereomodus (Arena), der sich beispielsweise für Konzertaufnahmen eignet, einen Theatermodus und einen Theatermodus mit einer Anhebung der Stimmenfrequenzen.

Sounddeck mit vier verschiedenen Soundmodi

Im Theatermodus ist das Stereospektrum weniger breit als im Konzertmodus, zudem ist die gedachte Center-Position des Audiospektrums wesentlich besser verständlich als in der zweiten Einstellung. Dort sind Stimmen in Filmen und Serien so schwer zu verstehen, dass wir diese Einstellung im normalen Betrieb kaum verwendet haben. Der zweite Theatermodus bringt nochmal ein verbessertes Stimmenverständnis, in der Raumfeld-App wird er als "Sprache" bezeichnet.

Den normalen Theatermodus empfinden wir für die meisten Anwendungen als am besten - sowohl für Filme, Serien oder auch Spiele. Verglichen mit der Standardeinstellung ist das Stereospektrum viel besser, das Sounddeck klingt in diesem Modus schlicht besser. In der täglichen Nutzung sind wir beim Sounddeck tatsächlich nur zwischen Theatermodus und dem Theatermodus mit verbesserter Sprachverständlichkeit hin- und hergewechselt.

Umständliche App bei Raumfeld

Verwenden wir das Sounddeck als Wiedergabegerät für Streamingmedien aus dem Internet, verändern die vier Buttons auf der Fernbedienung den Klang nicht. Stattdessen dienen sie zum Speichern von beliebten Quellen oder Onlineradiostationen. Diese Funktion gibt es auch bei den kleineren Raumfeld-Lautsprechern direkt am Gehäuse. Um dann die verschiedenen Audiomodi einzustellen, müssen wir die App verwenden, über die diese auch verfügbar sind.


Dabei müssen wir uns allerdings durch das komplette Einstellungsmenü klicken, was nervt: Wir müssen in die Einstellungen, dann in die Raumkonfiguration. Anschließend rufen wir den Raum auf, in dem der Speaker steht, bei dem wir die Soundeinstellungen ändern wollen. Innerhalb des Raumes muss noch der jeweilige Speaker aufgerufen werden, dann können wir den Wellenfeldmodus ändern. Auch die Eingangsauswahl, die Stärke der Woofer sowie den Nachtmodus können wir hier einstellen.

Nachtmodus verringert tiefe Frequenzen

Im Nachtmodus werden bei niedrigen Lautstärken laute Geräusche gedämpft, um beispielsweise bei Actionfilmen nicht die Nachbarn aus dem Bett zu werfen, wenn es mal laut wird - diese Gefahr besteht durchaus, da die tiefen Frequenzen bereits bei mittleren Lautstärken sehr stark sind. Auch Sonos Playbase hat eine derartige Funktion, die allerdings weitaus komfortabler erreicht werden kann: Direkt im aktuellen Abspielbildschirm können wir die Option aktivieren, ebenso eine Sprachunterstützung.

Die Playbase hat keine expliziten Soundmodi, sondern einen Equalizer, mit dem wir das Audiosignal bearbeiten können. Im Normalzustand klingt das Sonos-System von der Räumlichkeit wie der Theatermodus des Sounddecks - diejenige Einstellung, die wir beim Raumfeld-Gerät im Grunde ständig aktiviert haben. Insofern stört es uns in der alltäglichen Nutzung nicht, dass wir bei der Playbase keine Auswahl an verschiedenen Audiomodi haben.

Beide Systeme bringen starke Klangverbesserungen

Vom Klang her sind beide Lautsprechersysteme eine echte Bereicherung für das heimische Film- und Serienerlebnis. Der Klang eines Fernsehers wird sowohl von der Playbase als auch vom Sounddeck enorm verbessert, Nutzer erreichen mit minimalem Platzaufwand eine starke Aufwertung des Sounds.

Bass, Bass ...

Beide Systeme fügen dem Klang eine starke Bassnote hinzu; besonders das Raumfeld Sounddeck mit seinen zwei großen Woofern bläst uns die tiefen Frequenzen regelrecht um die Ohren. Der Woofer der Playbase ist trotz des kleineren Gehäuses überraschend stark und sorgt ebenfalls für eine starke Basswiedergabe. Im direkten Vergleich ist der Bass der Playbase zurückhaltender als beim Sounddeck, was wir aber nicht unbedingt schlecht finden. Das Sounddeck ist uns stellenweise schon zu basslastig, der Pegel der Woofer kann in den Einstellungen allerdings heruntergeregelt werden.

Der Klang bei Sonos' Playbase ist insgesamt betrachtet ausgewogener und wirkt dank einer besseren Frequenztrennung klarer. Im direkten Vergleich klingt das Sounddeck etwas "muffig". Das dürfte daran liegen, dass Teufel in dem Raumfeld-Gerät Breitbandlautsprecher verwendet, während Sonos Mittel- und Hochtöner einbaut. Dadurch werden die Frequenzen besser getrennt, der Klang ist dadurch differenzierter.

