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Anbindung an Alexa und Google Assistant könnte besser sein

Seit dem Sommer diesen Jahres können alle Sonos-Lautsprecher mit eingebautem Mikrofon wahlweise Alexa oder Google Assistant verwenden. Anfangs lief nur Alexa auf den Geräten. Der Move hat dafür vier Fernfeldmikrofone, um Sprachbefehle gut verstehen zu können. Beim Test erkannten beide digitale Assistenten Sprachbefehle zuverlässig auch aus größeren Entfernungen.

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Wie auch mit anderen Sonos-Lautsprechern ist es mit dem Move nicht möglich, auf einem Gerät Assistenten parallel zu betreiben. Der Hersteller erlaubt nur einen der beiden und macht den Wechsel nicht besonders einfach. Wenn wir etwa von Alexa zu Google Assistant wechseln wollen, ist eine komplette Neueinrichtung in der Google-Home-App erforderlich. Umgekehrt gilt das Gleiche bei Alexa, wenn wir vom Google Assistant zur Amazon-Konkurrenz wechseln. Es gibt keine Möglichkeit, in der Sonos-App mit einem Schalter sofort zwischen den beiden zu wechseln. Und eigentlich müsste es bei einem smarten Lautsprecher noch einfacher sein: Der Nutzer sollte den digitalen Assistenten auf Zuruf wechseln können - aber das gibt es erst recht nicht.

Sonos hat sich nach eigener Aussage ganz bewusst dagegen entschieden, zwei digitale Assistenten auf einem Lautsprecher laufen zu lassen. Es sei für Anwender verwirrend, wenn beide parallel laufen. Wer etwa einen Timer oder einen Wecker mit Alexa gestellt hat, muss dafür wieder Amazons Assistenten nutzen, um diese auszuschalten. Sonos befürchtet, dass sich der Nutzer nicht merkt, mit welchem der beiden digitalen Assistenten der Befehl gesagt wurde.

  • Der Move in seinen Einzelteilen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Move lässt sich bequem aus der Ladestation entnehmen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und auch wieder absetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Oberseite sind die Steuertasten des Move. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ladeanschluss des Move - darüber befindet sich eine USB-C-Buchse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite des Move befinden sich der Einschalter und der Button, um zwischen Bluetooth und WLAN zu wechseln. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Sonos Move (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
  • Move (Bild: Sonos)
Der Move in seinen Einzelteilen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dieses Problem hätte durch spezielle Anpassungen gelöst werden können, indem etwa der Sonos-Nutzer festlegt, dass immer nur einer der beiden Assistenten für Timer, Alarme und Ähnliches zuständig ist. So könnten die beiden Assistenten für alle übrigen Aufgaben parallel verwendet werden.

Weder Alexa noch Google Assistant liefern den vollen Funktionsumfang

Denn Sonos schließt solche Probleme nicht ganz aus. Wer mehrere kompatible Sonos-Lautsprecher besitzt, kann auf jedem einen anderen digitalen Assistenten nutzen. Damit treten die Probleme genauso auf, wie sie von Sonos eigentlich verhindert werden sollen. Dabei kann es schon genügen, wenn sich beide smarten Lautsprecher in benachbarten Räumen befinden. Hier müsste sich der Nutzer also auch immer merken, welcher digitale Assistent gerade verwendet wird. Sobald wir zwei Sonos-Lautsprecher zu einem Stereopaar verbinden, ist aber wieder nur ein digitaler Assistent auf diesen nutzbar.

Ganz gleich, ob der Kunde Alexa oder Google Assistant nutzt: In beiden Fällen gibt es nicht den vollen Funktionsumfang. Sonos informiert Kunden darüber nicht vorab, das stellen sie erst nach dem Kauf fest. So wird Amazons Alexa-Multiroom-System nicht unterstützt. Zudem stehen die Alexa-Anruffunktionen weiterhin nur für die Amazon-eigenen Echo-Geräte zur Verfügung. Das gleiche gilt für das Alexa-Signalwort, das sich nur auf den Amazon-eigenen Geräten ändern lässt. Alexa-Musikwecker werden von den meisten Alexa-Geräten unterstützt - aber nicht von den Sonos-Geräten.

Bei Musikweckern zeigt sich das gleiche Bild beim Google Assistant - auch diese Funktion fehlt bei den Sonos-Modellen. Während Alexa darauf hinweist, dass die Funktion fehlt, nimmt der Google Assistant den Befehl an, weckt aber dann mit einem normalen Signalton statt mit einem Musikwecker. Besonders ägerlich ist, dass Youtube Music nicht unterstützt wird - hier sollte Bose zügig nachbessern.

Sonos hat eine nervige Eigenart des Google Assistant übernommen, auf die wir gerne verzichtet hätten: Beim Umschalten des Mikrofons gibt es jedes Mal eine Ansage zum aktuellen Status. Hier genügt uns ein kurzer Signalton zur Bestätigung, wie wir ihn auf der Link Bar von JBL hören.

Besonders ärgerlich ist die fehlende Unterstützung von Google Cast, die bei anderen Google-Assistant-Lautsprechern mit dabei ist. Mittels Cast können Inhalte abseits der Sonos-App drahtlos auf den Lautsprecher übertragen werden. Außerdem werden darüber Multiroom-Systeme aufgebaut. Somit kann der Move nicht im Verbund mit anderen Google-Assistant-Lautsprechern im Multiroom-Betrieb verwendet werden.

Airplay 2 ist dabei, reagiert aber langsamer

Dabei wäre Google Cast eine perfekte Ergänzung zur Airplay-2-Unterstützung des Sonos-Systems. Vor einigen Monaten kam die Unterstützung von Airplay 2 als Update auf neuere Sonos-Lautsprecher. Darüber können drahtlos Inhalte von einem Apple-Gerät auf dem Lautsprecher abgespielt werden. Zudem können Multiroom-Gruppen mit anderen Airplay-2-fähigen Lautsprechern aufgebaut werden.

Die Airplay-Steuerung reagiert allerdings merklich träger als die Sonos-App. Wenn wir in der Sonos-App etwa die Wiedergabe pausieren, verstummt die Wiedergabe sofort. Wenn wir das Gleiche über Airplay 2 erledigen, dauert es immer ein bis zwei Sekunden, bis der Lautsprecher reagiert.

Die träge Reaktion von Airplay 2 liegt aber nicht am Sonos-Gerät. Die gleichen Probleme treten auch auf, wenn wir auf Apples eigenem smarten Lautsprecher, dem Homepod, Musik über Airplay abspielen: Befehle werden zeitverzögert umgesetzt. Aufgrund der Vielzahl an unterstützten Musikstreamingdiensten durch das Sonos-Ökosystem wird Airplay für diesen Einsatz nicht benötigt. Aber wer etwa mal ein Musikvideo von Youtube auf einem Sonos-System abspielen will, muss auf Airplay - oder im Fall des Move - auf Bluetooth zurückgreifen.

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sadan 19. Sep 2019

Sonos baut weiter und weiter funktionen ab. Ich weis das der anwendungsfall ein ganz...


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