Besserer Raumeffekt bei der Playbase

Auch der räumliche Effekt ist bei der Playbase besser als beim Sounddeck: Dies betrifft nicht unbedingt die Breite des Audiofeldes - wie bereits erwähnt, ähnelt der Standardmodus des Sonos-Geräts dem Theatermodus des Raumfeld-Systems. Wir haben vielmehr das Gefühl, dass kleine Geräusche, etwa in Filmen, besser "von der Seite" kommen als beim Sounddeck. Diese Unterschiede hören wir aber nur im direkten Vergleich.

Anders als das Sounddeck kann die Playbase Dolby-Digital-Signale verarbeiten. Das ist im Stand-alone-Betrieb des Geräts nicht wichtig, allerdings dann, wenn das Lautsprechersystem in ein bestehendes Multiroom-Setup eingebunden wird. Wer bereits zwei kleinere Sonos-Speaker zu Hause hat, kann diese über die App mit der Playbase in ein kleines Surroundsystem einbinden. Das Sounddeck verarbeitet nur Stereosignale; über die auch dort vorhandene Multiroom-Option können zwar auch zusätzliche Speaker angeschlossen werden, diese duplizieren den Ton allerdings nur in mono.

Playbase unterstützt Dolby Digital

Im Dolby-Modus erreichen wir mit dem um zwei kleine Play-1-Speaker ergänzten Setup einen recht beeindruckenden Surround-Sound. Nutzer können zusätzlich auch noch einen drahtlosen Subwoofer von Sonos in das System einbinden, dann wird die Surround-Anlage aber ziemlich teuer: Der drahtlose Subwoofer Sub kostet 800 Euro, insgesamt würde ein Setup mit Playbase, Sub und zwei Play-1-Speakern über 2.050 Euro kosten. Unserer Meinung nach klingt die Playbase auch ohne zusätzlichen Subwoofer kräftig genug, wir finden es aber gut, dass Sonos seinen Nutzern die Möglichkeit offenlässt, die Playbase zu einem Surround-System zu machen.

Verfügbarkeit und Fazit

Die Playbase(öffnet im neuen Fenster) von Sonos kostet im Onlineshop des Herstellers 800 Euro. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Netzkabel auch ein Ethernetkabel sowie ein Toslink-Kabel für die Verbindung über den optischen Eingang.

Das Sounddeck(öffnet im neuen Fenster) von Raumfeld kostet beim Hersteller 1.000 Euro. Mit im Preis inbegriffen sind neben dem Netzkabel ein Ethernet-Kabel, ein HDMI-Kabel und die Fernbedienung. Andere Kabel wie Audio- oder Toslink-Kabel müssen sich Käufer separat besorgen.

Fazit

Sowohl Sonos' Playbase als auch Raumfelds Sounddeck werten den heimischen TV-Sound stark auf. Nicht nur im Bassbereich verleihen die beiden Systeme dem Klang ein kräftiges Fundament, auch insgesamt wird der Sound breiter und raumfüllender.

Die Playbase sorgt dabei für den ausgewogeneren Klang: Dank der besseren Frequenztrennung wirken Audiosignale im direkten Vergleich mit dem Sounddeck klarer. Das Sounddeck klingt mitnichten schlecht; den direkten Vergleich gewinnt allerdings die Playbase.

Sonos hat sich leider dazu entschieden, seinem Gerät nur eine einzige Anschlussmöglichkeit zu verpassen: einen optischen Eingang per Toslink-Kabel. Das ist ein Problem für Nutzer, die nicht über einen Fernseher mit entsprechendem Ausgang verfügen und schließt diese von der Nutzung des Geräts schlicht aus - so sie nicht gleich noch einen neuen Fernseher kaufen wollen.

Bei der nativ in die App eingebundenen Verfügbarkeit von Internet-Streaming-Diensten liegt Sonos vor Raumfeld. Dank Googlecast-Unterstützung lassen sich aber auch weitere Dienste mit dem Sounddeck nutzen. Die Raumfeld-App ist verglichen mit der Anwendung von Sonos unübersichtlicher und weniger komfortabel zu nutzen. Dafür kommt das Sounddeck mit einer guten Fernbedienung.

Vom Klang, der Bedienung und den Surround-Sound-Optionen her gefällt uns die Playbase von Sonos besser als Raumfelds Sounddeck, das zudem noch 200 Euro teurer ist. Allerdings eignet sich Sonos' Lautsprechersystem schlicht nicht für Nutzer, die einen Fernseher ohne Toslink-Ausgang haben. Damit engt sich Sonos seine Zielgruppe unnötig ein - mit mehr Anschlussmöglichkeiten würde die Playbase eine uneingeschränkte Kaufempfehlung von uns erhalten.

So bleibt Raumfelds Sounddeck trotz höherem Preis eine gute Alternative für Nutzer, die kein Gerät mit Toslink-Ausgang haben oder mehrere Geräte an dem System verwenden wollen. Und schlecht ist das Sounddeck insgesamt betrachtet nicht: Die Unterschiede im Klang fallen uns nur im direkten Vergleich auf. Sollte der Preis des Geräts noch etwas fallen, dürfte das Sounddeck eine noch interessantere Alternative zur Playbase werden.


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